Sauer Polymertechnik hat Jungheinrich mit der Implementierung eines FTS beauftragt. Elf Fahrzeuge übernehmen künftig in zwei Hallen am Standort Föritztal den Materialfluss zwischen Produktion und Hochregallager.

Über das Jungheinrich-Logistik-Interface sind die automatisierten Fahrzeuge vom neuen Typ ERC 213a mit dem WMS verbunden, das ebenfalls von Jungheinrich stammt. Insgesamt werden am Produktionsstandort Föritztal mehr als 150 Stationen von den FTF angefahren. Die Fahrtwege der automatisierten Hochhubwagen sind bis zu 870 m lang. Mehr als 100 Transporte pro Stunde sollen die Flurförderzeuge durchführen.

Der eingesetzte Fahrzeug-Typ ERC 213a ist das neueste Modell im FTF-Portfolio des Systemanbieters. Aufgrund der kompakten Bauweise ist der automatisierte Hochhubwagen für automatisierte Transportprozesse in enger Umgebung ausgelegt. Ein 2,8-kW-Drehstrommotor sorgt für konstante Leistung, der elektrisch geregelte Hubmotor für sanftes, leises Heben in Hubhöhen bis zu 4.400 mm. Weitere Merkmale der mit Lithium-Ionen-Technologie ausgestatteten Geräte sind ein Stahlrahmen und eine geschlossene Rahmenstruktur. Sicherheitssysteme wie die serienmäßigen Personenschutzscanner kontrollieren den Fahrweg auf Hindernisse. Durch die neue Anordnung der Personenschutzscanner rund um das FTF wird berührungslose Sicherheit in Antriebsrichtung, Lastrichtung und in der Kurvenfahrt gegeben. Die Navigation geschieht per Laser. Dafür lassen sich Reflektoren am Fahrweg oder eine Kombination aus Reflektoren und Umgebungsmerkmalen nutzen. Jungheinrich entwickelte den ERC 213a auf Basis einsatzerprobter Serienfahrzeuge. Das FTS lässt sich in bestehende IT-Strukturen einbinden oder als Stand-Alone-System betreiben.

Der jetzt erteilte Auftrag von Sauer Polymertechnik folgt auf die Errichtung eines automatischen Paletten-Hochregallagers im Jahr 2015. Hierzu gehören die doppelttiefe, 130 m lange, 23,5 m breite und 38 m hohe Regalanlage in Silobauweise, die Fördertechnik einschließlich Zentrierstation, Palettendoppler und Palettenetikettierer, die Brandschutztore, eine Bühne sowie die drei Regalbediengeräte, die einschließlich der Teleskopgabeln vom Jungheinrich-Tochterunternehmen Mias stammen. Darüber hinaus kommt die Software und IT für das Lager von Jungheinrich, bestehend aus der Steuerungstechnik sowie dem WMS mit integriertem Materialflussrechner.

 

Text/Foto: Jungheinrich

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