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Intelligentes Kanban mit Würth und Still

Intelligentes Kanban mit Würth und Still

Intelligente Produktions-Versorgung per autarker Systeme

Im Still Werk in Hamburg haben die Partner Still und Würth gezeigt, dass mit gebündelten Kompetenzen die Umstellung auf Industrie 4.0 simpel sein kann: Ohne aufwändige Programmierung arbeiten zukünftig das Würth RFID-gestützte iShelf System und der Still iGo neo CX 20 Hand in Hand, damit eine Just-in-Time-Versorgung der Produktionslinien mit C-Teilen im Werk sichergestellt ist. Bei der Übergabe des iGo neo CX 20 an die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG am 25. Januar fand das offizielle Treffen der beiden intelligenten Systeme statt.

Würth iShelf meets Still iGo neo CX 20 im Still Werk in Hamburg (Quelle: Still)

Würth iShelf meets Still iGo neo CX 20

„Mit dem autonom agierenden Still iGo neo CX 20 und dem intelligenten Würth iShelf werden alle überflüssigen Arbeitsschritte vermieden und die Logistikprozesse im Werk optimiert“, sagte Thomas A. Fischer, Still Geschäftsführer Vertrieb, Marketing und Service (CSO) bei der Übergabe des iGo neo CX 20 an die Firma Würth im Werk der Still GmbH in Hamburg. „Die Würth Mitarbeiter werden genau dort entlastet, wo es gemäß einer Intralogistik 4.0 sinnvoll ist: Mithilfe des RFID-gestützten Kanban-Systems und dem intelligenten Regalboden iShelf muss nichts mehr gescannt werden. Zudem entfällt eine manuelle Erfassung von Nachbestellungen. Hierdurch lassen sich menschlich bedingte Fehler vermeiden. Mit dem autonom agierenden iGo neo CX 20 entfällt ein zeitaufwändiges Auf- und Absteigen vom Fahrzeug.“

Automatisierung sorgt für Effizienz

Je nach Wunsch des Bedieners fährt das Gerät ergonomisch bis zur ersten oder zweiten Palettenposition vor. Der Würth Mitarbeiter wird hierdurch deutlich entlastet, da sich die Wegstrecke, die er selbst mit Last zurücklegen muss, mit dem autonomen Fahrzeug deutlich reduziert. Der Zugang zum iGo neo CX 20 erfolgt ebenfalls automatisch: Er ist über eine FleetManager-Karte geregelt. So kann das Fahrzeug u. a. nur von den Mitarbeitern genutzt werden, die eine Berechtigung haben.
Auch Christian Schorndorfer, Geschäftsführer Vertrieb, Key Account & Innovative Systeme bei Würth, zeigte sich äußerst zufrieden: „Mussten unsere Mitarbeiter in der Vergangenheit bei der Nachschubversorgung der Still Produktion mit C-Teilen auf ihre Erfahrung bauen, so wird nun, dank der Einführung des RFID-gestützten Kanban-Systems in Verbindung mit dem intelligenten Regalboden iShelf, eine punktgenaue Belieferung der Still Produktionslinien sichergestellt. Zudem sparen wir jetzt durch den Einsatz mit dem iGo neo CX 20 deutlich Zeit ein, die wir für andere Aufgaben nutzen können. Mit unserem iShelf System und dem Einsatz des autonom agierenden Still iGo neo CX 20 haben wir das C-Teile-Management bei Still sinnvoll automatisiert.“

Intralogistik 4.0

Beim intelligenten Regalboden iShelf handelt es sich um ein rollierendes Zwei-Behältersystem, das C-Teile, wie Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben, in ausreichender Menge Just-in-time am Verbrauchsort zur Verfügung stellt. Dabei sind alle Behälter mit einem RFID-Tag ausgestattet, auf dem relevante Informationen, wie Behältertyp, Artikelnummer, Bezeichnung, Füllmenge und Charge, gespeichert sind. Steht ein leerer Behälter auf dem obersten Regalboden, wird der RFID-Tag automatisch ausgelesen und der Status per Funk an die Würth Mitarbeiter gemeldet. Diese sorgen dann für Nachschub. Durch automatisierte Nachbestellungen, frühzeitige Identifikation von Bedarfsschwankungen und verkürzte Reaktionszeiten gehören Engpässe bei der C-Teile-Versorgung und damit mögliche Stillstandzeiten der Produktion der Vergangenheit an. Mit dem iGo neo CX 20 wird dieser Prozess nochmals optimiert: Das autonom agierende Fahrzeug kollaboriert mit dem Würth Mitarbeiter, indem es ihm auf Schritt und Tritt zu den einzelnen Verbrauchsorten an der Produktionslinie folgt. Dadurch wird die Effizienz des Prozesses deutlich gesteigert.
Beide Unternehmen unterstreichen mit diesem Projekt ihre Innovationskraft: STILL hat sich vom reinen Staplerhersteller zum Lösungsanbieter mit Robotikkompetenz entwickelt und Würth vom reinen C-Teile-Lieferanten zum Intralogistikanbieter für eine intelligente Steuerung von Materialflüssen. [Ende]

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Veröffentlicht von

Redaktion F+H

Digitalisierung und Industrie 4.0 verändern auch die Logistikbranche disruptiv – damit stehen Logistikunternehmen vor einer zukunftsbestimmenden Herausforderung. Die f+h bietet ihren Lesern den notwendigen Überblick, Durchblick und Weitblick, diese neuen Anforderungen erfolgreich umzusetzen. Systemorientiertes Denken und vernetztes Handeln entlang der Wertschöpfungskette sind die Erfolgsfaktoren der Zukunft: Die Redaktion f+h stellt bei der Präsentation von Produkten den Kontext zum jeweils übergeordneten System her und bewertet den Effizienzbeitrag für die jeweilige Supply Chain.

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