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IFOY Test: iGo neo CX 20 von Still

IFOY Test: iGo neo CX 20 von Still

Alle IFOY Testergebnisse des autonomen Horizontalkommissioniers iGo neo CX 20 von Still

Anlässlich der IFOY Test Days 2017 wurden die Finalisten des IFOY Award auf Herz und Nieren getestet: Hier geht es zur Übersicht.

Lesen Sie hier den Testbericht und den Innovation-Check des autonomen Horizontalkommissioniers iGo neo CX 20 von Still.


Testbericht iGo neo CX 20 von Still

Anfang 2016 führte Still den ersten “Roboter”-Kommissionierer Still iGo neo ein. Der iGo neo erkennt automatisch „seinen“ Kommissionierer. Dieser kann den Stapler auf Wunsch in Bewegung halten, ohne dass jeweils ein erneutes Aufsteigen erforderlich ist. Steigt der Operator vom Kommissionierer ab und drückt eine Taste an der Seite des Geräts, behält der iGo neo mit seinem 360º-Scanner seinen Operator „im Auge“. Geht der Kommissionierer zur nächsten Kommissionierstelle, dann folgt ihm der iGo neo automatisch und berücksichtigt dabei gleichzeitig den richtigen Abstand zum Regal sowie alle Hindernisse auf dem Weg. Bleibt der Operator stehen, dann stoppt der iGo neo neben ihm.

Finalist des IFOY Award in der Kategorie „Warehouse Trucks“: Autonomer Horizontalkommissionier iGo neo CX 20 von Still

Der IFOY Test zeigt, dass die Einsparungen im Vergleich zum konventionellen Kommissionieren spektakulär sind. Der iGo neo ist in allen Test-Layouts effizienter und produktiver, sobald das Mitlauf-Prinzip genutzt wird. Das Test-Team erreichte ein Plus bis zu 47 Prozent. Dank der Dynamik, mit der sich das Gerät zeitgleich zum Bediener bewegt, können die Vorteile voll ausgeschöpft werden. Dies zeigte auch eine insinuierte Idealfahrt mit einem zusätzlichen Bediener, der den Stapler immer genau an der richtigen Stelle für den Kommissionierer positionierte. Der einschränkende Faktor ist nicht mehr der Stapler und seine Bedienung, sondern die Geschwindigkeit des Gehens.

Während der Arbeit fällt auf, dass der Still iGo neo alle Sicherheitsanforderungen im Auge hat. Er weicht aus und stoppt bei Bedarf, um Kollisionen zu vermeiden. Der Ende-Gang-Stopp funktioniert ebenso exakt, wie die Erkennung des Operators. Mit der Fernbedienung, die der Operator am Oberarm trägt, kann den iGo neo angehalten oder geholt werden. Darüber hinaus kann man damit die Seite des Ganges wechseln oder eine vorprogrammierte Haltestelle wählen, damit der iGo neo die entsprechende Palette oder den Container automatisch anbietet und so Gehstrecken weiter minimiert werden.

Raum für Verbesserung bietet jedoch sowohl die Gestaltung als auch das Handling der Fernbedienung. In Zukunft wäre es dank der Möglichkeiten der Robotik denkbar, dass das automatische Folgen und die Ausrichtung des Fahrzeugs nicht per Fernbedienung, sondern mittels Gestenerkennung und mit Hilfe des 360º-Scanners oder einer neuen Technologie automatisch erfolgt. So könnte der Stapler wie dies bei Gegenständen und Hindernissen bereits jetzt der Fall ist, dann auch einen Wechsel des Operators automatisch erkennen. Auch eine Vernetzung mit LVS oder Voice-Systemen wäre denkbar.

Der iGo neo bietet die gleichen Vorteile, die bereits bei anderen Remote-Kommissionierer zu sehen waren: Die Arbeit ist angenehm, einfacher, effizienter und deutlich weniger belastend, weil der Operator nicht immer wieder auf- und absteigen muss. Hinzu kommt, dass der Stapler selbst weniger Energie braucht. Darüber hinaus bietet der iGo Neo den Vorteil, dass keine Taste oder Sensor gedrückt werden muss. Der Kommissionierer hat tatsächlich beide Hände frei um die Waren zu greifen, halten und positionieren. Außerdem lädt die erhöhte Dynamik des Staplers selbst auf längeren Strecken zum Mitgehen ein. Die Bewegungsgeschwindigkeit des Operators bestimmt dabei die Geschwindigkeit des Staplers. Dies erlebte das Test-Team als sehr angenehm.

IFOY Testfazit:

Mit dem iGo neo zeigt Still, dass Innovationen in der Robotertechnik einen wertvollen Beitrag zur intelligenten Intralogistik leisten. Pluspunkte sind insbesondere die hohe Leistung, die einfache Bedienung und die zahlreichen Perspektiven.


Innovation Check iGo neo CX 20 von Still

Marktrelevanz

Horizontalkommissionierer stellen ein relevantes Segment im Gesamtmarkt für Flurförderzeuge dar. Der Still iGo neo CX20 kann ohne zusätzliche technische Maßnahmen in jedem Horizontalkommissionierer-Lager eingesetzt werden. Die Marktrelevanz des iGo neo ist daher als hoch einzuschätzen. Er bietet ein deutliches Mehr an Kundennutzen. Ob es dem autonomen Kommissionierer gelingen wird einen großen Marktanteil zu erreichen, hängt letztendlich auch von der Kosten-Nutzen-Relation ab. Denn die aufwändige Sensor- und Steuerungstechnologie wird es nicht zum Nulltarif geben.

Kundennutzen

Der durch die technischen Innovationen wie die lasergestützte Umgebungserkennung, die intuitiv bedienbare Kommunikationsschnittstelle und das autonome Fahren erreichte Kundennutzen des iGo neo ist als sehr hoch einzustufen. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kommissionierlager können sich dank des iGo neo voll auf das Wesentliche ihrer Arbeit, nämlich die richtigen Artikel aus dem richtigen Lagerfach in der richtigen Anzahl zu entnehmen, konzentrieren. Außerdem werden sie von physischen Beanspruchungen entlastet. Betreiber eines Kommissionierlagers können eine deutlich höhere Kommissioniererleistung und eine geringere Fehlerrate erwarten. Da der iGo neo problemlos zusammen mit konventionellen Horizontalkommissionierern eingesetzt werden kann, lässt sich die neue Kommissionierzonentechnologie mit geringem Aufwand erproben und die Fahrzeugflotte sukzessive umstellen.

Neuheits- / Innovationsgrad

Auch wenn bereits in den frühen 1990 er Jahren erste Versuche zur Automatisierung von Horizontalkommissionierern unternommen wurden, stellt der iGo neo ohne Frage einen Meilenstein in der Entwicklung autonomer Flurförderzeuge dar. Seine lasergestützte Umgebungserkennung verleiht ihm kognitiven Fähigkeiten, die zusammen mit der intelligenten Fahrzeugsteuerung das selbstständige Folgen des Bedieners ermöglicht. Sowohl das Bedienkonzept als auch die eingesetzte Sensor- und Steuerungstechnologie sind hoch innovativ.

Funktionalität / Art der Umsetzung

Die Funktionen sind sehr professionell umgesetzt und das Fahrzeug lässt sich intuitiv bedienen. Die Erkennung und Überwachung des Bedieners erfolgt zuverlässig. Beim Innovation Check konnte aufgrund der kürzeren Gehwege deutlich schneller kommissioniert werden.

Bewertung der Innovation:

Marktrelevanz: gut

Kundennutzen: sehr gut

Neuheits- / Innovationsgrad: sehr gut

Funktionalität  / Art der Umsetzung: sehr gut

[Quelle: IFOY]

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Veröffentlicht von

Redaktion F+H

Digitalisierung und Industrie 4.0 verändern auch die Logistikbranche disruptiv – damit stehen Logistikunternehmen vor einer zukunftsbestimmenden Herausforderung. Die f+h bietet ihren Lesern den notwendigen Überblick, Durchblick und Weitblick, diese neuen Anforderungen erfolgreich umzusetzen. Systemorientiertes Denken und vernetztes Handeln entlang der Wertschöpfungskette sind die Erfolgsfaktoren der Zukunft: Die Redaktion f+h stellt bei der Präsentation von Produkten den Kontext zum jeweils übergeordneten System her und bewertet den Effizienzbeitrag für die jeweilige Supply Chain.

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