40 Meter Hubhöhe für einen Bootskran

Neue Kranlösung am Edersee

Im kleinen Örtchen Rehbach am Edersee sind Campingplatz, Badestrand und der Yachthafen ein Touristenmagnet. Seit Herbst 2016 ist der Yachthafen Rehbach mit dem neuen Bootskran des Siegerländer Kranherstellers Vetter Krantechnik nun um eine Attraktion reicher. Zwar setzte man in bereits seit Jahren auf einen Vetter-Bootskran, aber der war mit 4 Tonnen Tragfähigkeit nun nicht mehr zeitgemäß. Es musste ein etwas kräftigerer Kran her. Die Herausforderung für Vetter war, einen Kran zu konstruieren, der zwar leistungsfähiger als der alte Kran ist, aber keine Änderungen an den bauseitigen Fundamenten erfordert.

40 Meter Hubhöhe

Der neue Kran hat nun eine variable Tragfähigkeit in Abhängigkeit von der Ausladung. Die Auslegerlänge beträgt insgesamt 13,5 Meter. Bis 10 Meter Ausladung kann der Kran 6 Tonnen heben, bei 12,5 Meter noch 4 Tonnen und an der Spitze immerhin noch 2 Tonnen. Besonders anspruchsvoll war hierbei die Elektrik des Krans, die nach aktueller Maschinenrichtlinie redundant ausgeführt sein muss. Der Kran beeindruckt aber nicht nur durch seine Höhe von etwa 11 Meter, sondern auch mit einer großen Hubhöhe von 40 Meter, damit auch bei Niedrigwasser ein Kranbetrieb gewährleistet ist. Die hierfür benötigte Seilwinde mit Gegengewicht wurde besonders schlank ausgeführt, um die Gefahr von Kollisionen mit Schiffsmasten zu reduzieren.

„schlanke Linie“

Dem Gegengewichtsausleger des Krans und dem Volumen des Gegengewichts haben die Konstrukteure von Vetter im Gegensatz zum Vorgänger-Kran eine „Schlankheitskur“ verpasst. So erzielte man eine optimale Lastverteilung und konnte die durch die Säule vorgegebene „schlanke Linie“ auch optisch bis in die Auslegerspitzen fortführen. Durch das formschöne Gegengewicht in V-Form (der Vetter-Bildmarke nachempfunden) ist das neue Wahrzeichen des Yachthafens bereits von weither sichtbar.

Quelle: Vetter Krantechnik

Holger Seybold

Gepostet von: Holger Seybold

Holger Seybold ist Redakteur für Intralogistik und Sonderprojekte. Er ist technikbegeistert und bekennender Digitalist. Besonders aktuelle Technologien rund um Industrie 4.0 und das Internet der Dinge faszinieren ihn.

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