Historisch: Erfindung der Palettenvermessung

AKL-tec: Erfindung der Palettenvermessung vor gut 20 Jahren

Die AKL-tec GmbH ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Alsdorf/Sieg, dessen Kerngeschäft Messgeräte für logistische Objekte umfasst. Mit dem weltweiten Verkauf seiner Systeme hat sich das Unternehmen im Laufe der Jahre international eine führende Position in einem Nischensegment gesichert.

Von der Idee zur globalen Nische

Die Messsysteme von AKL-tec kommen bei Logistikern wie Paketdiensten, Versandhändlern, in der Luftfracht und in Speditionen zum Einsatz. Dabei stehen maßgeschneiderte Lösungen zur Ermittlung von Geometriedaten wie Länge, Breite und Höhe sowie zur Verwiegung im Fokus. Neben der Softwareentwicklung für Multi-Sensor-Systeme bietet das Unternehmen alles aus einer Hand. So zählen auch die mechanische und elektrotechnische Konstruktion zur Unternehmensexpertise.

Heute ist AKL-tec ein führender Experte auf dem Gebiet der Vermessung von Palettenfracht. Dabei ist die Stückgutvermessung ein Markt, den das Unternehmen nicht nur mit prägen durfte, sondern der zunächst und immer wieder aufs Neue „erfunden“ werden musste und muss. Um dies zu verstehen drehen wir die Uhr zunächst um mehr als 20 Jahre zurück.

Bild 01

Es sind die angehenden 90er-Jahre, die Kombination aus dem eher zufälligen Hinweis eines Partners, dass man mit Infrarotfächerscannern auch Objekte vermessen könne und der vorhandenen Affinität zur digitalen Bilderverarbeitung verhalf AKL-tec zu der Entwicklung eines Nischenprodukts. Unterstützt in seiner Arbeit wurde das kleine Unternehmen damals durch einen Entwicklungszuschuss von 18.000 DM. Man konzipierte einen ersten Prototyp und die Innovation bekam einen Namen: „Apache“ (Bild 01). Das nach einem Indianerstamm klingende Frachtvolumenmessgerät steht für die Automatische Paletten-Charakteristik-Erfassung und das erste Gerät wurde 1996 für den Einsatz am Berliner Flughafen gekauft. In der Luftfracht lag der Bedarf für ein solches Messgerät auf der Hand, da Volumen und Gewicht bei der Abrechnung der Frachtkosten gleichermaßen relevant sind. Wenig später fanden sich weitere, auch internationale Abnehmer, wie die Flughäfen in Singapur und Miami.

Die Weiterentwicklung des Konzepts ging kontinuierlich voran. So auch als im Jahr 2001 ein flexibles und mobiles Messgerät gesucht wurde. Der „Apache portal movable“, der in Zusammenarbeit mit dem Logistikunternehmen Dachser entstand, traf mit seiner Präzision und Anpassungsfähigkeit den Bedarf vieler Speditionen, die Stück- und Sammelgut bewegen.

Kurz nach der Jahrtausendwende trat die Europäische Messgeräterichtlinie (MID 2004/22EG jetzt 2014/32/EU) in Kraft. Seither wurden in nahezu allen Regionen der Welt Baumusterprüfungen für die „geeichte“ Verwendung der Messsysteme absolviert.

2005 bildete AKL-tec eine strategische Allianz mit dem damaligen US-Mitbewerber Cubi-Scan, die die Kernprodukte beider Partner bündelte. Logistik findet per se global statt. Für ein kleines Unternehmen eine Herkulesaufgabe, die man bei AKL-tec mit einem agilen Netzwerk aus internationalen und gleichzeitig regionalen Partnern schultern konnte. Nach dem Motto „Teamplayer rund um den Globus“ ist vor vier Jahren ein Verbund von Herstellern und Integratoren mehrdimensionaler Messgeräte entstanden − die Global Dimensioning Alliance (GDA). Die Mitglieder zeichnen sich durch eine hohe Servicebereitschaft, Expertenwissen und nicht zuletzt durch exzellenten Zugriff auf die Messsysteme von Cubi-Scan und AKL-tec aus. Ein kontinuierlicher Erfahrungs- und Meinungsaustausch erzeugt ein innovatives Umfeld.

Ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte ist die Entwicklung des „Apache flying forklift“. Das System spart den Logistikern Zeit, da die Palettenfracht auf dem Gabelstapler während der Durchfahrt per Laser vermessen und verwogen wird.

Bild 02

Der immer höher werdende Bedarf lässt die Produktion aktuell auf mehrere 100 Messgeräte pro Jahr steigen (Bild 02). Mehr als 1.000 installierte Systeme finden weltweit ihren Einsatz. Mithilfe der innovativen Erfindung der Palettenvermessung wird Logistikern und Spediteuren tagtäglich eine exakte Abrechnung der Frachtspesen ermöglicht.

Die Zeitachse

1995:  Prototyp Palettenmessgerät
1996:  Erstes Apache-System verkauft
2001:  Kunden im Bereich Stückgut-Speditionen
2004:  Frachtvermessung wird eichfähig
2005:  Strategische Allianz mit Cubi-Scan
2013:  Verbund mit Herstellern und Integratoren mehrdimensionaler Messgeräte
2016:  Entwicklung „Apache flying forklift“

www.akl-tec.de

Gepostet von: Manfred Weber

Teilen Sie diesen Artikel auf
Translate »
 
Share This

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren Mehr erfahren

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen