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Sicherheit im Betrieb ‒ Wie man Schäden an Betriebsböden frühzeitig erkennt und dauerhaft saniert

27.09.2022
von Redaktion F+H

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Die Automatisierung von Produktionsvorgängen erfordert Betriebsböden, die in sehr kleinen Toleranzbereichen bleiben. Das Bewegen schwerer Lasten und der Betrieb von Anlagen und Maschinen führt aber immer wieder zu Schäden, die die Betriebssicherheit gefährden. Mit Hilfe einer Checkliste lassen sich solche Probleme frühzeitig erkennen.

Produktions- und Logistikeinrichtungen sollten immer auf dem neuesten Stand sein. Das liegt nicht nur im Interesse des Unternehmers, sondern auch des Arbeitnehmers. Arbeitsschutz und Betriebssicherheit zu gewährleisten, bedeutet dann, die Produktionsbedingungen den ständig steigenden Anforderungen anzupassen, beispielsweise, wenn neue Anlagen montiert werden und die vorhandenen Böden diesen Belastungen nicht gewachsen sind.

Bodensenkungen, Ursache von Sicherheitsrisiken
Wenn sich an der Systemgrenze zwischen Baugrund und Fundamenten mit der Zeit Veränderungen einstellen, die zu nicht vorgesehenen Spannungen in der Tragkonstruktion führen, kommt es zu Folgeschäden wie Verformungen, Rissen und Absätzen, die sich schnell zu einem Sicherheitsrisiko entwickeln können.

Absätze im Hallenboden können ein Sicherheitsrisiko sein

Bei Bauten für zum Beispiel Logistikanlagen (Lager, Umschlagsanlagen etc.) können unterschiedliche Setzungen von Fundamenten oder auf dem Erdreich aufliegende Betonplatten die allgemeine Sicherheit von Mensch und Gut, aber auch die Störungsanfälligkeit von Anlagen negativ beeinflussen. Jeder verantwortliche Betriebsleiter sollte deshalb mit seinem Planer periodisch die folgende Checkliste durchgehen und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Ursachenabklärung einleiten.

Checkliste

 

Bei der Analyse derartiger Feststellungen kann die Ursache unter Umständen im Bereich der Kräfteeinleitung in den tragenden Baugrund gefunden werden. Vor allem bei alten Betriebsgebäuden oder bei Bauten auf schwierigem Baugrund können ungleichmäßige Setzungen oder mangelhafte Bauerstellungen zu solchen Problemen führen. Sehr oft wird in solchen Fällen zur „oberflächlichen Kosmetik“ gegriffen, d.h. es werden Bodenbeschichtungen erneuert, Absätze zwischen Betonbodenplatten oberflächlich vermörtelt oder entsprechende Höhenverstellungen an Anlagen angebracht. Die Mängel werden dadurch meist nur kurzfristig behoben und die angestrebte dauerhafte Betriebssicherheit wird nicht erreicht.
In der Regel treten die relevanten Bauschäden an älteren Gebäuden auf. Ein entsprechender Handlungsbedarf ist aber auch dann gegeben, wenn eine neue Nutzung ansteht oder die Betriebssicherheit von Bauten und bestehenden Anlagen in Frage gestellt wird. Erfahrungsgemäß werden oft alte Gebäude für den Logistikbetrieb umgerüstet und zum Teil mit Geräten und Anlagen versehen, die bezüglich Bodengenauigkeit und Bodentragfähigkeit erhöhte Anforderungen verlangen. Wenn dann neue lokale Zusatzbelastungen auf den Untergrund einwirken, kann es schnell zu Setzungen kommen.

Staplerverkehr birgt die Gefahr einer lokalen Zusatzbelastung

Was ist richtigerweise zu tun, wenn die Probleme im Untergrund, d.h. unter den Betonböden oder den Fundamenten, liegen? Wie saniert man derartige Bauten und Baugründe auf nachhaltige Weise? Wie erreicht man eine erhöhte Tragfähigkeit des Bodens oder der Fundamente, ohne dass längere Betriebsunterbrechungen oder Nutzungsausfälle drohen?

Sanierung von Baugrundschwächen
Nach dem Verdacht auf die Schwachstelle „Baugrund“ ist eine möglichst präzise Ursachenanalyse durchzuführen. Dazu sollte eine historische Erkundung aus den Bauakten erfolgen, mögliche Veränderungen im Wasserhaushalt sowie Auswirkungen aus Erschütterungen, Unterspülungen, Geländebewegungen oder Zusatzlasten in Betracht gezogen werden. Der Zusammenhang zwischen möglicher Ursache im Baugrund und dem Schadensbild sollte plausibel sein. Wenn diese Kausalität – in der Regel unter Hinzuziehung von Geologen und Bauingenieuren – wahrscheinlich erscheint, bedarf es an Maßnahmen zur Baugrundverstärkung. Die bauwerksverträglichste Methode ist hierbei die tiefgründige Baugrundverstärkung und die Auffüllung von Hohlräumen unter gleichzeitiger Anhebung der abgesenkten Bauteile und Betonbodenplatten.
Eine Möglichkeit, die ursprüngliche Tragfähigkeit des Baugrunds wieder herzustellen und abgesackte Konstruktionen anzuheben, ist die Injektion von Expansionsharzen in den tragenden Untergrund. Unter den Methoden zur Baugrundverstärkung ist dies die minimalinvasivste Methode mit dem höchsten Grad an Flexibilität.

Autor: Dipl.-Ing. (FH) Jens Gnauck, Technischer Berater bei Uretek Deutschland GmbH


 

Kostenloser Check vor Ort bei Baugrundproblemen

Die Uretek Deutschland GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Baugrund zu verstärken und abgesackte Betonböden, Fundamente und Gebäudeteile mit speziellen Expansionsharzen wieder anzuheben. Die Expansionsharze sind eigens für verschiedene Anwendungsbereiche entwickelt worden, sodass sie den jeweiligen Anforderungen und Beanspruchungen gerecht werden. Ein bundesweites Beratungsteam aus Ingenieuren und Geologen steht kostenlos und unverbindlich in Sachen Baugrundverstärkung und Betonbodenanhebung zur Verfügung.

 

 

Text/Foto: Uretek Deutschland GmbH

 

 

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