Bild: Freuen sich über die Inbetriebnahme des neuen Importlagers in Kerkrade (v. l. n. r.): Projektleiter Marco Schepers, Senior Director Supply Chain Operations bei der Berner Group, Wout Van Stokrom, Vice President der Region West, und der für die Prozessabläufe verantwortliche Supply Chain Director Paul Dols

Die Berner Group treibt ihre Investitionspläne trotz Corona voran. Zur Umsetzung wichtiger Bausteine im Rahmen der gruppenweiten europäischen Logistikoffensive nimmt der Großhändler erneut mehrere Millionen Euro in die Hand.

Vor Kurzem wurde in Braunau am Inn/Österreich der symbolische Spatenstich für die Errichtung eines vollautomatischen Hochregallagers gesetzt, das bis Ende des Jahres fertiggestellt sein soll. Bereits am Ziel ist man beim zweiten laufenden Großprojekt: Im niederländischen Kerkrade geht jetzt ein europäisches Importlager in Betrieb.
Das neue Waren-Drehkreuz in den Niederlanden ist Teil des erst vor einigen Monaten eröffneten Hauptquartiers der Region West, das die Benelux-Staaten bedient. „Wir haben den Standort so ausgerichtet, damit möglichst viele unserer Kunden davon profitieren, denn in den Ballungsräumen wollen wir bestellte Produkte innerhalb eines Arbeitstages an den Kunden ausliefern“, so Robert Kühl, der als Chief Supply Chain Officer für den Logistikbereich bei der Berner Group zuständig ist. „Neben einer modernen Infrastruktur verfügen wir in Kerkrade mit einer Gesamtnutzfläche von rund 25.000 Quadratmeter über ausreichend Kapazitäten, um das Importlager zu integrieren.“ Diesem falle künftig eine strategisch wichtige Funktion für das in 23 europäischen Ländern agierende Großhandelsunternehmen zu. So diene der Gebäudekomplex mit seinen fast 18.000 Palettenstellplätzen als Vorratslager, in dem ein zentraler Bestand für die Gesellschaften von Norwegen bis Portugal aufbewahrt wird.
Warenlieferungen aus der EU gehören ebenso dazu wie die meisten der aus Asien stammenden Produkte für Kfz- und Bauprofis. Operativ bedeutet das: Alle Ländergesellschaften der Kernmarke Berner aber auch des Bauhandwerk-Spezialisten BTI werden über den Standort Kerkrade z. B. mit Materialien wie Schrauben und anderen DIN-/Norm-Teilen, Handschuhen oder Werkzeugen versorgt.

Zusätzliche Umsatz- und Wachstumschancen
Für die europäischen Vertriebsregionen der Berner Group hat das Großprojekt den Vorteil, dass sie ihre lokalen Warenbestände jetzt passgenauer auf die Kundschaft ausrichten können. Das entlastet die jeweiligen Logistikzentren – und lässt freien Nutzraum entstehen. Kleinere Ländergesellschaften erhalten außerdem einen verbesserten Zugang zum Vollsortiment vieler Lieferanten. „Durch die Reduzierung der Empfangsstellen sind wir sowohl für bestehende als auch für neue Lieferanten noch attraktiver“, betont Kühl. „Vor allem für die Beschaffung von Zubehör aus Asien ist das ein ganz entscheidendes Argument.“
Im Zuge ihrer europäischen Logistikoffensive hat die Berner Group in den vergangenen zwei Jahren bereits fast 60 Millionen Euro investiert. Neben Kerkrade wurde die Lagerlogistik auch am Stammsitz in Künzelsau (Berner Deutschland), bei der Caramba Chemie in Duisburg sowie beim Ingelfinger Traditionsunternehmen BTI Befestigungstechnik modernisiert.


Text/Foto: Berner Group

 

 

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