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Automatisiertes Verpacken: Die zehn am häufigsten gestellten Fragen

Automatisiertes Verpacken: Die zehn am häufigsten gestellten Fragen

Packaging by Quadient, seit 2014 Hersteller von automatisierten 3D-Verpackungslösungen, beantwortet die wichtigsten Fragen, die E-Commerce-Versender immer wieder im Zusammenhang mit der Herstellung passgenauer Pakete stellen.

Hintergrund der internen Auswertung: Laut Statistiken bekommt jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr 24 Pakete geliefert – Tendenz steigend. „Aber immer mehr umweltbewusste Verbraucher ärgern sich über die Lieferungen – weil die Pakete überdimensioniert sind und jede Menge Füllmaterial enthalten”, betont Claus Weigel, Senior International Sales Manager für die DACH-Region bei Packaging by Quadient. Der Spezialist für Verpackungslösungen hat auf die Wünsche der Verbraucher bereits vor Jahren reagiert und die automatisierten 3D-Verpackunganlagen CVP Impack und CVP Everest entwickelt, die bis zu 1.100 maßgeschneiderte Pakete pro Stunde produzieren. Die wichtigsten Fragen der Paketversender lauten:

  1. Was kostet eine Anlage zur Produktion maßgeschneiderter Pakete?
    Eine andere Frage ist relevanter: Lohnt sich so eine Investition? Im Durchschnitt liegt der Return on Invest (ROI) laut den Experten von Packaging by Quadient zwischen 24 und 36 Monaten. Es gibt aber auch Firmen, bei denen sich der Anlagenkauf schon nach einem Jahr rentiert hat. Die genaue Amortisationszeit berechnet sich aus einer Mischung aus geringeren Transportkosten wegen der maßgeschneiderten Kartons, weniger Verbrauch von Endloswellpappe und gesunkenen Personalkosten. Eine automatische Verpackungsmaschine arbeitet etwa 20 Mal schneller als manuelle Verpackungsstationen.

  2. Ab wie vielen Paketen kann man vom manuellen auf automatisches Verpacken wechseln?
    Viele Unternehmen glauben, dass sie Tausende von Paketen pro Tag versenden müssen, um einen interessanten ROI zu erzielen. Das ist aber nicht der Fall. Ab etwa 800 Paketen pro Tag ergibt sich laut den Erfahrungen von Quadient bereits ein guter Business Case. Aber die Zahl der pro Tag versendeten Pakete ist nicht der einzige Grund, warum Firmen in eine automatisierte Verpackungslösung investieren. Das Gros will sich für künftiges Wachstum und schwankende Nachfragen rüsten sowie nachhaltig verpacken.
  3. Können mehrere Aufträge gleichzeitig verpackt werden?
    Ja, bei den Anlagen von Packaging by Quadient ist das möglich. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Artikel in ein Paket müssen oder ob die Form der Waren rund, quadratisch oder achteckig ist. Ob Kopfhörer, Staubsauger oder acht Schuhkartons: Die 3D-Scan-Technologie sorgt dafür, dass sich der Versandkarton wie eine zweite Haut um eine Bestellung legt.
  4. Ist es schwierig, eine Anlage zu bedienen?
    Nein. Quadient verfügt über jahrzehntelange Erfahrung als Maschinenlieferant für die Postbearbeitungsindustrie. Dieses Wissen ist in den Bau von automatisierten Verpackungsmaschinen für den E-Commerce eingeflossen. Entwickler arbeiten aktuell an der sechsten Generation der CVP Impack: Es wird eine in puncto Ergonomie zertifizierte Maschine, die sehr intuitiv bedient werden kann.
  5. Wie lange dauert die Installation einer Lösung?
    Die Installationszeit vor Ort beträgt etwa fünf Tage. Vor der Auslieferung wird die Maschine im Produktionswerk im niederländischen Drachten geprüft und getestet. Erst nach der Freigabe wird sie transportiert. Wenn sie beim Kunden angekommen ist, wird sie binnen fünf Tagen montiert. Um die volle Leistungsfähigkeit der Anlagen zu erreichen, müssen die logistischen Gewerke vor und hinter der Anlage optimal abgestimmt sein – etwa die Fördertechnik.
  6. Was ist die beste Verpackungsstrategie für E-Commerce-Versender – 1D manuell (eindimensional), 3D manuell (dreidimensional) oder 3D automatisiert (dreidimensional)?
    Die 1D-Katagorie bedeutet, dass nur die Höhe des Kartons eingestellt werden kann, nicht aber die Länge, die Breite oder das Material. Wenn das Ziel lautet, nur den Arbeitsaufwand, nicht aber das Paketvolumen oder das Verpackungsmaterial zu reduzieren, ist das eine gute Lösung. In der Kategorie 3D manuell können Länge, Breite und Höhe des Versandkartons eingestellt werden. Der manuelle Arbeitsaufwand bleibt jedoch ähnlich hoch wie bei einem typischen manuellen Auftragsverpackungsprozess. Kategorie 3D automatisiert sind die automatisierten 3D-Verpackungslösungen. Sie eignen sich gut für Lagerhäuser und Distributionszentren mit hohem Versandaufkommen.
  7. Was genau passiert in der Anlage?
    Die Aufträge, sie können einen oder mehrere Artikel umfassen, werden zuerst auf das Förderband gelegt. Dann werden die Waren mit einem Scanner vermessen und die Wellpappe auf die richtige Größe zugeschnitten und perfekt um die Bestellung herum gefaltet. Die Sendung wird dann automatisch gewogen. Zuletzt wird ein Versandlabel aufgeklebt. Der ganze Prozess dauert nur wenige Sekunden. Die CVP Everest produziert alle drei Sekunden ein neues Paket.
  8. Wie sieht es mit der Wartung aus?
    Schnelle Lieferzeiten sind untrennbar mit einem zuverlässigen Verpackungsprozess verbunden. Ein reibungslos laufender Verpackungsablauf hat daher höchste Priorität. Aber Maschinen sind nicht perfekt. Deshalb benötigen Unternehmen ein umfangreiches Service- und Wartungspaket, um den maximalen Nutzen aus einer Automatisierung ziehen zu können. Dazu gehören Fernunterstützung durch Vor-Ort-Service, vorbeugende Wartung, umfangreiche Schulungen im Betrieb und regelmäßige Software-Updates, damit die Verpackungslösung optimal läuft.
  9. Warum soll man Waren in einem Karton verpacken? Plastik ist doch billiger, oder?
    Ja, Plastik ist immer noch billiger. Aber Wellpappe ist zu 100 Prozent recycelbar und damit umweltfreundlicher. Viele wissen es nicht: Jedes Jahr werden weltweit etwa 400 Millionen Tonnen Plastik produziert, von denen schätzungsweise acht Millionen Tonnen in den Ozeanen landen. Außerdem bietet ein Karton als Verpackungsmaterial einen besseren Schutz beim Transport. Zudem ist er leichter stapelbar und erleichtert die Retoure für den Endkunden erheblich.
  10. Wie wird eine solche Verpackungsmaschine mit Aufträgen versorgt?
    Eine automatische Verpackungslösung basiert auf dem Prinzip „pick and pack”. Die Mehrheit der Unternehmen implementiert ein Fördersystem, das die Aufträge zur Maschine transportiert. Der Anlagenbediener entnimmt die Waren aus den Behältern, scannt den Packzettel und dann erledigt die Verpackungsmaschine den Rest: Der Auftrag (oder die Aufträge) werden verpackt, gewogen und mit einem Versandetikett versehen. Die Förderbänder am Ende der Anlage verteilen die Kartons auf den nächsten Schritt im Versandprozess.

 

 

Text/Foto: Packaging by Quadient

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Veröffentlicht von

Manfred Weber

Die Intralogistik fasziniert mich, weil sie ein prozessorientiertes Denken und Handeln erfordert. Als leidenschaftlicher Redakteur und Ingenieur möchte ich gemeinsam mit Ihnen die innovativsten Lösungen und Konzepte erforschen und erörtern.

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