Der Textileinzelhändler Ernsting’s family und das Unternehmen Körber, Hamburg, arbeiten seit Jahren an einer standortübergreifenden, durchgängigen Lager- und Materialflusssteuerung basierend auf SAP EWM. Die Erfahrungen bestätigen den eingeschlagenen Weg.
Ab dem Jahr 2011 implementierte der Omni-Channel-Anbieter gemeinsam mit dem Technologieanbieter an den Logistikstandorten in Coesfeld und Coswig-Klieken ein SAP-EWM-System, über das 800.000 Auslieferungspositionen pro Tag bearbeitet wurden. Seither wurden die Logistikkapazitäten an den Verteilzentren des Textileinzelhändlers kontinuierlich ausgebaut und erweitert, die Softwareumgebung ist mitgewachsen.
Herzstück der Logistik ist ein 15-gassiges automatisches Kleinteilelager mit 290.000 Stellplätzen und einer Leistung von 1.800 Kartons pro Stunde, das Körber im Jahr 2023 in Silobauweise realisierte. Darüber hinaus sind jeweils ein Hochregallager in Klieken und in Lette angebunden, nebst Kommissionier- und Nachschubarbeitsplätze. Im Kleinteilelager kommt in dieser Konstellation erstmals das SAP-Modul MFS zur Materialflusssteuerung zum Einsatz, das mit den speicherprogrammierbaren Steuerungen der Fördertechnik kommuniziert und das Routing der Kartons steuert.
Add-ons fügen sich in Unternehmensprozesse ein
Mithilfe des integrierten Moduls sind alle relevanten Daten verfügbar, sodass beispielsweise eine nahtlose Verzahnung von Nachschub und Kommissionierung in der Software abgebildet werden kann. Um die Leistung und Verfügbarkeit sicherstellen und dokumentieren zu können, implementierte Körber selbstentwickelte Tools in das SAP EWM und optimierte vorhandene Funktionalitäten für die Telegramm- und Prozessverarbeitung. Laut Frank ter Duis, IT Koordinator Logistic & Teamleiter IT Logistik, Ernsting’s family, schaffen die Körber-Add-ons und Optimierungen die Voraussetzungen dafür, „dass sich diese in unsere Unternehmensprozesse fügt, und nicht umgekehrt.“
Text/Foto: Körber






