Der Application Park auf der Hannover Messe zeigt Robotik- und Automationslösungen im Live-Betrieb
– hier ein Blick in die Messehalle 2025
Auf der Hannover Messe 2026 (20.–24. April) rückt der Application Park Robotiklösungen in den Fokus, die sich flexibel in bestehende Produktions- und Logistikumgebungen integrieren lassen. Im Mittelpunkt stehen KI-basierte Wahrnehmungssysteme, autonome mobile Manipulatoren und humanoide Ansätze. Ihr entscheidender Vorteil: Sie nutzen vorhandene Arbeitsplätze, Werkzeuge und Infrastrukturen – und ermöglichen so Automatisierung ohne aufwendige Umbauten.
Damit adressiert die Robotik zunehmend zentrale Herausforderungen der Intralogistik wie volatile Prozesse, steigende Variantenvielfalt und Fachkräftemangel. Klassische Industrieroboter bleiben zwar in hochstandardisierten Anwendungen wie der Automobil- oder Elektronikfertigung überlegen, doch neue Systeme punkten durch Anpassungsfähigkeit und schnelle Inbetriebnahme.
Ein Beispiel für leistungsfähige, zugleich flexible Automatisierung sind kompakte Scara- und Cobotsysteme, die hohe Taktzeiten mit KI-gestützter Bildverarbeitung kombinieren. Sie übernehmen präzise Pick-and-Place-Aufgaben selbst bei schwierigen Bauteilen und lassen sich ohne großen Programmieraufwand in bestehende Abläufe integrieren.
Center Stage: Impulse für Intralogistik und Automation
Besonders relevant für Logistikverantwortliche:
AI in Industry (20. April): KI als Treiber effizienter Prozesse und datenbasierter Entscheidungen
Humanoid Robots (22. April): Flexible Robotik für dynamische Lager- und Produktionsumgebungen
AI & Automation Best Practices (23. April): Praxisbeispiele für automatisierte Logistik, Qualitätssicherung und Produktionssteuerung
Startup Innovation (23. April): Neue Lösungen für resiliente Lieferketten und effiziente Materialflüsse
Ergänzend zeigen weitere Sessions, wie sich digitale Zwillinge, Simulation und neue Energiesysteme auf Produktions- und Logistikprozesse auswirken. Rund 80 Sprecher aus Industrie, Forschung und Politik geben Einblicke in Strategien und konkrete Umsetzung.
Auch mobile Robotik entwickelt sich weiter: Autonome Transport- und Manipulationslösungen decken ein breites Spektrum von Materialflüssen ab – bis hin zu Schwerlastanwendungen. Neue Flottenmanagementsysteme übernehmen die zentrale Steuerung und Optimierung kompletter Roboterflotten und vereinfachen so den Betrieb im Lager und in der Produktion.
Parallel gewinnt Software weiter an Bedeutung. Digitale Zwillinge, Simulation und virtuelle Inbetriebnahme verkürzen die Implementierungszeiten erheblich. Bewegungsabläufe und KI-Algorithmen lassen sich vorab in virtuellen Umgebungen testen und optimieren, ohne die laufende Produktion zu unterbrechen.
Ergänzend eröffnet die additive Fertigung neue Spielräume für die Robotik. Individuell angepasste Greifer und Vorrichtungen lassen sich schneller und ressourceneffizient herstellen, was die Flexibilität automatisierter Prozesse zusätzlich erhöht.
Der Application Park zeigt damit deutlich: Die nächste Generation der Robotik ist weniger auf maximale Leistungsdaten ausgelegt, sondern auf Anpassungsfähigkeit, einfache Integration und wirtschaftlichen Betrieb – entscheidende Faktoren für die Intralogistik der Zukunft.
Text/Foto: Winfried Bauer/Deutsche Messe, Rainer Jensen






