Der Folienhersteller Südpack reagiert auf die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Pharmaverpackungen. In Erolzheim entsteht eine neue Produktionsstätte für das recyclingfähige Blisterkonzept Pharmaguard.
Am 25. November fiel der Startschuss für das Bauprojekt am Logistikzentrum in Erolzheim. Die Inbetriebnahme der neuen Produktionsflächen für Pharmaguard sowie der Anlagen zur Regranulierung von Kunststoffabfällen ist für das dritte Quartal 2027 geplant. Das Blisterkonzept von Südpack Medica besteht aus PP-basiertem Monomaterial und gilt als nachhaltige Alternative zu herkömmlichen, nicht recyclingfähigen Verpackungslösungen für Arzneimittel.
Zum Spatenstich versammelten sich zahlreiche Ehrengäste, darunter Bürgermeister Jochen Ackermann sowie die Inhaber und Geschäftsführer der Südpack-Unternehmensgruppe. Die Veranstaltung markiert einen wichtigen Schritt in der Unternehmensentwicklung des 1964 gegründeten Familienbetriebs.
Reinraumproduktion und neue Arbeitsplätze
In der ersten Ausbaustufe entsteht in einer bestehenden Halle ein ISO-7-zertifizierter Reinraum für die GMP-konforme Produktion. Eine neue Extrusions- und Rollenschneidanlage wird dort installiert. Ein komplett neuer Gebäudeanbau beherbergt die Technik und die Regranulierung der Produktionsreststoffe. Für den Betrieb der neuen Anlagen werden rund 50 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.
Die Geschäftsführer Johannes Remmele und Carolin Grimbacher sehen den Kapazitätsausbau als wichtiges Signal an den Markt. Sie betonen, dass das recyclingfähige Monomaterial im Vergleich zu Verbundmaterialien aus Aluminium und PET eine reduzierte Klimawirkung aufweise.
Text/Foto: Südpack






