Eine neue Zertifizierung nach ISO/IEC 27001:2022 unterstreicht die Bedeutung der Informationssicherheit in der Kontraktlogistik. Müller – Die lila Logistik reagiert damit auf eine Bedrohungslage, die sich für Lieferketten zunehmend verschärft.
Die Müller – Die lila Logistik SE ist nach dem Standard ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert worden. Die Norm gilt weltweit als maßgeblicher Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme und legt fest, wie Organisationen Daten, Systeme und Prozesse schützen, Risiken steuern und Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich weiterentwickeln können. Die Zertifizierung stärkt die Cybersicherheit in den eigenen Strukturen des Unternehmens und schafft verlässliche Standards für die Zusammenarbeit mit Kunden.
Als mittelständisches Logistikunternehmen mit Sitz in Besigheim beschäftigt Müller – Die lila Logistik über 2.400 Mitarbeiter an 24 Standorten und ist in der Kontraktlogistik breit aufgestellt. In der Verlagslogistik gehört das Unternehmen zu den größten Anbietern Deutschlands. Der Dienstleister fokussiert sich auf anspruchsvolle B2B- und B2C-Prozesse mit klarem Schwerpunkt auf technischer Integration und operativer Verlässlichkeit.
Bedrohungslage in der Logistik verschärft sich
Cyberangriffe auf Lieferketten gehören zu den größten Risiken der Branche. Logistikunternehmen arbeiten mit zahlreichen Schnittstellen, vielen Partnern und hochvernetzten Systemen. Das steigert die Effizienz, erhöht jedoch auch die Angriffsfläche. Hinzu kommt, dass Cyberkriminelle zunehmend generative KI nutzen, um neue Schadsoftware-Infrastrukturen aufzubauen.
Laut einer aktuellen Sophos-Umfrage berichten 40 Prozent der Logistikbetriebe von Ausfällen oder Schwachstellen in der Lieferkette. 81 Prozent der befragten Unternehmen nennen menschliche Fehler als wesentliche Ursache; drei Viertel sehen zugleich deutliche Defizite bei ihren eigenen Abwehrfähigkeiten. Für Auftraggeber gewinnt das Thema damit weiter an Bedeutung, denn sie wollen sich darauf verlassen können, dass ihr Logistikdienstleister IT- und Datensicherheit verbindlich gewährleistet.
ISO-Standard schafft Struktur und Transparenz
Die ISO/IEC 27001:2022 hilft, diese Risiken strukturiert zu managen. Sie schafft einen verbindlichen Rahmen, um sensible Informationen zu schützen und Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die seit 2022 geltende Fassung strukturiert den Maßnahmenkatalog neu und setzt zusätzliche Schwerpunkte bei Cloud-Sicherheit, Datenmaskierung, Monitoring und Cybersecurity. So lassen sich sensible Informationen zu Sendungsverläufen, Kundendaten und Prozessen in der Lieferkette gezielt schützen. Ein strukturiertes Sicherheitsmanagement trägt zudem dazu bei, Betriebsunterbrechungen und Compliance-Risiken zu reduzieren.
In der Logistik sind bislang vergleichsweise wenige Betriebe nach dem ISO-Standard zertifiziert. Dabei berichten zertifizierte Unternehmen von 40 Prozent weniger Betriebsausfällen, höherer Compliance und stabileren Abläufen. Für Kunden bedeutet dies klar definierte Sicherheitsstandards, mehr Transparenz und professionell abgesicherte Prozesse.
Sichere Lösungen werden konsequent ausgebaut
Bei Müller – Die lila Logistik gehört ein hohes Maß an Sicherheit zur professionellen Umsetzung moderner Logistiklösungen dazu. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Technologien, Digitalisierung und Automatisierung, um Prozesse wirksam zu steuern und Kunden verlässliche Leistungen zu bieten. Die Zertifizierung macht diesen Anspruch nun auch nach außen sichtbar und steht für sichere Strukturen, belastbare Prozesse und Lösungen, die sich in der Praxis bewähren.
Text/Foto: Müller – Die lila Logistik






