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KV-Buchungsportal nimmt Pilotbetrieb auf

KV-Buchungsportal nimmt Pilotbetrieb auf

Vor kurzem ist das Buchungs- und Vermittlungsportal Modility an den Start gegangen. Unter modility.com können Operateure des Kombinierten Verkehrs (KV) Transportkapazitäten vermarkten und Spediteure diese finden und buchen.

Mit Modility können Nutzer über einen offenen Marktplatz freie Transportkapazitäten von KV-Operateuren finden, planen und direkt online buchen. „Es geht um eine gesamteuropäische, neutrale Lösung“, so Ralf-Charley Schultze, Präsident des europäischen KV-Branchenverbands UIRR. „Die Corona-Krise zeigt uns, dass die Dynamik im Kombinierten Verkehr zunimmt und der Bedarf für kurzfristige und flexible Transportbuchungen steigt, nicht zuletzt auch im Vor- und Nachlauf auf der Straße.“
Mit dem einfachen Zugang zu intermodalen Transporten soll Modility zum notwendigen Modal Shift beitragen und den KV stärken. Daher wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des Förderprogramms „Zukunft Schienengüterverkehr“ unterstützt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Wir wollen mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene bringen. Mit dem Bundesprogramm ‚Zukunft Schienengüterverkehr‘ unterstützen wir Unternehmen, die in Digitalisierung, Automatisierung und moderne Fahrzeugtechnik investieren wollen. Unser Programm ist Türöffner für neue Leistungen, neue Kunden und neue Märkte. Ein wirksamer Innovations- und Investitions-Beschleuniger für die umweltfreundliche Schienen-Logistik.“

Eine Lösung vom Markt für den Markt

Initiator des Projekts ist die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), die Modility im Juli 2020 als Corporate Spin-off ausgegründet und gemeinsam mit zwölf Entwicklungspartnern aus der Transport- und Logistikbranche entwickelt hat. „Modility wurde vom Markt für den Markt entwickelt“, betont Lars Neumann, Director Logistics, Strategy and Business Development der HHLA. „Die beteiligten Unternehmen bilden einen Querschnitt der KV-Akteure ab, sodass die vielschichtigen Bedürfnisse und Herausforderungen des Markts von Beginn an berücksichtigt wurden.“

Neue Potenziale für Operateure und Spediteure

KV-Operateure erschließen durch Modility einen zusätzlichen Online-Vertriebskanal, über den sie ihre Relationen und Restkapazitäten zu tagesaktuellen Preisen vermarkten und Zugauslastungen erhöhen können. „Wir waren als Entwicklungspartner der ersten Stunde von Anfang an dabei und freuen uns, dass wir mit Modility ein digitales Schaufenster schaffen, über das wir unseren Kunden einen weiteren Zugang zum KV bieten können. Darüber hinaus ermöglicht uns das Tool, auch neue Kundensegmente zu erreichen”, so Dirk Baerbock, Head of Multimodal Solutions Europe bei Hellmann Worldwide Logistics. Bereits nach wenigen Klicks seien die angebotenen Relationen für Nutzer sicht- und buchbar. Dabei habe der Operateur über ein Dashboard jederzeit die volle Kontrolle über Preise, Kapazitäten und Buchungen.
Spediteure können mit Modility KV-Verbindungen finden, tagesaktuelle Angebote nach individuellen Bedürfnissen erhalten und die richtige Transportoption buchen. Mit dem einfachen Zugang zu Transportalternativen erhalten sie somit die Möglichkeit, flexibel auf schwankende Ladungsmengen und kurzfristige Anfragen zu reagieren. Die Buchungsabwicklung findet über eine intuitive Benutzeroberfläche nach dem Vorbild bewährter Buchungsportale aus dem B2C-Bereich statt. Die Systemvorteile intermodaler Transporte werden so auch für Unternehmen ohne KV-Erfahrung zugänglich.
Künftig sollen auch Transportunternehmer Vor- und Nachläufe direkt über Modility anbieten können und damit zusätzliche Transportoptionen auf der ersten und letzten Meile schaffen.

Modility wird gemeinsam weiterentwickelt

Die Nutzung von Modility ist kostenlos, Gebühren fallen nur für erfolgreich vermittelte Transporte an. Während des Pilotbetriebs wird die Lösung gemeinsam mit Marktakteuren bedarfsgerecht weiterentwickelt.

Text/Foto: HHLA_Thies Raetzke

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Veröffentlicht von

Winfried Bauer

Die Innovationen der Intralogistikbranche aufzuspüren und ihnen eine Plattform zu geben, ist für mich auch nach 25 Jahren in der Redaktion die Triebfeder der täglichen Arbeit.

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