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König Neurath nimmt autonomes Hochregallager in Betrieb

König Neurath nimmt autonomes Hochregallager in Betrieb

Der Neubau des Lagers war eines der letzten Projekte, die Egon König initiiert und das seine Frau Gerti König mit Engagement nach seinem Tode vorangetrieben hat. Es war eine Herzensangelegenheit für ihn.

Egon König wollte seinem Unternehmen sowie den Kunden und Projektpartnern von König Neurath Bestandssicherheit gewährleisten und die Zukunftsfähigkeit des hessischen Herstellers von Büromobiliar und Raumsystemen sichern.
„Im Neubau mit seinen zwölf Metern Höhe, einer Länge von 130 Metern und einer Breite von 20 Metern können etwa 5.000 Paletten gelagert werden. Wir sind stolz, dass wir diese Kapazitäten jetzt nach nur einem Jahr Bauzeit nutzen können,“ so David Schuch, der das Projekt vom ersten Planungsschritt im Jahr 2017 an bis zur Fertigstellung betreut hat. „Außergewöhnlich ist nicht nur die beeindruckende Größe des Gebäudes, sondern vor allem auch die Technik, die hier zum Einsatz kommt.“
„Das Gesamtkonzept wurde anhand eines digitalen Zwillings entwickelt und umgesetzt. Der digitale Zwilling wird auch weiterhin genutzt um die IST-Prozesse zu analysieren und das System weiter zu entwickeln“, ergänzt Dirk Fischer, Vorstand Produktion, Technik, Einkauf.

„Das Zusammenspiel zwischen mehreren autonom fahrenden Systemen und der Datentechnik ist beeindruckend,“ sagt Schuch. Was er damit meint, wird deutlich, wenn man die vollautomatisierten Vorgänge live erlebt: Es geht erstaunlich ruhig und geordnet zu, wenn die autonom fahrenden Hochhubwagen und Schmalgangstapler zum Leben erwachen. Tagsüber gehen die autonomen Fahrzeuge auf genau berechneten Strecken wie von Geisterhand bewegt ihrer Arbeit nach und sortieren alle Waren, die in Gitterboxen oder auf Europalette das Ladetor erreichen und per Förderband in die Halle gelangen, in die Hochregale ein. Nachts wird dann ausgelagert, was man am nächsten Tag benötigt. „Das System kann mit vier selbstfahrenden Fahrzeugen 35 Ein- und Auslagerungen pro Stunde vornehmen, das sind 280 pro Schicht,“ so der Produktionsvorstand Fischer.
Zur strategischen Bedeutung des Neubaus äußert sich der Vorstandsvorsitzende Hartmut Hagemann: Die Zukunft der Möbelherstellung sei geprägt von einer zunehmenden Individualisierung. „Wir fertigen immer häufiger immer flexiblere Möbel und Raumlösungen auf Kundenwunsch an. Daher brauchen wir standardisierte und digitalisierte Lösungen für einfache Prozesse wie Ein- und Auslagerungen. Für Beratung, Projektplanung und alle komplexeren Aufgaben in der Produktion sind Köpfchen, Handarbeit und damit ein Team von Spezialistinnen und Spezialisten nötig. Dafür sind unsere Mitarbeitenden da, in deren Qualifizierung und Weiterbildung wir konsequent investieren.“

 

Text/Foto: König Neurath

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Veröffentlicht von

Manfred Weber

Die Intralogistik fasziniert mich, weil sie ein prozessorientiertes Denken und Handeln erfordert. Als leidenschaftlicher Redakteur und Ingenieur möchte ich gemeinsam mit Ihnen die innovativsten Lösungen und Konzepte erforschen und erörtern.

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