Jungheinrich hat die Geschäftszahlen für das Jahr 2021 vorgelegt. Trotz Coronapandemie und angespannter Lieferketten verbucht der Konzern bei Auftragseingang, Umsatz und Gewinn Rekordergebnisse.

 

Jungheinrich blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr in seiner Unternehmensgeschichte zurück. Trotz fortbestehender Einschränkungen der Wirtschaftstätigkeiten und anhaltender Herausforderungen in den Lieferketten durch die Coronapandemie stiegen Auftragseingang und Umsatz des Jungheinrich Konzerns im Jahr 2021 stärker als zunächst prognostiziert. „Wir sind mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2021 sehr zufrieden“, sagt Dr. Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG.
Die bereits im Jahresverlauf angehobenen Zielkorridore für Auftragseingang und Umsatz wurden angesichts der anhaltenden sehr guten Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Jungheinrich übertroffen. Der Auftragseingang erreichte mit 4,87 Mrd. Euro einen Rekordwert. Auch der Konzernumsatz verzeichnete mit 4,24 Mrd. Euro einen historischen Spitzenwert. Das EBIT verbesserte sich sehr deutlich und übertraf mit 360 Mio. Euro den Vorjahreswert um 142 Mio. Euro, was einer Steigerung von 65 Prozent entspricht. Auch die EBIT-Rendite übertraf den Vorjahreswert und erhöhte sich auf 8,5 Prozent. Das EBT lag bei 349 Mio. Euro. Die EBT-Rendite betrug 8,2 Prozent. „Wir sind in das Geschäftsjahr 2021 mit dem Anspruch gestartet, auch in der Pandemie profitabel zu wachsen und nachhaltig Werte zu schaffen. Das ist uns gelungen“, sagt Dr. Brzoska.

Stabilität trotz Krisen

Ebenso wie im Vorjahr hatte die Coronapandemie auch 2021 erhebliche Auswirkungen auf die weltweiten Lieferketten. Aus diesem Grund waren weiterhin große Anstrengungen nötig, um die Materialversorgung von Jungheinrich zu sichern. Durch gezieltes und erfolgreiches Supply-Chain-Management ist es dem Unternehmen jedoch gelungen, Produktionsstillstände in seinen Werken weitgehend zu verhindern. Aufgrund erfolgreicher Effizienzmaßnahmen und geeigneter preislicher Anpassungen konnten zudem Kostensteigerungen kompensiert werden. Vor diesem Hintergrund schlägt der Vorstand der Jungheinrich AG der Hauptversammlung am 10. Mai 2022 vor, eine Dividende in Höhe von 0,66 Euro je Stammaktie und 0,68 Euro je Vorzugsaktie auszuschütten. Das entspricht einer Erhöhung um 61 Prozent beziehungsweise 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Dividende steigt damit auf ihre historische Bestmarke.
Seit Februar 2022 haben sich die gesamtwirtschaftlichen Risiken massiv verschärft. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wirkt sich erkennbar nicht nur auf das Geschäft mit den betroffenen Ländern selbst aus, sondern vergrößert die Unsicherheiten für die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Europa und darüber hinaus erheblich. Trotzdem geht der Vorstand der Jungheinrich AG grundsätzlich von einer guten Marktnachfrage und damit von einem weiteren profitablen Wachstum des Konzerns aus, wie das Unternehmen bereits im Rahmen einer Ad-hoc-Meldung mitteilte. Für den Auftragseingang rechnet der Vorstand aktuell mit einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Für den Konzernumsatz 2022 wird bei anhaltenden Engpässen in den Lieferketten ein leicht über dem Vorjahr liegender Wert erwartet. Das EBIT und das EBT dürften jeweils einen Wert erreichen, der deutlich unter dem Vorjahreswert liegt. Die Renditen für EBIT und EBT dürften im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich niedriger ausfallen.
Hinsichtlich der Materialkostenentwicklung geht das Unternehmen – ausgehend von dem bereits sehr hohen Niveau – von weiteren merklichen Steigerungen im Jahresverlauf 2022 aus. In der Prognose wurden weitere negative Effekte des Krieges, die nicht abschließend abschätzbar sind, noch nicht berücksichtigt. „Eine genaue Einschätzung, wie sich der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland auf unser Geschäft auswirken werden, ist aufgrund der sich schnell ändernden Umstände derzeit nicht zu treffen. Wir arbeiten intensiv daran, mögliche Auswirkungen auf aktueller Basis einzuschätzen und Pläne sowohl für die nahe als auch die mittel- bis langfristige Zukunft zu entwickeln“, erklärt Dr. Brzoska.

Die Zukunft im Blick

Mit dem Ziel, nachhaltig Werte für alle Stakeholder zu schaffen, setzt Jungheinrich seine Unternehmensstrategie 2025+ weiter konsequent um. Im Jahr 2022 ist dafür ein Ausbau der personellen Kapazitäten geplant, vor allem in den strategischen Handlungsfeldern Automatisierung, Digitalisierung, Energiesysteme, Effizienz, Global Footprint und Nachhaltigkeit. 2021 hat Jungheinrich die Zielgrößen der Strategie überprüft und angepasst. Demnach soll der Konzernumsatz bis zum Jahr 2025 organisch auf 5,5 Mrd. Euro wachsen und die Ziel-EBIT-Rendite in einem Korridor zwischen 8 und 10 Prozent liegen. Außerhalb Europas wird ein Umsatzanteil von 20 Prozent angestrebt.

 

 

 

Text/Foto: Jungheinrich

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