CM Labs Simulations, Anbieter von simulationsbasierten Schulungslösungen unter anderem für mobile Arbeitsmaschinen der Intralogistik und Hafenlogistik, gibt den offiziellen Eintritt in den deutschen Markt bekannt. Damit setzt das Unternehmen mit Hauptsitz in Kanada einen weiteren Schritt seiner europäischen Wachstumsstrategie um.
Im Mittelpunkt der Expansion steht das Intellia Workforce Training System. Das System erfüllt alle fünf technischen Kriterien, die im DGUV-Bericht FBHL-019 für den Einsatz von Simulationssystemen zur Bedienerqualifizierung definiert sind. Deutschland zählt zu den wenigen Märkten weltweit, in denen solche Schulungen – etwa für Krane – behördlich anerkannt sind. Der im September 2021 veröffentlichte DGUV-Bericht erlaubt den Einsatz solcher Simulationen, sofern das System eine definierte Reihe technischer Anforderungen erfüllt.
DGUV-Kriterien im Detail
Der DGUV-Bericht FBHL-019 schreibt vor, dass Simulationssysteme zur Bedienerqualifizierung eine realistische Bedienung der Geräte, realistische Szenarien zur Festigung sicherer Arbeitsgewohnheiten sowie Problemlösungsübungen zur Entwicklung eines fundierten Urteilsvermögens bieten müssen. Konkret muss das System eine realistische Anzeige mit visuellem Feedback liefern, beispielsweise über Mehrfach-Monitore mit Tracking oder eine gebogene Wand mit Tracking. Ergänzend ist ein akustisches Feedback erforderlich, das übliche Signale wie Motorgeräusche, Alarme und andere Umgebungsgeräusche nachbildet.
Hinzu kommen ein realistisches Bewegungssystem mit fünf oder mehr Freiheitsgraden sowie die originalgetreue Nachbildung eines typischen Arbeitsplatzes, um den Bedienern einen aussagekräftigen betrieblichen Kontext zu bieten. Das fünfte Kriterium beschreibt ein hochwertiges Simulationsmodell, das das Fahrzeugverhalten in Echtzeit, Lenkung, Vibrationen, das Materialverhalten sowie Umgebungsszenarien wie Tag-Nacht-Wechsel, Wind und Niederschlag nachbildet. David Junca, Vice President EMEA bei CM Labs Simulations, erklärt, dass die Bediener mobiler Maschinen in der DACH-Region sehr sicherheitsbewusst seien und der deutsche Ausbildungsrahmen offen für simulationsbasierte Lösungen sei, sofern diese strenge Standards erfüllten. Da das Intellia-System die fünf Kriterien des DGUV-Berichts erfülle, erwarte sein Unternehmen eine starke Marktdynamik.
Komplettes Schulungssystem statt einzelner Simulator
Das Intellia Workforce Training System basiert auf der proprietären Plattform Vortex Studio von CM Labs, einer durch umfassende Tests validierten Simulations-Engine. Die patentierte Technologie bildet das Maschinenverhalten authentisch nach und stellt damit einen nahtlosen Kompetenztransfer vom Simulator auf die reale Anlage sicher. Das System integriert hochauflösende Simulatoren, strukturierte Lehrpläne, Schulungsmanagement-Software und Expertendienstleistungen in ein vernetztes Schulungsökosystem.
Anwender können ein einziges System für verschiedene Gerätetypen und Standorte einsetzen und dabei den Fortschritt der Bediener, Leistungsdaten sowie die Zertifizierungsbereitschaft über eine einheitliche Ausbilder-Oberfläche verwalten. Weltweit hat CM Labs bereits mehr als 2.000 Trainingssysteme in über 50 Ländern installiert.
Lokale Expertise mit europäischer Reichweite
Die Aktivitäten von CM Labs auf dem deutschen Markt leitet Alexandra Herrmann. Sie bringt einen technischen Hintergrund und Branchenkenntnis in den Bereichen Bauwesen, Krane und Hebezeuge, Vermietung mobiler Arbeitsmaschinen sowie Quarry & Mining mit. Unterstützt wird sie von David Junca, der mit Sitz in Paris die europäische Strategie von CM Labs vorantreibt. Gemeinsam bieten die beiden in der DACH-Region direkten Zugang zur Intellia-Produktpalette und zum globalen Netzwerk der Simulationsspezialisten von CM Labs.
Text/Foto: CM Labs






