Ein automatisches Kartonagen-Lager in einem L-förmigen Bestandsgebäude erweitert die Logistik des spanischen Sportartikelherstellers Joma. Realisiert wird die Anlage von HWArobotics auf Basis von 4-Wege-Shuttles.
Mehr als 440.000 Aufträge pro Jahr, über acht Millionen Artikel im Lagerbestand und Lieferungen in 140 Länder innerhalb von 48 Stunden – diese Zahlen prägen die Logistik des spanischen Sportartikelherstellers Joma, der zugleich offizieller Ausrüster des TSV 1860 München ist. Nach drei bereits umgesetzten Projekten erteilte Joma im Rahmen seiner langfristigen Automatisierungsstrategie HWArobotics, mit Hauptsitz in Singapur und Europazentrale in Feldkirchen bei Graz, einen weiteren Auftrag.
Im Mittelpunkt steht die Errichtung eines automatischen Kartonagen-Lagers in einem Bestandsgebäude. Trotz der komplexen baulichen Voraussetzungen durch den L-förmigen Baukörper erreicht die Lösung eine hohe Raumeffizienz und kompakte Lagerdichte. Möglich wird das durch den Einsatz von 4-Wege-Shuttles des Typs SLS 600.
Lagertechnik mit hoher Flächenausnutzung
Die 4-Wege-Shuttle-Lösung mit Roaming, Gassenwechsel und zentralen Liften reduziert bei ungünstigen baulichen Verhältnissen die ungenutzte Fläche auf ein Minimum. Da die Fahrzeuge auch rechtwinklig angeordnete Regalplätze bedienen, sind keine zusätzlichen Geräte erforderlich. Damit lässt sich auch der rechtwinklige Bereich der Halle als Lagerfläche erschließen.
Auf einer Grundfläche von rund 1.600 m² und bei einer Höhe von 14 m finden künftig etwa 72.500 Kartonagen Platz. Damit erweitert der Sportartikelhersteller die Kapazitäten am bestehenden Standort, ohne zusätzliche Gebäudeflächen erschließen zu müssen.
Umsetzung mit Systemintegrator vor Ort
HWArobotics realisiert die Anlage gemeinsam mit einem Systemintegrator vor Ort – entsprechend dem etablierten Geschäftsmodell des Unternehmens. Nach eigenen Angaben verfügt der Anbieter über mehr als 20 Jahre Erfahrung und hat weltweit über 15.000 Shuttles implementiert. In Europa setzt HWArobotics auf Partnerschaften mit regionalen Systemintegratoren sowie auf die Kombination aus globaler Technologiekompetenz, CE-zertifizierten Komponenten und lokaler Präsenz. Dadurch lassen sich auch komplexe Projekte zügig umsetzen. Joma nimmt die neue Anlage voraussichtlich bereits in zwölf Monaten in Betrieb.
Text/Foto: HWArobotics






