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Weniger Schnittstellen in der Wellpappenlogistik

Hörmann vereint Turnkey-Angebot

13.04.2026
von Redaktion F+H

Hochregallager, Fördertechnik und WMS aus einer Hand: Hörmann Intralogistics und Van den Bos Corrugated Machinery bündeln ihr Angebot für Wellpappenwerke. Ziel ist es, den Abstimmungsaufwand in Automatisierungsprojekten zu verringern. Erste Projekte befinden sich bei Dunapack Packaging Straßwalchen und Wellpappe Alzenau in der Umsetzung.

Bei Automatisierungsprojekten in der Wellpappenindustrie sind häufig mehrere Lieferanten beteiligt – etwa für Lagertechnik, Förderanlagen und Software. Hörmann Intralogistics will diesen Integrationsaufwand gemeinsam mit Van den Bos Corrugated Machinery reduzieren und bietet dafür ein integriertes Turnkey-Angebot an. Während Hörmann die Intralogistik mit Hochregallager, Fördertechnik und Warehouse-Management-System verantwortet, steuert Van den Bos seine Expertise in der wellpappenspezifischen Maschinentechnik bei.

Das Angebot umfasst Hochregallager, Fördertechnik und das Warehouse-Management-System HiLIS. Nach Angaben des Unternehmens soll die Lösung die Anbindung der verschiedenen Gewerke vereinfachen und Materialflüsse in Wellpappenwerken zentral steuern.

Visualisierung der Hochregallösung bei Alzenau mit Modulfördertechnik


Erste Projekte in Österreich und Deutschland

Zu den ersten Projekten zählt ein automatisches Formatwarenlager bei Dunapack Packaging Straßwalchen. Dort realisiert Hörmann Intralogistics als Generalunternehmer ein zweigassiges Hochregallager. Das Unternehmen nennt Leistungswerte von 40 Ladeeinheiten pro Stunde im Wareneingang und 65 Ladeeinheiten pro Stunde im Warenausgang. Das Lager soll zusätzliche Kapazität schaffen und die Abläufe zwischen Produktion und Logistik flexibler machen.

Ein weiteres Projekt entsteht bei der Wellpappe Alzenau GmbH & Co. KG. Für das neue Werk in Alzenau setzt Hörmann ein Hochregallagerkonzept mit passender Fördertechnik um. Vorgesehen sind zwei Lagerbereiche als Zwischenlager und Fertigwarenlager. Laut Unternehmen liegt die Kapazität bei 2,0 Mio. Quadratmetern für Formatbögen sowie 41.800 Netto-Lagerplätzen für Fertigware.

WMS als zentrale Softwarebasis

Die Softwarebasis der Projekte bildet das Warehouse-Management-System HiLIS, das die Prozesse von der ERP-Anbindung bis zur SPS-Ebene abbilden und auf die Anforderungen der Wellpappenindustrie zugeschnitten sein soll.

Das Aufmacherfoto zeigt die Visualisierung des Formatwarenlagers bei Dunapack mit Förderanbindung.

Text/Fotos: Hörmann Intralogistics

 

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