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ILS Kitchen Talk vernetzt Logistikexperten

Hafen Wien diskutiert digitale Reife

18.05.2026
von Redaktion F+H

Im thinkport Vienna trafen sich Branchenvertreter zum ersten Micro-Event 2026 der Independent Logistics Society. Unter dem Leitthema „Digital Confirmation – Ohne Infrastruktur keine digitale Reife“ diskutierten zehn Expertinnen und Experten über Resilienz, Kreislaufwirtschaft, digitale Reife und die Achse Wien-Steiermark.

Die Independent Logistics Society (ILS) hat ihr erstes Micro-Event des Jahres 2026 im thinkport Vienna im Hafen Wien ausgerichtet. Der ILS Kitchen Talk versammelte rund 45 geladene Gäste sowie zehn Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Logistik. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Resilienz, Kreislaufwirtschaft und digitale Reife sowie die wirtschaftlich relevante Verbindung zwischen Wien als urbanem Logistikzentrum und der Steiermark als Schauplatz industriellen Wandels.

Durch den Nachmittag führten Kajetan Bergles, Managing Partner und Project Lead der ILS, sowie Martin Posset, Chief Innovation Officer des thinkport Vienna. Das Programm spannte den Bogen von resilienten Infrastrukturen bis zur Standortentwicklung und bildete zugleich den inhaltlichen Auftakt für das ILS Main Event 2026 in Graz.

Perspektiven aus Industrie, Handel und Infrastruktur

Am Kochtisch beleuchteten Vertreterinnen und Vertreter aus Fertigung, Vernetzungsstrukturen und Standortmanagement das Leitthema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Mit Fokus auf urbane Knotenpunkte und Warenströme diskutierten Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafens Wien, Monika Gindl-Muzik, Geschäftsführerin von WienCont, und Martin Treffer, Geschäftsführer von Herbert Temmel Logistik. Die technologische Perspektive vertraten Patrizia Langer von adesso rail sowie Andreas Miller, Principal Strategic Project Manager bei der Knapp AG, mit Impulsen zu Digitalisierung und Automatisierung.

Laurenz Hoffmann, Managing Director bei Alimentastic – House of Brands, brachte die Sicht von Handel und urbaner Versorgung ein. Die Themen Nachhaltigkeit und Standortpolitik vertraten Lukas Wessely, Geschäftsführer der Energie AG Umweltservice, und Markus Himmelbauer, Geschäftsführer von mission zero, ergänzt durch die Sparten-Obleute Christian Holzhauser von der WK Wien sowie Norbert Adler von der WK Steiermark, jeweils Sparte Transport und Verkehr.

Stimmen zur Veranstaltung

Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin, Hafen Wien

Als Hafen Wien überzeugt man durch optimale trimodale Rahmenbedingungen mit der Verknüpfung der Verkehrsträger Wasser, Straße und Schiene an einem Standort sowie durch die beiden Standbeine Logistikimmobilien und Logistikdienstleistungen. Die Resilienz des Unternehmens wird dadurch unterstrichen, dass neue Wege beschritten und alte Denkmuster konsequent verlassen werden.

Laurenz Hoffmann, Managing Director, Alimentastic – House of Brands

Im Kontext der Gesprächsrunde liegt ein wichtiger Schlüssel für unternehmerische Weiterentwicklung darin, offener für neue Lösungen im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, neuer Rohstoffe sowie zukunftsorientierter Verwertungsmodelle zu sein. Als Unternehmen liegt es auch in der Verantwortung, dieses Bewusstsein mit den Produkten und der Außenwirkung in der Gesellschaft zu verankern.

Kajetan Bergles, Managing Partner und Project Lead, Independent Logistics Society

Der Nachmittag hat erneut verdeutlicht, dass Logistik jeden Teilbereich des Alltags durchdringt – und dass digitale Reife ohne belastbare Infrastruktur nicht zu erreichen ist.

Philipp Maier, CEO und Owner, Brainsworld

Was hier entsteht, geht weit über klassische Netzwerk-Formate hinaus. Infrastruktur, Industrie, Handel, Energie und Technologie entwickeln gemeinsam Lösungen, die im Alltag funktionierten und diesen spürbar verbessern.

Birgit Edlinger, Managing Partner Strategy, Independent Logistics Society

Ziel ist eine Vernetzung jenseits der üblichen Kreise, weil Resilienz nur im Zusammenspiel entsteht. Wer die Infrastruktur von heute versteht, gestaltet die digitale Reife von morgen. Wien ist dafür der ideale Auftakt als urbaner Knoten und Graz der Ort, an dem die Themen im industriellen Kontext weitergeführt werden.

Brücke zwischen urbanem Knoten und industrieller Wertschöpfung

Die Veranstaltung förderte die Vernetzung zwischen urbanen Knotenpunkten und industriellen Wertschöpfungsräumen in Österreich. Die präsentierten Expertisen aus Industrie, Technologie, Infrastruktur und Standortpolitik bilden das inhaltliche Fundament für das ILS Main Event vom 13. bis 15. Oktober 2026 in der Helmut-List-Halle in der Smart City Graz.

Text/Fotos: ILS/Monika Fellner

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