Zum zweiten Mal in Folge wurde IGZ mit dem German Innovation Award in Gold ausgezeichnet. Der vom Rat für Formgebung ins Leben gerufene Preis wird für hochinnovative Produkte und Lösungen verliehen. Im Mai konnten sich die SAP-Ingenieure von IGZ die Auszeichnung für das Werkerassistenzsystem IDA2 sichern.

In der Fertigung geht der Trend in Richtung kleinerer Losgrößen und Einzelaufträge: Sowohl im Consumer-Bereich als auch in der Industrie steigen die Individualisierungsanforderungen – bis hin zur Losgröße 1. Die damit verbundene, hohe Variantenvielfalt führt dazu, dass auch die Komplexität sowie das Risiko für Montagefehler an Fertigungsarbeitsplätzen zunimmt. Denn nicht selten variieren Arbeitsanweisungen von Werkstück zu Werkstück und die Werker müssen aufmerksam bleiben, um Montagefehler zu vermeiden. Im schlimmsten Fall drohen andernfalls erhöhte Ausschussquoten, Rückläufer und damit Wettbewerbsnachteile, finanzielle Verluste oder schlechtere Lieferantenbewertungen.
Mit IDA2, das Kürzel steht für „Intelligent Digital Assistant 2“, hat IGZ eine Weltneuheit entwickelt, die Werker intuitiv und sicher durch den „verriegelten Montageprozess“ führt. Dafür wurde dem SAP-Projekthaus aus Falkenberg im Mai der German Innovation Award in „Gold“ vom Rat für Formgebung verliehen. Der Rat setzt sich für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ein und vergibt die Gold-Prämierung für Spitzenleistungen innerhalb einer Branche oder Disziplin. IGZ erhielt die höchste Auszeichnung in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Information Technologies / Industry Specific and Service Software“. Schon im Jahr 2021 hatte IGZ den German Innovation Award in Gold für den mobilen und nachrüstbaren Kommissionier-Roboter Luke2 erhalten. Konnte im Vorjahr der Preis nur remote und digital verliehen werden, so war die Freude der Gewinner bei der diesjährigen Preisverleihung vor Ort im Berliner Futurium umso größer. Dazu IGZ-Geschäftsführer, Johann Zrenner: „Wir freuen uns über das Jury-Urteil und den German Innovation Award in Gold. Mit IDA2 haben wir eine hochinnovative Technologie entwickelt, mit der Industrieunternehmen die steigenden Anforderungen an ihre Fertigungsprozesse und deren Digitalisierung noch besser meistern können. Die bahnbrechende Entwicklung eines modularen Assistenzsystems, das bereits in SAP integriert ist, hat das Potenzial den Markt nachhaltig zu verändern.“

Umfassendes Werkerassistenzsystem mit Echtzeit-Qualitätsvalidierung
Die SAP-Ingenieure der IGZ zielten bei der Entwicklung von IDA2 auf eine intelligente und selbstlernende Montageunterstützung für Werker und gleichzeitig auf eine verlässliche Fertigungsqualität. Das mehrfach patentierte Werkerassistenzsystem bildet das Herzstück von mit Gestensteuerung ausgestatteten Montage-Arbeitsplätzen. Startet der Werker den Montagevorgang, so leitet ihn das in IDA2 integrierte Kamerasystem in Verbindung mit SAP MES kontinuierlich an. Schritt für Schritt. Das System validiert alle Montage-Einzelschritte in Echtzeit und dokumentiert diese. Die Qualitätskontrolle hat damit alles im Blick: IDA2 erkennt selbst komplexe Zusammenhänge, z. B., ob alle Schrauben verbaut oder Elektrosteckverbindungen korrekt angebracht wurden. Dass Montagezustände digital in Echtzeit und in solch einer zusammenhängenden Komplexität inklusive Logistikintegration erkannt und gesteuert werden können, ist eine Weltneuheit. Korrekturen werden daher noch im Montageprozess vorgenommen. Eine intelligente Nachschubsteuerung versorgt den Werker am Arbeitsplatz automatisch mit den individuell benötigten Komponenten. Dafür werden Materialentnahme und -verbrauch automatische per Kameraerkennung validiert und verbucht. Technologisch geschieht die Steuerung und Konfiguration mithilfe von SAP MES. Das Besondere: Wie der mobile und nachrüstbare Kommissionier-Roboter Luke2 ist auch IDA2 mit seiner Kameraeinheit an bestehenden Montage-Arbeitsplätzen flexibel nachrüstbar. Damit bietet IGZ die Möglichkeit, auch langjährig etablierte Montageabläufe zu optimieren und die Weichen in Richtung einer effizienten, digitalisierten und qualitätsgesicherten Montage aller Werkstücke zu stellen.

Stellvertretend für IGZ nahmen in Berlin (v.l.n.r.) Andreas Spangler, Leiter Innovations, Florian Mäurer, Teamleiter Vision Systeme, Christian Köllner, Bereichsleiter SAP Manufacturing, und Johann Zrenner, Geschäftsführer, die Auszeichnung entgegen.

Text/Fotos: IGZ

 

 

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