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Logimat 2026 übertrifft alle Bestmarken

Fachmesse endet mit neuen Spitzenwerten

01.04.2026
von Redaktion F+H

Mit Rekorden bei Aussteller- und Besucherzahlen, Ausstellungsfläche und Internationalisierungsgrad ist die Logimat 2026 in Stuttgart zu Ende gegangen.

Die Logimat 2026, Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement, hat nach drei Messetagen in Stuttgart neue Bestmarken in allen relevanten Kennzahlen erzielt. 1.671 Aussteller aus 46 Ländern – darunter 296 Erstaussteller – präsentierten auf einer Nettoausstellungsfläche von rund 69.000 Quadratmetern ihre Neuentwicklungen für die Intralogistik. Bereits im Vorfeld hatten die Unternehmen mehr als 120 Welt- und Europapremieren angekündigt.

Mit 69.856 Fachbesuchern übertraf die diesjährige Veranstaltung die bisherige Bestmarke von 67.420 Besuchern aus dem Jahr 2024 um rund 2.400. Der Auslandsanteil unter den Ausstellern stieg auf 37 Prozent, wobei jedes fünfte internationale Unternehmen seinen Sitz in Übersee oder Asien hat. Von den Besuchern reisten 26,7 Prozent aus dem Ausland an – ein Plus von 3,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Thomas Heijnen, Vertrieb und Marketing Management, RFID Konsortium GmbH

 

 

Wir haben auf der Logimat 2026 zahlreiche Gespräche rund um die Themen RFID-Behältertracking, Materialflussoptimierung und automatische Datengenerierung geführt. Die Stimmung war insgesamt positiv: Viele Unternehmen wollen ihre Projekte noch in diesem Jahr konkret angehen

 

 

Entscheider mit konkreten Investitionsvorhaben
Den Auswertungen des Marktforschungsinstituts Wissler & Partner zufolge waren mehr als die Hälfte der Fachbesucher (56 Prozent) als Entscheider vor Ort. 35,9 Prozent kamen mit konkreten Investitionsvorhaben nach Stuttgart, und 25,3 Prozent gaben an, auf der Messe Aufträge erteilt zu haben oder dies unmittelbar danach zu tun. Zahlreiche Aussteller meldeten Vertragsabschlüsse: So schloss der norwegische Sensorhersteller Sonair, Preisträger des „Logimat Best Product“, einen Vertrag über den Ersteinsatz seines Adar-Sensors in einem autonomen Roboter ab. Wiferion vereinbarte mit Seer Robotics aus China die Lieferung induktiver Ladetechnik, und der niederländische Systemintegrator Syncore einigte sich mit dem Stuttgarter KI-Robotik-Unternehmen Sereact auf den Rollout von 100 KI-gesteuerten Robotersystemen.

Die am stärksten vertretenen Produktgruppen stammten aus den Segmenten Förder- und Lagertechnik (38,2 Prozent), Software für Simulation, Lagersysteme und Bestandsmanagement (37,1 Prozent) sowie Flurförderzeuge und Zubehör (34,8 Prozent; Mehrfachnennungen möglich). Zudem zeigten 30,2 Prozent der Aussteller Exponate im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik, 28,2 Prozent präsentierten fahrerlose Transportfahrzeuge und autonome mobile Roboter. Nach Branchen differenziert arbeiten 55,2 Prozent der Messebesucher in Industrieunternehmen und 14,2 Prozent im Groß- und Einzelhandel.

Cordula Steinhart, Marketing Managerin, Zetes GmbH

 

Zetes präsentierte auf der Logimat 2026 eine Vielzahl an Live-Demos, darunter KI-basierte Erkennung von Ladungsträgern sowie Machine-Vision-Technologie zur automatischen Erfassung von Waren im Warenein- und -ausgang. Im Bereich Print & Apply war unser Etikettiersystem MD4000 mit minimalen Installationszeiten ein Publikumsmagnet. Ergänzt wurde das Portfolio durch stationäre ImageID Gates und mobile Scan Gates, die wir ebenfalls am Stand gezeigt haben. Der zweite Messetag war der bestbesuchte

 

Humanoide Robotik und neue Messeformate
Als richtungsweisend erwies sich die frühzeitige Integration des Themas humanoide Robotik. Mehrere Aussteller zeigten erste Entwicklungen in intralogistischer Umgebung, und das Fraunhofer IML stellte eine aktuelle Studie zu diesem Thema vor. Das Rahmenprogramm wurde unter anderem um eine zweite Logimat-Arena im ICS erweitert.

Niklas Schützler, Senior Manager – Head of SAP TM, leogistics GmbH

 

Unser Auftritt auf der Logimat war für uns sehr positiv. Als Anbieter von Logistiklösungen auf SAP-Basis lag unser Fokus auf aktuellen Herausforderungen rund um die S/4HANA-Transformation sowie die Integration von Lager-, Transport- und Yardprozessen. In den Gesprächen wurde deutlich, dass Unternehmen vor der Aufgabe stehen, ihre Logistikprozesse ganzheitlich zu modernisieren und zukunftssicher auszurichten

 

 

 

Mit den Formaten Young Innovators, einem Start-up-Wettbewerb sowie dem Logimat-Karrieretag am dritten Messetag setzte die Veranstaltung zudem Impulse gegen den Fachkräftemangel. Begleitend veröffentlichten die Logimat und die Initiative „Die Wirtschaftsmacher“ die Studie „Arbeitswelt (Intra)Logistik“, deren Ergebnisse aufzeigen, wie die Intralogistikbranche in Deutschland dem Fachkräftemangel begegnen kann. Messeleiter Michael Ruchty von Euroexpo resümierte, im Markt habe sich das Bewusstsein durchgesetzt, dass in Krisenzeiten antizyklisch investiert werden solle. Das interessierte und investitionsbereite Fachpublikum habe zu einem außerordentlich positiven Gesamtergebnis geführt.

Martin Lindner, Geschäftsführer der Melkus Mechatronic GmbH

 

 

 

Die Automatisierung intralogistischer Prozesse ist ein Besuchermagnet und brachte uns auch heuer eine Rekordzahl an qualifizierten Gesprächen. Mit den ausgestellten Innovationen auf dem Fahrzeugsektor haben wir klar den Nerv der Branche getroffen

 

Oliver Brändle, Branchenmanager bei J. Schmalz, hob hervor, die Messe helfe, Investitionsentscheidungen technisch fundiert zu begleiten. Man treffe Betreiber, Integratoren und Planer, die Handhabungslösungen auf ihre Prozesse herunterbrechen. Dieser direkte Praxisbezug mache die Veranstaltung besonders wertvoll. Peter Edelmann, CEO der SSI Schäfer Group, bezeichnete die Logimat als den zentralen Treffpunkt der Intralogistik-Branche, an dem man gemeinsam nach Orientierung suche und Antworten auf Zukunftsfragen entwickle. Auch Hans-Joachim Finger, Geschäftsführer von Hubtex, sieht in der Logimat den zentralen Branchentreffpunkt, an dem sich Trends, Lösungen und Anwenderanforderungen direkt verdichteten.

Markus Asch, CEO von Interroll

Interroll ist sehr zufrieden mit der Logimat 2026. Das Interesse an unserem Stand und unseren innovativen Produkten, wie dem neuen MC-S Sorter und MCP Play, waren sehr groß. Mit unserer Strategie eines einheitlichen Ökosystems mit modularer und plattformbasierter Hardware, Software und Steuerungstechnik, lassen sich verschiedenste Technologien einfach integrieren, schnell implementieren und zuverlässig betreiben

 

 

 

Christoph Hackländer, Geschäftsführer der Haro Gruppe, betonte, die Logimat habe sich in den Bereichen Materialfluss, Intralogistik und Automatisierung als wichtigste Fachmesse für Anbieter fördertechnischer Lösungen etabliert. In seinem Messekalender habe sie eine zentrale Bedeutung. Sascha Jordan, Senior Director Strategy & Solution Portfolio bei Still, beschrieb die Logimat als eine der international wichtigsten Fachmessen der Intralogistik, auf der sich die Branche treffe und neue Trends gezeigt werden. Betsi Wumba Bisengo von Ohio Rack aus Alliance, USA, berichtete von interessanten Gesprächen über konkrete Projekte. Die Produkte des Unternehmens entsprächen dem Bedarf nach mehr Flexibilität im Lager – ein Trend, der auf der Logimat deutlich spürbar sei.

Text/Fotos: WB/Euroexpo, Ralph Hoppe, Interroll, Nicolas Maack, Melkus Mecatronic, Till Kretner

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