Der Intralogistiker Vollert unterstützte die Walzwerkerweiterung bei Constantia Teich in Österreich durch den Ausbau des bestehenden Aluminium-Coil-Hochregallagers. Neben einem 23 Meter hohen Regalbediengerät lieferte Vollert mehrere Manipulatoren und Transferwagen und sorgte für die Anbindung an die bestehende Steuerungs- und Sicherheitstechnik.
Constantia Teich steigert mit der Erweiterung des Walzwerks seine Kapazität um rund 30 Prozent auf 90.000 Tonnen Aluminiumfolie pro Jahr.
Als Teil der Constantia Flexibles Gruppe ist Constantia Teich ein führendes Unternehmen in der europäischen Industrie für flexible Verpackungen. Der Hersteller von Joghurtdeckeln nimmt eine Spitzenposition auf dem Markt für Verpackungen in der Lebensmittel-, Süßwaren- und Pharmabranche ein, zugleich werden die Konzerngesellschaften mit Aluminiumfolie als Vormaterial versorgt – gewalzt von 0,6 mm zur gewünschten Dicke von 5–160 µm.
Mit der Erweiterung des Walzwerks im Stammwerk im Pielachtal fördert Constantia Flexibles eine nachhaltigere lokale Aluminiumproduktion und stärkt zugleich die europäischen Lieferketten. Auch bei der Technik setzt die Gruppe auf aktuelle Technologien europäischer Lieferanten: Als Teil der 50-Millionen-Euro-Investition übernahmen die Intralogistik-Spezialisten von Vollert die dritte Ausbaustufe des bestehenden Hochregallagers (HRL) und erweiterten es um 50 auf 150 m.
Das HRL dient als Zwischenlager für die bis zu 13 t schweren Aluminium-Coils zwischen den Walzvorgängen und kann heiße Coils in Glühgestellen sowie Coils auf Spule aufnehmen. Möglich wird das durch eine Hybrid-Aufnahme auf dem Hubkorb. Das neue Regalbediengerät von Vollert sorgt gemeinsam mit einem Bestandsgerät für die Ein- und Auslagerung auf sieben Ebenen. Das Hochregal umfasst 450 Lagerplätze, die mit Coils sowie mit zurückgeführten Leer-Spulen belegt werden können.

Das Regalbediengerät lagert leere Spulen, Coils auf Spulen oder heiße Coils in Glühgestellen ein und aus
Vierfache Anbindung
Das erweiterte Hochregallager verfügt über mehrere Anbindungen an die Walzlinien sowie weitere Aus- und Eingänge zur Schneidelinie. Neben dem Stahlbau sowie der Steuerungs- und Sicherheitstechnik lieferte Vollert als Generalunternehmer auch zwei Transferwagen zur An- und Abdienung der Coils an die Walz- und Schneidelinien, zwei Anlagen zum Drehen und Heben sowie zwei Spulen-Manipulatoren. Nach dem abschließenden Walzen und Schneiden gehen die Coils in die weitere Verarbeitung, während die leeren Spulen wieder ins HRL zurückgeführt und von den Regalbediengeräten für die nächsten Walzvorgänge eingelagert werden.
Vom Baubeginn bis zur Inbetriebnahme benötigte das Team von Vollert für die Erweiterung des Hochregallagers rund zwölf Monate. Im Mai 2025 wurde das erweiterte Walzwerk offiziell eingeweiht. Damit kann Constantia Teich seine Kapazitäten vor allem in strategischen Wachstumsbereichen wie Kaffeekapseln, Pharma- und Lebensmittelverpackungen erhöhen. Das Werk deckt die ganze Wertschöpfungskette ab – vom Walzen über den Druck bis hin zum Endprodukt.
Text/Fotos: Vollert






