Das neue Logistikzentrum von Dachser in Unna ist in Betrieb gegangen und erweitert das europäische Landverkehrsnetz des Unternehmens. Der Standort setzt auf Nachhaltigkeit und digitale Technologien und autonome Transportfahrzeuge.
Nach dem Start des 10.800 Quadratmeter großen Lagers im November 2025 nahmen Anfang Februar das 9.400 Quadratmeter große Umschlagterminal sowie das 3.500 Quadratmeter große Bürogebäude den Betrieb auf. Mit einem Investitionsvolumen von 44 Millionen Euro zählt der neue Standort zu den größten Einzelinvestitionen im Landverkehrsnetz des Unternehmens in den vergangenen Jahren. Bereits jetzt arbeiten rund 170 Mitarbeiter für Dachser in Unna, mittelfristig soll die Zahl auf 300 anwachsen.
Alexander Tonn, COO Road Logistics bei Dachser, bezeichnet die Niederlassung in Unna als Leuchtturmprojekt. Hier kommen KI-gestützte Systeme zum Einsatz. Zudem werden für den Ausbau der Elektromobilität die notwendigen Voraussetzungen geschaffen.
Die komplette Anlage wird mit 100 Prozent Grünstrom betrieben. Eine Photovoltaikanlage mit 1.000 kWp Leistung erzeugt erneuerbare Energie direkt vor Ort. Für das Dachtragwerk kamen Holzleimbinder zum Einsatz, die Dachbegrünung fördert Biodiversität und verbessert das Mikroklima. Wärmepumpen sorgen für eine emissionsfreie Beheizung und Kühlung der Büroflächen.
Der Brownfield-Ansatz nutzt eine bereits zuvor bebaute Fläche im Industriepark und trägt zur Ressourcenschonung bei. Etwa 96 Prozent des Rückbaumaterials wurden der direkten Wiederverwendung zugeführt und größtenteils qualitätsüberwacht auf dem Baufeld wieder verwendet.
Digitale Technologien im Einsatz
Das Umschlagterminal ist mit dem Digitalen Zwilling @ILO ausgestattet. Die preisgekrönte Technologie identifiziert, lokalisiert, vermisst und erfasst Packstücke im Terminal automatisch. Das beschleunigt die Prozesse und sorgt für mehr Transparenz im Terminal. Im Lager kommen autonome Transportfahrzeuge zum Einsatz, die selbstständig navigieren und wiederkehrende Aufgaben wie das ebenerdige Ein- und Auslagern von Paletten übernehmen.
An 94 Toren können Lkw be- und entladen werden. Sendungen werden effizient im Umkreis verteilt sowie zur internationalen Weiterverteilung in das Dachser-Netzwerk eingespeist.
Text/Foto: Dachser/Helmut Bauer






