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Batteriehersteller investiert weiter

Banner stärkt Position mit Wachstum und neuer Führung

16.06.2025
von Redaktion F+H

Das Unternehmen Banner mit Stammsitz in Leonding, Österreich, schließt das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Umsatzplus und höheren Absatzzahlen ab. Neue Investitionen und ein externer Chief Executive Officer (CEO) markieren den Aufbruch in eine neue Unternehmensphase.

Trotz eines volatilen Marktumfelds im Automobilsektor mit Unsicherheiten rund um die Elektromobilität hat die Banner-Gruppe den Absatz auf 4,2 Millionen Einheiten im Geschäftsjahr 2024/25 gesteigert. Im Berichtszeitraum erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 312 Millionen Euro. Mit Investitionen von 25 Millionen Euro in den vergangenen drei Jahren, einem konstant hohen Exportanteil von 95 Prozent und 760 Beschäftigten europaweit belegt das Unternehmen seine stabile Entwicklung.

Relevanz von Blei-Säure-Technologie bestätigt
Banner unterstreicht die anhaltende Bedeutung von Blei-Säure-Batterien – sowohl im Automotive-Bereich als Starter- und Bordnetzbatterien als auch in maßgeschneiderten Energieanwendungen. In einem Markt, der sich durch zunehmende Elektrifizierung und strukturelle Veränderungen auszeichnet, behauptet sich die Technologie weiter.
Der europäische Markt für Blei-Säure-Batterien zeigt eine stabile Entwicklung bis mindestens zum Jahr 2030. Während sich die Original-Equipment-Manufacturer-(OEM)-Nachfrage aufgrund sinkender Neuwagenproduktion leicht abschwächt, wächst der Aftermarket. Gründe sind unter anderem das steigende Durchschnittsalter der Fahrzeuge sowie der anhaltende Bedarf an 12-V-Bordnetzbatterien in Elektroautos.

Töpfl: „Banner muss sich spürbar vom Wettbewerb unterscheiden – durch Qualität, Kundennähe, Geschwindigkeit und klare Entscheidungen“

 

Starker Aftermarket und stabile Nachfrage
Mehr als 90 Prozent aller Elektrofahrzeuge nutzen derzeit eine 12-V-Bordnetzbatterie auf Basis der Blei-Säure-Technologie. Ihre Wirtschaftlichkeit, Recyclingfähigkeit und Robustheit sichern ihr weiterhin eine zentrale Rolle in Bordnetzanwendungen. Damit bleibt der europäische Aftermarket ein verlässliches Fundament für Banner.
Im OEM-Segment wirken sich rückläufige Produktionszahlen negativ auf die Nachfrage aus. Gleichzeitig entstehen durch die Alterung der Fahrzeugflotte neue Chancen im Ersatzgeschäft.

Energy Solutions baut stationären Bereich aus
Die Geschäftseinheit Energy Solutions etabliert sich als starker Pfeiler innerhalb der Firmengruppe. Sie bietet individuelle Lösungen in den Bereichen Traktion, Semitraktion und stationäre Energiesysteme. Zu den Anwendungsfeldern gehören Elektrostapler und Golfcarts.
Zukünftig liegt der Fokus auf stationären Energiesystemen. Banner baut damit seine Expertise in der Energiespeicherung weiter aus und adressiert gezielt den steigenden Bedarf an sicheren, zuverlässigen Lösungen im Zuge der Energiewende.

Investitionen in Infrastruktur und Prozesse
Im Geschäftsjahr 2024/25 investierte Banner zehn Millionen Euro. Ein zentraler Baustein war der Neubau eines Werkzeugbaus am Standort Leonding, der im April nach mehr als 18 Monaten Bauzeit in Betrieb ging. Ziel ist die Optimierung interner Prozesse sowie eine Senkung externer Kosten durch Eigenfertigung.
Mit dem neuen Ausbildungszentrum setzt das Unternehmen zudem auf die Förderung des Fachkräftenachwuchses. Zehn Auszubildende – fünf in technischen und fünf in kaufmännischen Berufen – profitieren von praxisnahen Ausbildungsplätzen und einem modernen Umfeld.

Nachhaltigkeit durch geschlossene Recyclingkreisläufe
Banner setzt auf einen vollständig geschlossenen Recyclingkreislauf. Die Recyclingquote von Altbatterien liegt bei 95 bis 98 Prozent. Zusätzlich werden alle Prozesswässer intern gereinigt und den Umweltvorgaben entsprechend aufbereitet. Die Nutzung von Recyclingblei unterstützt die ressourcenschonende Fertigung.
Diese Maßnahmen unterstreichen den langfristigen Anspruch des Unternehmens, ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Effizienz zu verbinden.

Neuer CEO fokussiert Effizienz und Marktstärke
Seit dem 1. April steht erstmals in der Geschichte des Unternehmens ein externer Geschäftsführer an der Spitze: Mag. Werner Töpfl (Bild) folgt auf Andreas und Thomas Bawart. Mit dem Wechsel geht eine neue strategische Ausrichtung einher.
Töpfl kündigt an, Banner durch Qualität, Geschwindigkeit und Kundennähe vom Wettbewerb abheben zu wollen. Ziel sei es, das Unternehmen als führenden Anbieter von Energiespeicherlösungen aus Österreich zu etablieren – innovativ, profitabel und nachhaltig.

Text/Fotos: Banner

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