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70 Jahre Qualität – Die spannende Historie von HBC-radiomatic

70 Jahre Qualität – Die spannende Historie von HBC-radiomatic

Vom Sprechfunk zur Funkfernsteuerung

Vom Stahlwerk in Indien, der Forschungsstation am Südpol bis hin zur Großbaustelle in New York: Funkfernsteuerungen von HBC-radiomatic sind rund um den Globus im Einsatz. Das mittelständische Familienunternehmen mit Stammsitz in Crailsheim ist weltweit tätig, aber seinem Heimatstandort immer treu geblieben. Hier produziert man mit einer Fertigungstiefe von 90 Prozent und setzt so ein Markenzeichen: „Qualität made by HBC“.

Wer eine Funkfernsteuerung z.B. für einen Kran oder ein Hebezeug benötigt und dabei von der Funktechnik profitieren möchte, ist bei HBC-radiomatic genau richtig. Das Familienunternehmen ist heute einer der Technologieführer im Bereich industrielle Funkfernsteuerungen. Dabei begann die Erfolgsgeschichte des mittlerweile weltweit 450 Mitarbeiter zählenden Unternehmens zunächst als Zwei-Mann-Betrieb.

Vor 70 Jahren gründeten Alfred Huber und Martin Brendel in dem vom Krieg völlig zerstörten Crailsheim ein funktechnisches Labor. Zunächst firmierte man noch unter „Radiotechnisches Laboratorium Huber & Brendel“. Ab 1947 folgte dann mit dem Eintrag ins Handelsregister die offizielle Geburtsstunde der Firma unter dem Namen „Huber & Brendel Crailsheim“ (HBC), später HBC-electronic und heute HBC-radiomatic.

Ihren Pioniergeist und großen Einfallsreichtum setzten die Gründer schon bald in innovative Realität um. So präsentierte man 1950 auf der Funkausstellung in Düsseldorf das „Portafon 6“, ein erstes tragbares ziviles Sprechfunkgerät. 1953 schied Alfred Huber aus der Firma aus − seitdem ist HBC im Alleinbesitz der Familie Brendel.

Nach der Installation des ersten Fernwirkfunksystems für eine Sturmwarnanlage am Bodensee im Jahre 1963, folgte fünf Jahre später schließlich der ganz große Wurf: die erste von HBC entwickelte Kranfunkfernsteuerung war marktreif. Hierzu erinnert sich Wolfgang Brendel, der heutige Inhaber, Geschäftsführer und Sohn von Firmengründer Martin Brendel: „Zur damaligen Zeit hatte sich HBC vor allem im deutschsprachigen Raum einen sehr guten Ruf mit seinen funktechnischen Produkten, Schwerpunkt Sprechfunktechnik, erworben. Drahtlose Steuerungen für Maschinen in der industriellen Anwendung waren aber bei weitem noch nicht so verbreitet wie heute, sondern eher noch eine exotische Ausnahme.“ Doch mit Begeisterung für Technik, Mut und Enthusiasmus flankiert von technologischen Umbrüchen in der Hochfrequenz- und Mikroprozessor-Technologie, ließen sich namhafte Maschinenhersteller und Endkunden, vor allem aus der deutschen Schwerindustrie, für die Kranfunkfernsteuerungen gewinnen.

Zu den Stärken des Unternehmens zählten seit je her maßgeschneiderte Lösungen für spezielle Anwendungsbereiche, wie ein 1975 entwickeltes Funkfernsteuerungssystems für explosionsgeschützte Bereiche. Diese Lösung ist nur ein Beispiel für die Innovationen, die das Unternehmen hervorgebracht hat und auch heute noch kontinuierlich liefert: So hatte z.B. 1986 die Serie „spectrum“ Premiere, mittlerweile ein Klassiker unter den Funkfernsteuerungen und tausendfach im Einsatz. Ein weiterer Höhepunkt folgte 1991 mit der Präsentation des Handsenders „micron“.

Wie sich die Anforderungen an die Funkfernsteuerungstechnik im Laufe der Zeit änderten, lässt sich gut an den technischen Neuentwicklungen aus dem Hause HBC ablesen: Funkfernsteuerung mit Farbdisplay für Kran- und Maschinendaten oder eine flächendeckende Einführung der 2,4-GHz-Technologie hatte HBC bereits 2010 respektive 2012 im Programm.

Der Erfolg des Unternehmens war auch immer begleitet von kontinuierlichem Wachstum, vor allem auch International. So zählen heute Tochterfirmen in Frankreich, Indien, der Schweiz, Spanien, Tschechien und den USA sowie 42 autorisierte Vertriebs- und Servicepartner weltweit zum Firmenverbund. Allein in 2016 wurden 34.000 Systeme verkauft. Der Exportanteil, inkl. der Systeme, die an deutsche Kunden geliefert und von dort ins Ausland weiterverkauft werden, beträgt ca. 80 Prozent.

Großen Wert legt HBC-radiomatic auf seine Tradition und seinen Fortbestand als Familienunternehmen. So traten als dritte Generation 2013 Dr. Friederike Brendel (Tochter von Wolfgang Brendel), die für alle technischen Bereiche verantwortlich ist, und 2014 Dorothee Roels (Tochter von Wolfgang Brendel), die sich den kaufmännischen Bereichen widmet, ins Unternehmen ein.

Zum 70-jährigen Firmenjubiläum wagte das Führungsteam auch einen Blick auf die voraussichtlichen Entwicklungen im Markt. „Wir erwarten einen anhaltenden Trend zu einer stärkeren Einbindung von drahtlosen Steuerungssystemen in Betriebsabläufe“, erklärt Dr. Friederike Brendel. Optimistisch nach vorne sieht das Unternehmen hinsichtlich seiner Marktchancen. „Wir können mit Sicherheit noch weitere Märkte erschließen“, ist Dorothee Roels überzeugt. „Im Moment sehen wir außerhalb der etablierten Märkte zusätzliche Wachstumschancen in Lateinamerika und Indien, wo wir vor vier Jahren unsere jüngste Auslandsniederlassung gegründet haben.“ Diese Chance zum richtigen Zeitpunkt zu nutzen, sei eine der größten Herausforderungen, der sich das Unternehmen stellen müsse und man sei dafür gut aufgestellt.

1947

Firmengründung als „Huber & Brendel Crailsheim“ (HBC)

 

1950

Tragbares ziviles Sprechfunkgerät „Portafon 6“ entwickelt

 

1986

Premiere der Funkfernsteuerung der „spectrum“-Serie

 

2007

Eröffnung der neuen Komponenten-Fertigung in Crailsheim

 

2017

Dorothee Roels, Wolfgang Brendel, Dr. Friederike Brendel (v.l.n.r.) leiten gemeinsam das Familienunternehmen

 

Veröffentlicht von

Holger Seybold

In meiner täglichen Arbeit werde ich mit unterschiedlichen Technologien und abwechslungsreichen Herausforderungen konfrontiert. Die multimedialen Möglichkeiten sowie die Kommunikation via Social Media inspirieren dabei nicht nur meine journalistische Arbeit, sondern bieten auch dem Leser einen echten Mehrwert.

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