Mit einer Investition von 3,5 Millionen Euro entsteht am Standort Wiehl ein automatisiertes Logistikzentrum. Die Unitechnik Systems GmbH bündelt damit die logistischen Prozesse des Geschäftsbereichs Schaltanlagenbau unter einem Dach.
Die Unitechnik Systems GmbH realisiert am Hauptsitz in Wiehl ein neues Logistikzentrum, das ein bisher angemietetes Außenlager ablöst. Das Unternehmen übernimmt als Generalunternehmer Planung und Umsetzung in Eigenregie. Dazu wird die bestehende Fertigungshalle am Standort Wiehl-Bomig um 21 Meter verlängert und teilweise aufgestockt. Auf einer Grundfläche von 1.100 Quadratmetern und mit einer Höhe von rund zwölf Metern entsteht so ein Logistikzentrum, das Ende 2026 fertiggestellt werden soll.
Das Logistikzentrum stellt einen durchgängigen Materialfluss vom Wareneingang über die Lagerung und Kommissionierung bis hin zur Versorgung der Schaltanlagenbauproduktion sicher. Elektroartikel werden just in time an die Stationen der Arbeitsvorbereitung, den mechanischen Aufbau sowie die Verdrahtung bereitgestellt.
Automatisiertes Kleinteilelager als Kern
Ein eingassiges automatisches Kleinteilelager mit 5.000 Stellplätzen bei doppeltiefer Lagerung bildet das Herzstück der Anlage. Zur Zwischenlagerung individuell konfektionierter Klemmleisten wird ein Umlaufregalsystem integriert. Schaltschrankgehäuse lagern in einem manuell bedienten Palettenlager. Das Lagerverwaltungssystem Uniware steuert die Bestände, sorgt für eine zuverlässige Versorgung der Produktion und reduziert Such- und Wegezeiten.
Durch den Neubau lassen sich nicht nur interne Prozesse optimieren, sondern auch zusätzliche Angebote zur Materialbevorratung für Kunden des Geschäftsbereichs Schaltanlagenbau schaffen.
Wachstumssignal trotz schwieriger Marktlage
Die Maschinen- und Anlagenbaubranche kämpft seit Ende 2022 mit einer stagnierenden Auftragslage. Vor allem in diesem schwierigen Umfeld setzt Unitechnik mit dem Bau des Logistikzentrums ein Zeichen für Zukunftsfähigkeit und investiert bewusst in den Standort Wiehl. Dirk Schütz, Leiter Schaltanlagenbau bei Unitechnik, erklärt, das Unternehmen wolle gestärkt aus der aktuellen Phase hervorgehen und sowohl für Bestands- als auch für Neukunden ein leistungsfähiger Partner sein. Daher investiere man in zukunftsfähige Lösungen, die die Prozesse optimieren und Kapazitäten für weiteres Wachstum schaffen. Mit dem Spatenstich am 20. März 2026 begannen die Erdarbeiten und die Errichtung der Bodenplatte.
Das Foto zeigt den Spatenstich am 20. März 2026 in Wiehl (v. l. n. r.): Vladimir Musil, Architekt; Wolfgang Cieplik, Inhaber; Torsten Ley, Geschäftsführer; Dirk Panske, Projektleiter; Ulrich Stücker, Bürgermeister Wiehl; Heinz Poppek, Firmengründer; Rainer Poppek, Inhaber; Alexander Müller, Bauunternehmer
Text/Foto: Unitechnik






