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So spannend war der Staplercup 2017

So spannend war der Staplercup 2017

13.000 Zuschauer und 200 Staplerprofis auf dem Aschaffenburger Schlossplatz

Pünktlich zum Start der Deutschen Einzelmeisterschaft des Staplercup schien die Sonne strahlend von einem makellos blauen Himmel. Aus über 2.000 Teilnehmern hatten sich 63 Fahrer und eine Fahrerin für das Finale der Deutschen Meisterschaft im Staplerfahren qualifiziert. Parallel wurde am Samstag, dem dritten Wettbewerbstag, die Deutsche Meisterschaft der Staplerfahrerinnen ausgetragen, bei der die besten zwölf Frauen aus 25 Regionalmeisterschaften an den Start gingen. Auf dem Arbeitsalltag in der Betriebs- und Lagerlogistik nachempfundenen Parcours hieß es für alle Konkurrentinnen und Konkurrenten: mit dem Stapler knifflige Aufgaben in Bestzeit und vor allem unter Beachtung aller relevanten Sicherheitsvorschriften absolvieren.

 

Zwölf Damen im Kampf um Meisterschaft

Bei den Frauen erwischte Titelverteidigerin Steffi Schuster aus Faulbach einen holprigen Start, und musste um den Finaleinzug zittern. In einer überaus spannenden letzten Runde spielte sie ihre ganze Erfahrung aus und fuhr ruhig und gleichmäßig einen wohlverdienten Sieg ein. Ihre Final-Gegnerinnen Daniela Eilers aus Wertheim und die Wolfsburgerin Natalie Gaus mussten beide den Einsturz ihrer Kistenstapel überstehen, schließlich konnte Eilers den Kampf um die Silbermedaille für sich entscheiden.

 

Jörg Klößinger holt den Titel zurück

Nachdem der Führende der Bestenliste Jörg Klößinger am Freitag mit seiner Mannschaft überraschend vorzeitig bei der International Championship ausgeschieden war, ging er im Einzelwettbewerb bedacht zu Werke und stand schließlich neben Uwe Holstein aus Oberderdingen und Sebastian Schenkelberg aus Ebernhahn im Finale. Auch bei einem rasanten Kopf-An-Kopf-Rennen beim Pyramidenbau aus Kisten, Boxen und Schaumstoffelementen behielt er die Übersicht und eroberte nach dem Titelgewinn 2011 und sechs weiteren Finalteilnahmen endlich wieder das oberste Treppchen.

 

Live-Konzert mit Michael Patrick Kelly

Schon seit dem Morgen wurden die besten Plätze rund um die Arena nicht nur von StaplerCup-Fans belagert – aus ganz Deutschland, aus Polen, den Niederlanden und der Schweiz waren zahlreich Musik-Fans angereist. Sie warteten schon seit dem Morgen auf Michael Patrick Kelly und seinen 90-minütigen Live-Auftritt. Der ehemalige Teeniestar und Mitglied der Kelly-Family ist heute als Solo-Rockmusiker unterwegs und begeisterte die Menge nach der bewegenden Siegerehrung mit Songs seines aktuellen Albums „iD“, aber auch mit alten Kelly-Family-Songs und einem Best of „Sing meinen Song“, dem Tauschkonzert bei VOX.

 

Lorenz Snack World siegt bei Firmen-Team-Meisterschaft

Bereits am Donnerstag und Freitag traten zuvor fünfzehn Teams, bestehend jeweils aus einem Logistiker und drei Staplerfahrern, in ausgetüftelten Parcours gegeneinander an, um den Titel „Bestes Firmen-Team“ zu erobern. Am Start waren neben Titelverteidiger SMP Deutschland aus Neustadt/Donau namhafte Unternehmensmannschaften von DB Schenker (Kassel), Continental (Gifhorn), Liebherr (Bad Schussenried) oder Mercedes Benz Supply Chain (Sindelfingen). Mit RosLogistics (Moskau), BMW Brilliance (Peking) und Aceites Abril (Ourense) gingen auch drei Firmen-Teams aus dem Ausland an den Start.

Nur durch fein abgestimmte Zusammenarbeit auf verschiedenen Staplermodellen kann hier eine Meisterleistung entstehen. Erstmalig in der Geschichte der Firmen-Team-Meisterschaft standen in der Mannschaft von Lorenz Snack World aus Hankensbüttel mit Natalie Gaus und Gabriele Schulz zwei Frauen am Start – die mit großer Ruhe und Umsicht einen Durchmarsch bis ins Finale hinlegten.

In der Runde der letzten drei lag Titelverteidiger SMP lange vorn, gefolgt von Liebherr – bis der Turm der Bad Schussenrieder plötzlich krachend in sich zusammen fiel. Erst auf den letzten Zentimetern schoben sich das Team von Lorenz Snack World still und konzentriert an die Spitze und konnten Turm und Gabel als erste in die geforderten Positionen platzieren.

 

Italien gewinnt die International Championship 2017

Intralogistic at its best – so lautet auch die Devise bei der International Championship. Hier bestehen die Teams aus den jeweils drei besten Staplerfahrern des Landes, ermittelt in nationalen StaplerCups oder ähnlichen Wettbewerben. 19 Nationen konkurrierten 2017 zum 11. Mal um den internationalen Titel: Belgien, Bulgarien, China, Deutschland, Estland, Italien, Lettland, Litauen, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Slowenien, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn und die USA.

Titelverteidiger Deutschland leistete sich einen veritablen Fehlstart – gleich in der ersten Vorrunde fiel der Kistenstapel von der Gabel, so dass zum ersten Mal in der Geschichte der International Championship Deutschland nicht ins Finale einziehen durfte. Hier standen sich stattdessen – jeweils zum ersten Mal – Ungarn, Bulgarien und Italien gegenüber. Die letzte Runde entschieden Massimo Sinuello, Gabriele Battaglia und Renzo Coran aus Italien souverän und fehlerfrei für sich.

Alle Ergebnisse sowie Bildergalerien und Videos auf www.staplercup.com

 

Quelle: Staplercup

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Veröffentlicht von

Redaktion F+H

Digitalisierung und Industrie 4.0 verändern auch die Logistikbranche disruptiv – damit stehen Logistikunternehmen vor einer zukunftsbestimmenden Herausforderung. Die f+h bietet ihren Lesern den notwendigen Überblick, Durchblick und Weitblick, diese neuen Anforderungen erfolgreich umzusetzen. Systemorientiertes Denken und vernetztes Handeln entlang der Wertschöpfungskette sind die Erfolgsfaktoren der Zukunft: Die Redaktion f+h stellt bei der Präsentation von Produkten den Kontext zum jeweils übergeordneten System her und bewertet den Effizienzbeitrag für die jeweilige Supply Chain.

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