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Sieger des Ifoy Award 2019

Sieger des Ifoy Award 2019

Nach einem monatelangen Auswahl- und Testprocedere wurden sie in der Wiener Hofburg bekannt gegeben: die Sieger des International Intralogistics and Forklift Truck of the Year-Award, kurz Ifoy Award.

Vertreter der Intralogistikanbieter Cargometer, Jungheinrich, Proglove, The Raymond Corporation, Still und Unicarriers Europe durften vor mehr als 600 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien jeweils eine Trophäe in Empfang nehmen. Die 29 Juroren hatten für den siebten Durchlauf des weltweiten Intralogistikwettbewerbs 15 Lösungen und Geräte in sechs Kategorien nominiert und nach einem dreiteiligen Audit über die Sieger abgestimmt. Das Ergebnis blieb aber bis zur Ifoy Award Night geheim.

Traditionell war der Jubel der Sieger riesig, als die sechs Laudatoren das gut gehütete Geheimnis um die Gewinner im Großen Festsaal der Wiener Hofburg lüfteten. „Sowohl in der erstmals ausgelobten Start-up-Kategorie als auch in den fünf weiteren Kategorien war die Entscheidung wieder eng. Schon das dreiteilige Audit während der Ifoy Test Days hat gezeigt, dass die Nominierten in puncto Innovationsgrad und Kundennutzen ihren Wettbewerbern auf dem Markt zum Teil um Längen voraus sind“, betonte Anita Würmser, geschäftsführende Vorsitzende der Ifoy Jury.


Die Ergebnisse im Detail

In der Kategorie Intralogistics Software holte, sehr zur Freude der lokalen Gäste, ein Wiener Unternehmen die Trophäe. Die Cargometer GmbH wurde für ihr On-the-fly Freight Dimensioning ausgezeichnet. Unter dem englischen Namen brachten die Österreicher ein Tool für die Frachtvermessung am fahrenden Flurförderzeug auf den Markt. Die 3D-Objektvermessung geschieht über Kameras, die auf den Hallentoren installiert werden. Die Software bietet selbst gut organisierten Firmen die Möglichkeit, ihren Ertrag durch korrekte Tarifermittlungen für die Fracht zu steigern.

On-the-fly Freight Dimensioning, Cargometer

Für das innovativste Geräte in der Kategorie Warehouse Truck ist ein deutscher Hersteller ausgezeichnet worden: die Jungheinrich AG. Die Hamburger bekamen eine Trophäe für den Schubmaststapler ETV 216i überreicht. Das Lagertechnikgerät ist der weltweit erste Schubmaststapler mit vollständig integrierter Lithium-Ionen-Batterie und markiert den Beginn einer neuen Generation von Schubmaststaplern. Er überzeugte die Jury nicht nur mit seiner Performance, sondern auch mit dem Design. Weil die herkömmliche Blei-Säure-Batterie durch einen kleineren Lithium-Ionen-Energiespeicher ersetzt wurde, ergaben sich für die Entwickler neue Designmöglichkeiten.

ETV 216i, Jungheinrich

Erstmals für das Ifoy Finale nominiert war der US-amerikanische Flurförderzeugspezialist The Raymond Corporation. Das Tochterunternehmen von Toyota holte sich auf Anhieb mit dem Raymond Virtual Reality Simulator eine Trophäe in der Kategorie Special of the Year. Mithilfe einer Virtual-Reality-Brille können Staplerfahrer an einem realen Raymond-Gerät ausgebildet und getestet werden. Die Lösung überzeugte nicht nur mit einer realistischen Darstellung der Arbeitsumgebung, sondern auch mit der Datengenerierung zur individuellen Trainingsanpassung der Staplerfahrer.

Virtual Reality Simulator, The Raymond Corporation

In der Kategorie AGV & Intralogistics Robot holte sich die Still GmbH einen Ifoy Award ab. Das Hamburger Unternehmen wurde für seinen Routenzug mit einem LTX50-Schlepper und automatischer Be- und Entladung ausgezeichnet. Belohnt wurde vor allem die Idee zur Kombination von automatisiertem Fahren und automatisierter Lastübergabe. Die kostengünstige und leicht skalierbare Lösung wurde einfach umgesetzt, bringt dem Anwender aber einen großen Nutzen – z. B. in der Produktionsversorgung.

LiftRunner mit LTX 50, Still

Für den innovativsten Gegengewichtstapler in der Kategorie Counter Balanced Truck wurde der Flurförderzeuganbieter Unicarriers Europe AB ausgezeichnet. Der Hersteller ging mit dem TX 3 3-wheel mit einer Tragfähigkeit von 1,6 Tonnen ins Rennen. Das Fahrzeug aus der neuen TX 3- Reihe punktet sowohl mit einem geringen Energieverbrauch als auch mit einer guten Rundumsicht, einer komfortablen vollelektrischen Lenkung und zahlreichen Verbesserungen in Sachen Ergonomie. Die wichtigste Innovation: eine freischwingende, ergonomische Armlehne, die wahlweise mit einem aus dem Schubmaststaplersegment bekannten Mini-Lenkrad oder einem normalen Lenkrad erhältlich ist.

TX3 3-wheel counterbalance truck, UniCarriers Europe

Den Ifoy Award in der erstmals durchgeführten Kategorie Startup of the Year holte sich eine Münchner Firma: Proglove (Workaround GmbH). Das Jungunternehmen wurde für seinen gleichnamigen intelligenten Handschuh zum Scannen von Barcodes und 2D-Codes ausgezeichnet. Es überzeugte durch die Entwicklung eines leistungsfähigen Scanners in der Größe einer Streichholzschachtel, der einfach auf einen Handschuh geklickt werden kann. Dadurch hat der Anwender stets beide Hände zur Arbeit frei.

ProGlove, ProGlove

Der Ifoy Award hat sich als Indiz für Wirtschaftlichkeit und Innovation etabliert und gilt aufgrund seiner fachlichen Expertise als maßgeblicher Innovationspreis in der Intralogistik. Basis der Entscheidung ist das dreistufige Audit. Die Geräte und Lösungen durchlaufen individuell abgestimmte Fahr- oder Funktionstests, darunter das ca. 80 Kriterien umfassende Ifoy-Testprotokoll sowie den wissenschaftlichen Ifoy Innovation Check. Außerdem reisen Juroren und deren Berater-Teams aus der Wirtschaft an, um die Finalisten selbst zu begutachten, bevor sie ihr Votum abgeben. Entscheidend ist, dass die Nominierten nicht miteinander verglichen werden, sondern mit ihren Wettbewerbsgeräten am Markt.

Träger des Ifoy Award, der unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie steht, ist der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik im VDMA. Ifoy-Partner ist die Hannover Messe. Palettenpartner des Ifoy Award ist Chep, Weltmarkführer im Pooling von Paletten und Behältern. Technologiepartner ist der Batterieladespezialist Fronius.

 

 

Text/Foto: Ifoy Award

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Veröffentlicht von

Manfred Weber

Die Intralogistik fasziniert mich, weil sie ein prozessorientiertes Denken und Handeln erfordert. Als leidenschaftlicher Redakteur und Ingenieur möchte ich gemeinsam mit Ihnen die innovativsten Lösungen und Konzepte erforschen und erörtern.

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