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Rekordumsatz am Frankfurter Logistikmarkt

Rekordumsatz am Frankfurter Logistikmarkt

BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Marktzahlen für 2016

Der Markt für Logistik- und Lagerflächen hat in Frankfurt mit 599.000 m² einen neuen Rekordumsatz verbucht. Damit wurde das Vorjahresergebnis um gut 29 % übertroffen. Wie außergewöhnlich das Resultat ist, wird dadurch unterstrichen, dass auch der zehnjährige Durchschnitt um fast 48 % überboten wurde. Im bundesweiten Vergleich platziert sich Frankfurt damit knapp hinter Hamburg auf Platz zwei. Dies ergibt der Logistikmarkt-Report, den BNP Paribas Real Estate Mitte Februar veröffentlichen wird.

Quelle: Fotolia / yukipon00

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Südliches Umland im Fokus

„Verantwortlich für die positive Entwicklung ist eine breite Nachfrage in allen Marktsegmenten, die sich auch in einer deutlich gestiegenen Anzahl der Abschlüsse widerspiegelt. Vor allem das südliche Umland von Frankfurt in Richtung Rhein-Neckar-Gebiet stand im Fokus der Nutzer“, betont Christopher Raabe, Head of Industrial Letting der BNP Paribas Real Estate GmbH. Den mit Abstand größten Abschluss war die Großanmietung von Action in Biblis (83.000 m²), gefolgt vom Eigennutzerabschluss des Logistikers TST in Gernsheim (35.000 m²).

E-Commerce sorgt für Nachfrage

Wie im Vorjahr haben sich auch 2016 Logistikdienstleister an die Spitze der Branchengruppen gesetzt. Mit gut 41 % fällt ihr Anteil allerdings etwas geringer aus als im letzten Jahr und auch als im langjährigen Durchschnitt. Fast 36 % tragen Handelsunternehmen zum Ergebnis bei, die ihren Beitrag deutlich steigern konnten. Vor allem der weiter wachsende E-Commerce sorgt für eine starke Nachfrage, die sich zunehmend auch auf citynahe Standorte richtet, um die Lieferzeiten weiter zu verkürzen. Vervollständigt wird das Führungstrio von Produktionsunternehmen, die auf 18 % kommen und damit in etwa ein im langjährigen Schnitt übliches Niveau erreichen. Auf alle übrigen Branchengruppen entfallen darüber hinaus weitere knapp 4 % des Gesamtumsatzes, wobei hier eine relativ breite Streuung zu verzeichnen ist, in der sich keine bestimmte Nutzergruppe hervortut.

Großabschlüsse tragen rund ein Drittel bei

In etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen Großabschlüsse über 20.000 m², auf die gut 29 % des Ergebnisses entfielen. Im langjährigen Vergleich ist dies allerdings ein leicht unterdurchschnittlicher Wert. Hier zeigt sich, dass der Rekordumsatz von einer breiten Nachfrage in allen Größenklassen getragen wurde. Den zweithöchsten Beitrag leisteten Abschlüsse zwischen 5.000 und 8.000 m² mit 19,5 %. Die beiden mittelgroßen Kategorien im Bereich von 8.000 bis 20.000 m² kommen jeweils auf knapp 16 % und konnten ihren Anteil im Vorjahresvergleich etwas steigern. Aber auch in den beiden kleinsten Klassen war eine sehr rege Nachfrage zu beobachten.

Neubauanteil weiterhin hoch

Der Trend eines überproportional hohen Neubauanteils, der sich auf gut 57 % beläuft, hat sich auch 2016 fortgesetzt. Neben dem zu geringen Angebot an Bestandsflächen sind hierfür auch die kontinuierlich wachsenden Anforderungen der Nutzer verantwortlich, die häufig nur noch in modernen Flächen dargestellt werden können. Eigennutzerabschlüsse sind für knapp ein Drittel (30,5 %) des Umsatzes verantwortlich und tragen damit etwas weniger bei als in den Vorjahren. Bei den Mieten konnten keine größeren Veränderungen registriert werden. Mit 6,30 €/m² liegt die Spitzenmiete weiterhin auf einem im bundesweiten Vergleich hohen Niveau, und auch die Durchschnittsmiete bleibt mit 4,80 €/m² unverändert.

Rahmenbedingungen bleiben erfreulich

„Das stabile Umfeld mit leichten Aufwärtstendenzen auch in Europa spricht für eine positive Konjunkturentwicklung und einen leicht steigenden Warenverkehr. Da sich auch beim privaten Konsum ein weiterhin hohes Niveau abzeichnet, bleiben die Rahmenbedingungen erfreulich. Vor diesem Hintergrund erscheint auch 2017 ein Flächenumsatz deutlich über dem langjährigen Durchschnitt realistisch. Dies gilt umso mehr, da Trends wie Same Day Delivery im Onlinehandel zu weiteren Nachfrageimpulsen führen dürften. Ob allerdings wieder ein Ergebnis in Nähe des Rekordumsatzes erzielt werden kann, hängt von einigen Großabschlüssen sowie einem insgesamt ausreichenden Angebot ab“, so Christopher Raabe.  [Ende]

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Veröffentlicht von

Redaktion F+H

Digitalisierung und Industrie 4.0 verändern auch die Logistikbranche disruptiv – damit stehen Logistikunternehmen vor einer zukunftsbestimmenden Herausforderung. Die f+h bietet ihren Lesern den notwendigen Überblick, Durchblick und Weitblick, diese neuen Anforderungen erfolgreich umzusetzen. Systemorientiertes Denken und vernetztes Handeln entlang der Wertschöpfungskette sind die Erfolgsfaktoren der Zukunft: Die Redaktion f+h stellt bei der Präsentation von Produkten den Kontext zum jeweils übergeordneten System her und bewertet den Effizienzbeitrag für die jeweilige Supply Chain.

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