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Neuer Rekordumsatz der Logistikmärkte

Neuer Rekordumsatz der Logistikmärkte

BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Marktdaten Deutschland 2016

Der seit Längerem zu beobachtende Aufwärtstrend auf den Logistikmärkten hat sich auch 2016 fortgesetzt. Mit einem bundesweiten Flächenumsatz von knapp 6,85 Mio. m² wurde ein neuer Rekord aufgestellt und die Bestmarke von 2015 noch einmal um gut 14 % gesteigert. Dies ergibt der Logistikmarkt-Report 2017, den BNP Paribas Real Estate Mitte Februar veröffentlichen wird.

Quelle: Fotolia / yukipon00

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Höhenflug der Logistikmärkte hält an

„Noch bemerkenswerter ist aber, dass der zehnjährige Durchschnitt sogar um mehr als 41 % überboten wurde“, sagt Christopher Raabe, Head of Industrial Letting der BNP Paribas Real Estate GmbH. „Die ausgesprochen positive Entwicklung vollzog sich auf einer breiten Basis, was durch die Tatsache unterstrichen wird, dass sowohl in den großen Logistik-Hubs als auch im übrigen Bundesgebiet Zuwächse beim Flächenumsatz zu verzeichnen waren. Zu diesem außergewöhnlichen Ergebnis umfangreich beigetragen haben, wie auch im letzten Jahr, Eigennutzer, die mit einem Anteil von 43 % ihren Vorjahreswert sogar noch leicht übertreffen konnten.“

Handelsunternehmen führen

Die Liste der Branchengruppen wird klar von Handelsunternehmen angeführt, die fast 38 % zum Ergebnis beitragen und rund zehn Prozentpunkte zulegen konnten. Mitverantwortlich hierfür ist in erster Linie die anhaltende Dynamik des Onlinehandels, die nicht nur den Flächenumsatz belebt, sondern aufgrund neuer Trends bei den Lieferketten auch neue Standorte in das Interesse der Nutzer rücken lässt. Auf Platz zwei folgen wie im letzten Jahr Logistikdienstleister, die einen Beitrag von knapp 29 % leisten. Vervollständigt wird das Führungstrio von Produktionsunternehmen, die 2015 aufgrund einiger besonderer Großabschlüsse noch die Spitzenposition innehatten. 2016 belief sich ihr Umsatzanteil dagegen nur auf gut ein Viertel. Alle übrigen Branchengruppen spielten nur eine untergeordnete Rolle. 

Neubauanteil weiter steigend

Der seit Längerem zu beobachtende Trend eines wachsenden Neubauanteils hat sich 2016 fortgesetzt. Insgesamt entfallen rund 70 % des Ergebnisses auf dieses Marktsegment, das den bereits hohen Vorjahreswert (66 %) nochmals steigern konnte. Der wichtigste Grund hierfür ist, dass viele Großanmietungen aber auch Eigennutzerobjekte über Projektentwicklungen realisiert werden, die in der Regel als Built-to-suit-Lösungen maßgeschneidert für die zukünftigen Nutzer erstellt werden.  

Hamburg auf Platz 1

An den großen Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München) wurde ein Flächenumsatz von gut 2,7 Mio. m² registriert, der 7 % über dem Vorjahreswert liegt. Mit Ausnahme von Berlin (385.000 m²) und Düsseldorf (280.000 m²), die zwar beide einen Rückgang um 18 % hinnehmen mussten, trotzdem aber Umsätze über dem langjährigen Schnitt erzielten, können alle Logistik-Agglomerationen Zuwächse aufweisen. Angeführt wird die Umsatzliste wie auch 2015 von Hamburg mit 667.000 m² (+12 %), wo der größte Abschluss (64.000 m²) von Amazon in Winsen getätigt wurde. Auf Platz zwei folgt das Frankfurter Marktgebiet, wo mit 599.000 m² (+29 %) ein neuer Umsatzrekord aufgestellt wurde. Wesentlichen Anteil daran hatte eine Großanmietung von Action in Biblis über 83.000 m². Aber auch München (297.000 m², +23 %), Köln (210.000 m², +26 %) und Leipzig (270.000 m², +8 %) können deutliche Umsatzsteigerungen verbuchen.

Ruhrgebiet besonders dynamisch

Der Flächenumsatz außerhalb der Ballungsräume beläuft sich auf knapp 4,14 Mio. m². Damit wurde nicht nur der Vorjahreswert um fast 20 % übertroffen, sondern auch ein neues Allzeithoch erzielt. Vor allem in den 14 Logistik-Agglomerationen, die BNP Paribas Real Estate zusätzlich zu den Ballungsräumen der wichtigsten Städte analysiert, war eine ausgezeichnete Nachfrage zu verzeichnen. Mit knapp 2,29 Mio. m² konnten sie um 80 % zulegen. Besonders dynamisch zeigte sich das Ruhrgebiet, wo 915.000 m² erfasst wurden und sich der Umsatz fast vervierfacht hat. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt der Neubau für Metro in Marl, der mit einer Größe von rund 225.000 m² realisiert wird. Aber auch andere Logistikregionen konnten ihre Ergebnisse spürbar steigern. Hierzu gehören u. a. Erfurt (253.000 m²), Hannover/Braunschweig (237.000 m²) sowie Münster/Osnabrück (226.000 m²). Insgesamt weisen acht der beobachteten Regionen Umsätze über 100.000 m² auf.

Das Mietpreisniveau

Trotz der sehr starken Nachfrage sind die Mietpreisniveaus an den meisten Standorten stabil geblieben. Hier zeigt sich, dass eine spürbare Mieterhöhung von den Nutzern kaum zu erwirtschaften ist, sodass die Spielräume auf Eigentümerseite sehr begrenzt sind. Lediglich in Berlin (4,90 €/m²) und Leipzig (4,45 €/m²) war eine leichte Steigerung der Spitzenmiete zu beobachten. Teuerster Standort bleibt somit München mit 6,75 €/m², gefolgt von Frankfurt (6,30 €/m²) und Hamburg (5,70 €/m²). Auch in Düsseldorf (5,40 €/m²) und Köln (5 €/m²) hat sich die Top-Miete auf dem erreichten Niveau stabilisiert. Ähnlich stellt sich die Situation bei den Durchschnittsmieten dar: Auch hier können nur wenige Standorte, zu denen München, Berlin und das Ruhrgebiet gehören, geringfügige Zuwächse vorweisen.

Perspektiven

Auch wenn das Wirtschaftswachstum 2017 laut aktueller Prognosen etwas geringer ausfallen soll als im Vorjahr, deutet alles auf eine insgesamt stabile Konjunkturentwicklung hin. Berücksichtigt man weiter, dass sich die Zahl der Erwerbstätigen auf Rekordniveau bewegt und die Arbeitslosigkeit erneut gesunken ist, spricht vieles für gute Rahmenbedingungen auf den Logistikmärkten. „Vor diesem Hintergrund zeichnet sich auch für 2017 ein überdurchschnittlicher Flächenumsatz ab. Allerdings bestehen auch Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit niemand seriös voraussagen kann. Hierzu zählen eine stärker protektionistische Politik der USA oder Turbulenzen durch den Brexit. Das wahrscheinlichste Szenario ist allerdings, dass bremsende Einflüsse wenn überhaupt, dann eher in moderatem Umfang gegen Ende des Jahres spürbar werden könnten. Wir erwarten deshalb einen Flächenumsatz, der erneut deutlich über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre und voraussichtlich wieder über der 6-Mio.-m²-Marke liegen dürfte. Wesentliche Impulse werden auch 2017 durch den weiter voranschreitenden Onlinehandel zu erwarten sein“, beschreibt Christopher Raabe die weiteren Aussichten.  [Ende]

Veröffentlicht von

Holger Seybold

In meiner täglichen Arbeit werde ich mit unterschiedlichen Technologien und abwechslungsreichen Herausforderungen konfrontiert. Die multimedialen Möglichkeiten sowie die Kommunikation via Social Media inspirieren dabei nicht nur meine journalistische Arbeit, sondern bieten auch dem Leser einen echten Mehrwert.

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