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Intelligent erweitert

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Riegler erweitert Logistikzentrum um AKL und Kommissionierbühne

Um die Lagerkapazität und Kommissionierleistung zu verdoppeln modernisiert Pneumatikspezialist Riegler sein Logistikzentrum und erweitert dieses um ein AKL und eine Kommissionier- und Fördertechnikbühne. Das Projekt wurde vom Intralogistikspezialisten Klinkhammer geplant und umgesetzt.

Seit über 80 Jahren ist Riegler zuverlässiger Partner rund um die Drucklufttechnik und Pneumatik, von der Einzelkomponente bis zur passenden Baugruppe. Auf 6.500 m2 Lagerfläche sind 35.000 Produkte für 15.000 Kunden weltweit verfügbar. Mit 17 Vertretungen im In- und Ausland werden Kundennähe und Service bei Riegler großgeschrieben. „Heute bestellt, morgen Vormittag beim Kunden – auch bei großen Mengen“, dieses Versprechen ist eine der Grundlagen für den Erfolg des Unternehmens aus Bad Urach. Heute gehört Riegler zu einer der größten Anbieter von Druckluftarmaturen im deutschsprachigen Raum. Ein Erfolg, der auch in der Intralogistik neue Konzepte erforderte. „Die bestehenden Lagerkapazitäten als auch die vorhandenen logistischen Lösungen waren dem stetigen Sortimentzuwachs und den zunehmenden Anforderungen an eine effiziente Lagerlogistik nicht mehr gewachsen“, erklärt Theodor Gartner, Projektleiter bei Klinkhammer. Eleftherios Kalaitzoglou, Logistikleiter bei Riegler bestätigt „Bei 10 Prozent Sortimentswachstum pro Jahr musste entsprechend Lagerplatz und zusätzliche Kommissionierkapazität geschaffen werden. Gleichzeitig haben wir die Gelegenheit genutzt, um die Prozesse im Wareneingang und Nachschub zu optimieren. Das Fachbodenlager wird jetzt automatisch aus dem neuen AKL versorgt.“ Ein Großteil der Aufträge gehen bei Riegler zwischen 14 und 16 Uhr ein, und sollen schon am Vormittag des nächsten Tages ausgeliefert werden. Daher müssen auch die Fördertechnik und Kommissionierung schnell und zuverlässig arbeiten.

Zusätzliche Lagerkapazität

Um die Prozesse optimal den gewachsenen und zukünftigen Anforderungen anzupassen, wurde das Riegler Logistikzentrum um ein neues, automatisches Kleinteilelager im bestehenden Gebäude erweitert. Eine Arbeitsbühne für die Kommissionierung inklusive Palettenübergabeplatz in der Lagervorzone stellen problemlose Abläufe in den Bereichen Kommissionierung und Nachschub sicher. Alle bestehenden Lagerbereiche werden mit dem automatischen Kleinteilelager und der Kommissionierbühne über Fördertechnik verbunden. Die drei Kommissionierstationen sind aus Gründen der Raumoptimierung auf einer freitragenden Bühne in der AKL-Vorzone installiert. Mit der Entscheidung für ein automatisches Kleiteilelager wurde die Lagerkapazität um 90 % erhöht und damit fast verdoppelt. Auch die Leistung der Kommissionierer in der Lagervorzone des automatischen Kleinteilelagers ist im Vergleich zum Fachbodenlager mit “Pick by Voice” um 100 % gestiegen.

„Mit Klinkhammer verbindet uns eine langjährige Partnerschaft“, erläutert Jürgen Wacker, Geschäftsführer bei Riegler: „Unsere automatisierten Fördertechniken, die “Pick by Voice”-Technologie bei der Kommissionierung und auch unser Lagerverwaltungssystem stammten bereits von Klinkhammer.“ Da lag es nahe, das fränkische Unternehmen auch um Lösungsvorschläge in Bezug auf die Lagerverdichtung zu bitten. Bei der Lösungsfindung prüfte Klinkhammer unterschiedlichste Alternativen wie Liftlager, AKL und sonstige Kleinteilelagerlösungen. Der Variantenvergleich betrachtete die Vor- und Nachteile, Investitionskosten, Kapazitäts- und Leistungsgrenzen sowie den Personal- und Platzbedarf. Die Entscheidung fiel auf ein automatisches zweigassiges Kleinteilelager mit platzsparender Kommissionierbühne. „Aufgrund der begrenzten räumlichen Möglichkeiten am Firmenstandort in Bad Urach war der Rückbau von 750 Palettenstellplätzen zu Gunsten eines automatischen Kleinteilelagers mit 17.820 Behälterstellplätzen die ideale Lösung“, so Kalaitzoglou. „Im Rahmen einer zukunftsorientierten Planung wurde das neue automatische Kleinteilelager so konzipiert, dass es für einen späteren Ausbau um zusätzliche Gassen erweiterbar ist.“

Steigerung der Effizienz des Lagerbetriebs

Die Neuinstallation fügt sich problemlos in die Bestandslogistik ein, führt zu weiteren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und zur Steigerung der Effizienz des Lagerbetriebs. Bisher wurde fast ausschließlich nach dem Person-zur-Ware-Prinzip gearbeitet. Mit dem neuen automatischen Kleinteilelager kommt die Ware zum Kommissionierer und verringert die Laufwege der Mitarbeiter. Denn ein Kommissionierer im Fachbodenlager legt am Tag fünf bis neun Kilometer zurück. Die Fehlerquoten beim Kommissionieren lagen bei Riegler mit 0,5 % schon seit Jahren sehr niedrig. Mit Einsatz der neuen Logistik soll dieser Wert noch weiter zu verringert werden. Auch die Leistung der Kommissionierer an den drei, an das Kleinteilelager angeschlossenen Kommissionierstationen, hat sich verdoppelt: Eine Person schafft bis zu 650 Picks pro Schicht à acht Stunden.

Ein cleveres Detail ist die flexible Behältereinteilung: Wenn zusätzliche Lagerkapazität erforderlich ist, können die Lagerbehälter mehrfach unterteilt werden. So besteht die Möglichkeit, Kleinstteile platzsparend einzulagern. Für C-Kleinteile stehen zudem zwei Liftlager zur Verfügung. Die Lagererweiterung beinhaltet eine dynamische Behälter-Fördertechnik, die das neue automatische Kleinteilelager mit allen anderen Lagerbereichen verbindet. Der Nachschub ins Fachbodenlager erfolgt ebenfalls über die Behälter-Fördertechnik aus dem automatischen Kleinteilelager, dem manuellen Palettenlager oder direkt aus dem Wareneingang. Die Verbuchung auf den Ziellagerplatz im Fachbodenlager geschieht mithilfe von Datenfunkterminals. Die Lagerverwaltung wird über das Klinkhammer-Warehouse-Management-System mit Materialflussrechner gesteuert. Es ermöglicht transparente Prozesse und optimiert die Verwaltung und Steuerung der kompletten Intralogistik. Im Leitstand bei Riegler ist „KlinkVision“ im Einsatz, ein Softwaretool zur Anlagenvisualisierung mit Maintenance-Funktion. Alle Ladungsträger sind auf der Fördertechnik jederzeit eindeutig in der Visualisierungssoftware lokalisierbar. Die Anlage ist an den Remote Service angeschlossen und wird durch den Klinkhammer Service24 zentral überwacht und betreut.

Optimale Integration in die Bestandslogistik

Das von Klinkhammer gebaute und bereits bestehende Lager beinhaltet ein manuell betriebenes Fachbodenlager auf zwei Ebenen mit 30.000 Stellplätzen, ein manuelles Palettenlager mit 3.500 Plätzen, ein Liftlager, die Kommissionierung mit „Pick by Voice“, den Wareneingang und die Packerei. Insgesamt 700 m Behälterfördertechnik verbindet nun alle Lagerbereiche vom Wareneingang, über die Kommissionierung bis zur Packerei und den Warenausgang. Im Schnitt werden 725 Aufträge pro Tag kommissioniert. Dies entspricht rund 3.500 Artikelpositionen; 94 % der Riegler-Kunden erhalten ihr Paket innerhalb von 24 Stunden. Die Intralogistik ist damit das Herzstück des Unternehmens, zumal Riegler für viele Kunden, die keine Lagerkapazität schaffen möchten, das Außenlager bildet. Die schnelle Lieferfähigkeit und hohe Lieferqualität sind dabei ein großer Pluspunkt.

Quelle: Klinkhammer

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Veröffentlicht von

Marie-Kristin Krueger

In einer immer stärker wachsenden digitalen Welt ist es für mich als f+h Redakteurin von besonderer Bedeutung, logistische Prozesse auch multimedial aufzubereiten und abzubilden – für mich: Herausforderung und Begeisterung zugleich!

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