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InSystems Automation: Ein Spezialist für maßgeschneiderte Transportroboter

InSystems Automation: Ein Spezialist für maßgeschneiderte Transportroboter

Ein Interview mit Henry Stubert

InSystems Automation feiert in diesem Jahr 20-jähriges Firmenbestehen. Das Berliner Unternehmen ist inzwischen einer der weltweit führenden Spezialisten für maßgeschneiderte Transportroboter. Geschäftsführer Henry Stubert spricht im Interview über die Zukunft der Transportrobotik und über die Relevanz von ganzheitlichen Materialflusskonzepten für die Industrie.

Herr Stubert, ist der Hype um Transportroboter inzwischen vorbei, das Marktpotential erschöpft oder geht es jetzt erst richtig los?

Ich glaube, dass wir erst am Anfang der Entwicklung stehen. Noch vor ein paar Jahren waren es vor allem börsennotierte Unternehmen, die auf das Geschäft der Fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF) oder Transportroboter setzten. Heute sind es tausende von Unternehmen, die ihre Produktion durch intelligente Roboterlösungen effizienter gestalten wollen. Die Entwicklung erklärt sich dadurch, dass Transportrobotik ein integraler Bestandteil von Industrie 4.0 ist. Es geht darum, das richtige Material zur richtigen Maschine zur richtigen Zeit in richtiger Qualität abzuliefern. Dabei ist keine Branche ausgenommen. Überall, wo Transporte stattfinden, lässt sich über eine Automatisierung durch Transportroboter nachdenken. Die Industrie hat erkannt, dass Transporte nicht wertschöpfend sind.

Welche allgemeinen Trends am Markt zeichnen sich für die Zukunft ab?

In den letzten Jahren hat die Anzahl an Plattformherstellern für FTF im Markt deutlich zugenommen. Wir glauben allerdings nicht, dass die Plattform an sich in Zukunft entscheidend sein wird. Vielmehr wird es darum gehen, wie man im industriellen Kontext heterogene Roboterflotten von verschiedenen Anbietern zusammenbringt, die miteinander kollaborieren können.

Mehr Klasse statt Masse: Sind maßgeschneiderte Lösungen für Transportroboter der richtige Weg im Zeitalter von Logistik 4.0?

Ja. Erfahrungsgemäß gleicht keine Fabrik der anderen. Immer sind die örtlichen Gegebenheiten mit Blick auf Lasten, Übergabestationen, Fördertechnik unterschiedlich. Daher arbeiten Plattformhersteller in der Regel mit Integratoren wie uns zusammen, um die Fahrzeuge in die spezifische Fertigungsumgebung einzubinden.

Wie wichtig ist Künstliche Intelligenz (KI) für Transportroboter in Zukunft?

Verschiedene Fähigkeiten von Transportrobotern können durch KI Methoden unterstützt werden: angefangen von der Navigation bis hin zur Schwarmintelligenz. KI kann dabei helfen, Schwankungen, Unregelmäßigkeiten und besondere Situationen in Produktionsprozessen automatisch zu erkennen und darauf zu reagieren.

Sie kommen eigentlich aus der Software, stellen jetzt mit den Transportrobotern Hardware her. Könnten Sie sich vorstellen, irgendwann wieder nur Software zu entwickeln?

Ich denke schon. Das Entwickeln von kundenspezifischer Software wird immer eine zentrale Aufgabe für uns bleiben. Wir arbeiten jetzt schon mit verschiedenen etablierten Herstellern wie Omron, Stöcklin oder ASTI zusammen. Falls also ein Kunde eine andere FTF-Lösung für sich wünscht, ist dies aus unserer Sicht kein Problem und realisierbar. Das Entscheidende ist die Frage der Integration in die vorhandene Softwarestruktur und Fertigungsumgebung (z.B. Anbindung an Maschinen, Sicherheitsbetrachtungen). Hier sehen wir unser Alleinstellungsmerkmal im Markt.

 

Zur Person: Geschäftsführender Gesellschafter der InSystems Automation seit 1999. Stubert hat seine Karriere zunächst mit einer beruflichen Ausbildung zum Elektroniker begonnen. Nach Abschluss des Abiturs folgte ein Studium der Technischen Informatik an der Berliner Fachhochschule für Technik und Wirtschaft, das er als Diplom-Ingenieur beendete. Er ergänzte sein Fachwissen später in einem weiteren Studium Executive MBA in Entrepreneurial Management an der Steinbeis Hochschule Berlin und der DePaul University Chicago.

 

Quelle: InSystems Automation

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Veröffentlicht von

Manfred Weber

Die Intralogistik fasziniert mich, weil sie ein prozessorientiertes Denken und Handeln erfordert. Als leidenschaftlicher Redakteur und Ingenieur möchte ich gemeinsam mit Ihnen die innovativsten Lösungen und Konzepte erforschen und erörtern.

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