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IFOY Test: Indoor-Ortung von Jungheinrich

IFOY Test: Indoor-Ortung von Jungheinrich

Alle IFOY Testergebnisse der Indoor-Ortung von Jungheinrich

Anlässlich der IFOY Test Days 2017 wurden die Finalisten des IFOY Award auf Herz und Nieren getestet: Hier geht es zur Übersicht.

Lesen Sie hier den Testbericht und den Innovation-Check der Indoor-Ortung von Jungheinrich.


Testbericht Indoor-Ortung von Jungheinrich

Mit seiner Indoor Ortung bietet Jungheinrich Lagerverantwortlichen über eine Web-Anwendung verschiedene Analysemöglichkeiten für interne Transporte, um so die Flotte zu optimieren und die Sicherheit weiter zu erhöhen. Das Add-on-Produkt ist verfügbar für alle Staplertypen und -marken. Es besteht aus mehreren Komponenten: Auf der Hardwareseite werden Bluetooth-Beacons und industrielle Smartphones verwendet, Letztere werden mithilfe von speziellen Halterungen am Stapler befestigt.

Finalist des IFOY AWARD in der Kategorie „Special of the Year“ ist die Indoor Ortung von Jungheinrich

Die Bluetooth Beacons, die einen Funkteppich über das Lager legen, stehen in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung, z.B. mit speziellen IP-Klassen oder auch für den Einsatz in Ex-Umgebungen. Mithilfe des Funkteppichs bestimmen die Smartphones ihren Standort und übertragen ihre Position an die übergeordnete Software. Im Durchschnitt ist ein Bluetooth-Beacon für 30 Quadratmeter ausreichend. Die Batterie in den aktuellen Beacons garantiert laut Jungheinrich eine durchschnittliche Einsatzdauer von zwei Jahren. Der Batteriewechsel kann vom Nutzer selbst durchgeführt werden.  

Da Smartphones und Bluetooth-Technologie verwendet werden, ist diese Konzept nicht nur überall einsetzbar, sondern außerdem flexibel, schnell und kostengünstig zu implementieren oder anzupassen, etwa wenn das Lagerlayout modifiziert wird. Die üblichen Nachteile anderer Technologien, wie etwa hohe Kosten oder Empfindlichkeit für Schmutz entfallen. Dank Bluetooth ist es auch möglich, außerhalb des WLAN-Netzwerks eines Kunden Daten zu übermitteln. Die Notwendigkeit in bestehende Systeme einzugreifen entfallt, was für viele Kunden einen großen Vorteil darstellt.

Das System wird durch die Software ständig proaktiv überwacht. Fällt etwa ein Beacon aus oder entstehen Löcher im Funkteppich, wird dies automatisch gemeldet. Die webbasierte Software ist intuitiv und gibt dem Anwender jederzeit den gewünschten Einblick und die Möglichkeit, Anpassungen durchzuführen. Jungheinrich hat hier zunächst vier Einsatzmöglichkeiten identifiziert: TruckFinder, RouteOptimizer, ZoneGuard und SpeedZoning.

TruckFinder ist die Basiseinstellung zur Ortung der Fahrzeuge. Mit RouteOptimizer können Fahrwege analysiert, Probleme identifiziert und mögliche Verbesserungen eingeleitet werden. Mit ZoneGuard werden Stapler bestimmten Abteilungen zugewiesen. Sobald ein Stapler seine Zone verlässt erhält der Lagerverantwortliche eine E-Mail. SpeedZoning warnt schließlich, wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung überschrittet wird oder Stapler falsch geparkt werden.

Eine Warnung erscheint dabei zunächst nur auf dem Smartphone des Fahrers und als E-Mail beim Lagerverantwortlichen, ohne dass in die Steuerung des Staplers eingegriffen wird, um etwa die Geschwindigkeit automatisch zu reduzieren. Die Daten können für jeden Stapler, aber auch für die gesamte Flotte dargestellt werden.

IFOY Testfazit:

Mit Indoor Ortung bietet Jungheinrich ein übersichtliches und bedienerfreundliches System mit dem die Staplerflotte live überwacht werden kann und verschiedene Fahrzeuge vom Benutzer sehr einfach einer korrekten Anwendung zugeordnet werden können.


Innovation Check Indoor-Ortung von Jungheinrich

Marktrelevanz

Die Jungheinrich Indoor Ortung nutzt einen bestehenden Ansatz aus dem Consumerbereich. Zur Positionsbestimmung benötigt werden Geräte an den Fahrzeugen (in diesem Fall Smartphones mit Bluetooth-Funktion) und sogenannte Beacons an verschiedenen Stellen im Lager. Die Beacons senden ein Bluetooth-Signal, das vom Smartphone empfangen wird. Aufgrund der Stärke des Signals und der Überlagerung der Signale von Beacons, kann die Position des Smartphones bzw. Fahrzeugs mit einer Genauigkeit bis zu 3 Meter bestimmt werden. Die Daten werden an das System gesendet.

Der Aufbau des Systems ist sehr einfach gehalten und damit kostengünstig, zudem ist es anwendbar auf Fahrzeugtypen verschiedener Hersteller. Das System lässt sich auf Hallen verschiedener Größen anwenden und hat mit diesen Eigenschaften insgesamt eine sehr hohe Marktrelevanz.

Kundennutzen

Angeboten werden vier verschiedene Module, die jeweils einem anderen Zweck dienen. Der Kunde kann selbst wählen, welche Funktionen er benötigt. Dazu gehören der TruckFinder, um Fahrzeuge schnell zu finden, und das ZoneGuard, um die Nutzung bestimmter Fahrzeuge auf festgelegte Zonen zu limitieren. Außerdem der RouteOptimizer, um Bewegungsdaten mittels Heatmaps zu visualisieren und Überlastungen und Kollisionsrisiken zu identifizieren oder durch SpeedZoning, um eine Festlegung von Geschwindigkeitszonen (auch kurzfristig und vorübergehend) zu erreichen. Die Ortung dient also dem Lagermanagement zur Erhebung von Daten, um darauf aufbauend Optimierungsmaßnahmen zu ergreifen. Sinnvoll ist der Einsatz dieses Systems vor allem bei großen Flächen und vielen Fahrzeugen.

Durch die verschiedenen Module werden unterschiedliche Anforderungen erfüllt, die vielen Anwendern nutzen können. Der Kundennutzen ist daher mit sehr gut zu bewerten.

Neuheitsgrad

Indoor Positionierungssysteme sind grundsätzlich auf dem Markt vorhanden. Meist sind diese aber mit einem hohen Installations- und Kostenaufwand verbunden. Die einfache und kostengünstige Umsetzung von Jungheinrich mit Bluetooth-Beacons und Smartphones stellt daher eine sinnvolle Vereinfachung gegenüber bisherigen Systemen dar. Da das System in vergleichbarer Weise noch nicht breit auf dem Markt vorhanden ist, ist der Innovationsgrad ebenfalls mit gut zu bewerten.

Funktionalität / Art der Umsetzung

Die Kapselung des Smartphones am Fahrzeug macht einen robusten Eindruck, wenngleich es als auskragendes Anbauteil beim robusten Umgang im Lager immer durch Beschädigungen gefährdet ist. Das System ist mit seinen Bedieneinheiten, sowohl dem Smartphone auf dem FFZ als auch an der Managementkonsole, intuitiv aufgebaut und ist einfach zu bedienen. Insgesamt überzeugt die Umsetzung der bekannten Beacon-Technologie in einem integrierten System als nützliches Hilfsmittel für das Lagermanagement großer FFZ-Flotten.

Bewertung der Innovation:

Marktrelevanz: sehr gut

Kundennutzen: sehr gut

Neuheits- / Innovationsgrad: gut

Funktionalität  / Art der Umsetzung: gut

[Quelle: IFOY]

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Veröffentlicht von

Holger Seybold

In meiner täglichen Arbeit werde ich mit unterschiedlichen Technologien und abwechslungsreichen Herausforderungen konfrontiert. Die multimedialen Möglichkeiten sowie die Kommunikation via Social Media inspirieren dabei nicht nur meine journalistische Arbeit, sondern bieten auch dem Leser einen echten Mehrwert.

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