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Generationswechsel in der Kransteuerung

Generationswechsel in der Kransteuerung

Von der Energiekette zur drahtlosen Übertragung

Energieketten haben zwei Jahrzehnte lang dafür gesorgt, die Steuerbefehle des Kranführers sicher zur Kranelektrik zu übertragen. Ende der 1990er-Jahre führte die Abus Kransysteme GmbH, Gummersbach ein patentiertes System einer seitlich am Kran-Hauptträger angebrachten Profilschiene zur Aufnahme der Energiekette und gleichermaßen Führung des Steuerwagens ein. Zwischenzeitlich hat der Hersteller mit der eigenen Funkfernsteuerung „ABU-Remote“, kombiniert mit weiteren drahtlosen Technologien einen erneuten Generationswechsel eingeleitet.

Drahtlose Kransteuerung der neuesten Generation

Zur Energiezuführung ist die Energiekette de facto Standard an den Kransystemen von Abus geworden. Die Gründe dafür sind: Keine Störkanten durch nach unten durchhängende Schleppleitungen, Platz sparende Montage seitlich am Hauptträger und eine auf die Kranelektrik angepasste Geometrie von Leitungen und Kettengliedern. 20 Jahre lang haben diese Argumente auch dafür gesorgt, die verfahrbare Steuerung – also den herabhängenden Hängetaster des Krans – mit einer Energiekette auszurüsten. Am Abus-Hallenkran wurde im Laufe der Zeit das Energiekettensystem „ABU-Powerline“ zur Aufnahme der Energiekette zur Standardkonfiguration.

Drahtlos zu mehr Unabhängigkeit

Bei allen positiven Eigenschaften hat eine verfahrbare Steuerung einen Nachteil, wenn man an den Bewegungsradius des Kranführers denkt: Er ist gezwungen, sich auf derselben Höhe und in derselben Geschwindigkeit wie der Kran zu bewegen und kann nur in der Katzfahrachse seine Position relativ zur Last verändern.

Nicht ohne Grund ist daher eine immer stärkere Verbreitung von drahtlosen Steuerungen wahrzunehmen. Vor allem bei sperrigen Gütern hat der Kranführer alle Freiheitsgrade, sich unabhängig von Last- und Kranposition zu bewegen und sich so immer außerhalb des Gefahrenbereichs aufzuhalten. Er kann seine Position auch während der Kranfahrt verändern und die Last immer im Blick behalten. Das Hinterherziehen der Steuerung entfällt – was vor allem bei langen Hakenwegen mit damit verbundenen großen Steuerleitungslängen ablenkend wirken kann. Und nicht zuletzt ist aufgrund der Entkoppelung von Fahrbewegung und Laufgeschwindigkeit des Kranführers eine höhere Kranfahrgeschwindigkeit möglich. […gleich weiterlesen im f+h E-Paper]

 


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Veröffentlicht von

Holger Seybold

Holger Seybold ist Redakteur für Intralogistik und Sonderprojekte. Er ist technikbegeistert und bekennender Digitalist.

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