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Gehörlose Mitarbeiterin arbeitet geschützt mit Eloshield

Gehörlose Mitarbeiterin arbeitet geschützt mit Eloshield

In der Regel warnen Sicherheitssysteme durch akustische und optische Signale vor Kollisionen im Lager. Wenn Töne aber in Gefahrensituationen nicht gehört werden können, müssen besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. So wie beim Schuhgroßhändler P+P Schuhvertrieb GmbH, der eine gehörlose Mitarbeiterin im Zentrallager in Heinsdorfergrund beschäftigt. Mit dem RFID-basierten Personenschutzsystem Eloshield von Elokon konnte der Schuhhändler die Sicherheit im Lager maximieren.

Maximale Sicherheit bei maximaler Produktivität

Das Zentrallager umfasst auf 1.000 m² Fläche zwei Lagerhallen für die Einlagerung und Konfektionierung von Waren. Jüngst wurde die Betriebsstätte um eine erweiterte Lagerwirtschaft ausgebaut, sodass jetzt auch Einlagerungen möglich sind.

Zwei der 15 Lagergassen sind Schmalgassen, das heißt der Sicherheitsabstand zwischen den am weitesten ausladenden Teilen der Flurförderzeuge und den Regalen ist beidseitig weniger als ein halber Meter. Dies bietet einerseits gute Voraussetzungen für einen hohen Raumnutzungsgrad und eine effiziente Kommissionierung, andererseits birgt es höhere Gefahren für die Lagermitarbeiter als in der Breitgasse. Ausgestattet ist das Zentrallager mit 21 Regalen. In der größeren Halle ist ein ETV 214 Schubmaststapler von Jungheinrich für den Warenfluss zuständig, die zweite Halle dient der Kommissionierung.

Besondere Lage im Lager

Bei Sybille Großer ist es immer leise, auch wenn es um sie herum laut ist. Wenn frei fahrende Gabelstapler auf sie zufahren, kann sie sie nicht hören. Die erhöhte Gefahr für die gehörlose Mitarbeiterin besteht beim Betreten der Halle mit Fahrzeugverkehr. Hier fahren die Stapler mit hoher Geschwindigkeit durch die Gänge, um eine bestmögliche Umschlagleistung zu erzielen.

Um Kollisionen zu vermeiden und damit die Sicherheit für Mensch und Maschine zu erhöhen, suchte Christian Penciulescu, Geschäftsführer der P+P Schuhvertriebs GmbH, nach einer Lösung für seine gehörlose Mitarbeiterin. Die Entscheidung fiel auf Eloshield.

Foto: Elokon

Das mobile Fahrerassistenzsystem zur Personenerkennung von Elokon verfügt neben der akustischen Warnung noch über zwei weitere Signale: Warnlampe und starke Vibration. „Diese doppelte Absicherung erhöht die Sicherheit für unsere gehörlose Mitarbeiterin erheblich und war daher für unsere speziellen Anforderungen die beste Wahl“, erklärt Penciulescu. Unterstützt wurde das Projekt zudem vom Berufsförderungswerk Dresden und dem Gehörlosenzentrum Zwickau. Die Kosten wurden von der Rentenversicherung Mitteldeutschland übernommen.

Optisch gut gelöst

Eloshield ist ein funkbasiertes Identifikationssystem, das automatisch erkennt, sobald ein Objekt, z.B. eine Person in den Gefahrenbereich eines Staplers gerät. Installiert wurde ein Staplermodul Eloshield-Drive sichtbar in der Fahrerkabine oberhalb des Bedienelements auf dem Flurförderzeug.

Foto: Elokon

Diese Lese-/Empfangseinheit sendet ein Funksignal, welches von Personenmodulen (Eloshield-Go) empfangen und reflektiert wird. Die Mitarbeiterin trägt das Personenmodul in der Größe eines Smartphones an einem Armgurt direkt am Körper. Auf Basis einer Laufzeitmessung des Funksignals erkennt das System jederzeit, in welcher Entfernung sich Stapler und Person zueinander befinden. Wird eine bestimmte Distanz unterschritten, wird dem Staplerfahrer optisch und akustisch signalisiert, dass Gefahr im Verzug ist. Gleichzeitig löst Eloshield-Go neben einem akustischen Signal einen starken Vibrationsalarm aus, sobald der Stapler in den eingestellten Warnbereich eindringt. Nähert sich das Fahrzeug noch weiter an, verstärkt sich der Vibrationsalarm. „Sybille Großer erhält eine doppelte Alarmierung durch das System und hat damit ausreichend Zeit zur reagieren“, so der Geschäftsführer.

Innerhalb eines Tages konnte das System in Betrieb genommen werden. Vorab wurde das System mit runden Warn- und Schutzzonen konfiguriert. Die Warnzone ist ab drei  Metern aktiv, die Schutzzone wird ab 1,5 Metern aktiv. Am Tag der Inbetriebnahme wurde das Eloshield-Drive an die Stapler-Schnittstelle angeschlossen und Sybille Großer in die Arbeitsweise des Eloshield-Go-Moduls eingewiesen.

Quelle: Elokon

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Veröffentlicht von

Manfred Weber

Die Intralogistik fasziniert mich, weil sie ein prozessorientiertes Denken und Handeln erfordert. Als leidenschaftlicher Redakteur und Ingenieur möchte ich gemeinsam mit Ihnen die innovativsten Lösungen und Konzepte erforschen und erörtern.

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