Forschung: Greifsysteme für die Intralogistik

Greifsysteme für die Intralogistik – Stand der Technik und Entwicklungspotenziale

Die Automatisierung von Greifvorgängen in der Logistik ist ein dynamisches Entwicklungsfeld. Fortschritte, vor allem in den Bereichen der Bildverarbeitung und dem maschinellen Lernen, ermöglichen zunehmend die Automatisierung von Prozessen, bei denen der Mensch aufgrund seiner hohen Flexibilität und Geschicklichkeit bisher als unersetzbar galt. Dies verändert auch die Anforderungen an Greifsysteme.

Die Entwicklung von technischen Greifern ist bis dato vor allem durch Anwendungen aus dem Produktionsumfeld geprägt worden, wo gleiche Produkte mit hohen Wiederholungsraten sicher und präzise gehandhabt werden müssen. Aus diesem Grund verfügen die hierfür vielfach verwendeten Klemmgreifer über speziell ausgeprägte Greifbacken, die jedoch nur für die Fixierung eines bestimmten Produkts optimiert sind. Steht die Handhabung eines anderen Produkts an, muss i. d. R. der Greifer gewechselt oder angepasst werden.

Statt tausendfach das gleiche Produkt zu bewegen, werden im logistischen Umfeld Greifer benötigt, die i. Allg. unterschiedliche Produkte unter wechselnden Prozess- und Umgebungsbedingungen greifen und handhaben können. Dies erfordert sehr viel universellere Greifsysteme, die neben einem geänderten Design auch über eine geeignete Sensorik und Greifregelung verfügen müssen.

Die zukünftige Entwicklung ist z. B. an der Amazon-Robotic-Challange abzulesen (amazonrobotics.com). In diesem Wettbewerb müssen unterschiedliche Produkte, die zufällig in einem Regal verteilt sind, vollkommen autonom von einem Greifsystem erkannt, gegriffen und abgelegt werden. Das Ziel dabei ist, die Kommissionierung im Versandhandel zu automatisieren – ein arbeitsintensiver Prozess, der aufgrund der immensen Artikelvielfalt, der kleinen Losgrößen und der notwendigen Prozessflexibilität bisher noch überwiegend manuell stattfindet.

Handhabungssysteme in der Logistik

Aktuell sind in der Logistik diejenigen Handhabungsprozesse automatisiert worden, die eine hohe Ähnlichkeit zu denen aus der Produktion mit gleichartigen Objekten und festgelegten Prozessen besitzen. Beispiele hierfür sind das (De-)Palettieren von Kartons, Flaschen oder Behältern sowie die Handhabung von pharmazeutischen Produkten. […hier kostenlos weiterlesen im f+h E-Paper]


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Holger Seybold

Gepostet von: Holger Seybold

Holger Seybold ist Redakteur für Intralogistik und Sonderprojekte. Er ist technikbegeistert und bekennender Digitalist. Besonders aktuelle Technologien rund um Industrie 4.0 und das Internet der Dinge faszinieren ihn.

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