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f+h vor Ort: Was leistet Pick-by-Vision bei einer Versandapotheke?

f+h vor Ort: Was leistet Pick-by-Vision bei einer Versandapotheke?

Im grenzüberschreitenden European Business Park Avantis in Aachen/Heerlen befindet sich die Apotheke DocMorris. Von diesem Standort versorgt Europas größte Versandapotheke ihre Kundschaft mit den bestellten Arzneimitteln. Wir waren vor Ort und haben für Sie Informationen über die im Logistikzentrum zum Einsatz kommenden Datenbrillen eingeholt.

Visuell durch den Prozess

René Michel, Director Logistics bei DocMorris, verfolgte mit der Einführung der „Pick by Vision“-Technologie vor allem ein Ziel: Die Ergonomie für das Personal in der Kommissionierung zu verbessern. In der Vergangenheit gehörten zur Ausstattung des Lagerpersonals auch Ringscanner. Einschließlich des benötigten technischen Equipments schleppte der Kommissionierer immerhin 300 g am Unterarm mit sich durchs Lager. „Hört sich vielleicht nicht sonderlich dramatisch an, geht aber über einen 8-Stunden-Arbeitstag im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön auf die Knochen“, so die Erfahrung von Michel.

Das ist jetzt z. T. anders. Die Apotheke hat mehrere Mitarbeiter mit Datenbrillen von Picavi ausgestattet. Und die Resonanz der Kommissionierer respektive die mit den zehn Datenbrillen gesammelten Erfahrungen bestätigen den eingeschlagenen Weg.

Auch die Kommissionierqualität steigt

Die ca. 42 g wiegenden Datenbrillen leiten die Kommissionierer visuell durch den Prozess. Über das Display am Rand des Sichtfelds erfährt der Kommissionierer die Gasse in der Fachbodenregalanlage und die Lagerplatznummer, wenn er am Lagerplatz angekommen ist, erscheinen Artikelnummer und die zu pickende Artikelmenge. All dies ohne ein einziges Mal auf ein Handheld zu schauen oder eine Pickliste aus Papier mit sich zu führen. Darüber hinaus sucht man Displays an den Regalen im Lager von DocMorris vergebens, die dem Mitarbeiter den Weg durch das Lager weisen. Die Kommissionierer tragen auch keinen Knopf im Ohr, über den das Ziel akustisch ausgegeben würde.

Nachdem der „Pick by Vision“-Kommissionierer den Artikel aus dem Behälter entnommen hat, folgt die Verifizierung per an die Datenbrille angebundenem Bluetooth-Ringscanner. Danach begibt sich der Mitarbeiter zur Fördertechnik und legt den Artikel in den entsprechenden Auftragsbehälter. Michel: „Der ganze Ablauf dient dem Ziel der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Sicherung der Qualität.“

Obwohl die Datenbrillen tragbare Minicomputer sind, läuft die Hauptrechenleistung im Hintergrund auf dem LVS-Server. Die Datenbrillen sind per WLAN an das Lagerverwaltungssystem angebunden. Auf den Datenbrillen selbst werden ausschließlich die bereits fertig aufbereiteten Prozessschritte ausgeführt. Nur die notwendigsten Daten werden dazu auf den Datenbrillen gespeichert und permanent per WLAN aktualisiert. Die komplette Führung des Kommissionierers durch den Prozess hingegen, läuft – wie zuvor bereits ausgeführt – über das Display der Datenbrille.

„Die Akzeptanz des neuen Systems bei den Kollegen war aufgrund seiner Einfachheit von Anfang an hoch. Auch nach mehreren Monaten macht ihnen die Arbeit mit den intuitiv zu bedienenden Wearables immer noch Spaß“, so Michel. Und so denkt der Director Logistics bereits darüber nach, auch die Fahrer der Flurförderzeuge im Nachschublager mit der Technik von Picavi auszustatten.

Video

Erleben Sie in unserem Video, wie die Datenbrillentechnik die Kommissionierung bei DocMorris optimiert:

 

Veröffentlicht von

Winfried Bauer

Die Innovationen der Intralogistikbranche aufzuspüren und ihnen eine Plattform zu geben, ist für mich auch nach mehr als 20 Jahren in der Redaktion die Triebfeder der täglichen Arbeit.

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