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Digitec Galaxus und Vanderlande realisieren 3. Projekt

Digitec Galaxus und Vanderlande realisieren 3. Projekt

Seit dem Jahr 2017 vertraut der Online-Händler Digitec Galaxus auf die Kompetenz von Vanderlande. Realisiert wurden in der Zeit zwei Automatisierungsprojekte. Ein drittes befindet sich in der Inbetriebnahme.

 

Das optimale Kundenerlebnis steht im Mittelpunkt des größten Online-Händlers der Schweiz – Digitec Galaxus. Bei der Lieferung sind Zuverlässigkeit und Fehlerfreiheit oberstes Gebot. Aus diesen Gründen setzt das Unternehmen beim Ausbau seines Distributionszentrums auf Technik von Vanderlande.

Digitec Galaxus betreibt zwei Online-Shops: digitec.ch offeriert vor allem Elektronik, während das Online-Warenhaus galaxus.ch eine breitere Produktpalette anbietet, von Spielzeug über Kleidung bis hin zu Tiernahrung. Neben dem Online-Einzelhandel betreibt das Unternehmen zehn Shops, die primär als Abholpunkte für Kunden dienen.

Vor der Implementierung des ersten von mehreren Vanderlande-Systemen im Jahr 2017 handhabte Digitec Galaxus die Waren manuell. Das Wachstum des E-Commerce führte jedoch zu der Notwendigkeit, in Automatisierung zu investieren. Daraus resultierten mittlerweile bereits zwei abgeschlossene Projekte mit dem Generalunternehmer Vanderlande und einem dritten, das aktuell in Betrieb genommen wird.

 

Maßgeschneiderte Intralogistik

Am Beginn der Partnerschaft stand die Automatisierung des Logistikstandorts in Wohlen im schweizerischen Kanton Aargau. Hier betreibt Digitec Galaxus auf einer erweiterten Fläche von 46.500 m² ein Lager für die Belieferung der Filialen und der Pick-up-Points sowie für die direkte Kundenbelieferung via Paketpost. In mehr als 100 km Regallänge finden bis zu 1,5 Millionen Artikel Platz. Das sind gut doppelt so viele wie bisher im rein manuellen Lager. Somit ist es möglich, zwischen 200.000 und 300.000 verschiedene Artikel ständig auf Lager zu haben.

Schlanke Prozesse, maximale Flexibilität und optimale Raumnutzung sind die maßgeblichen Bedingungen für das Intralogistik-Konzept: Pick-Tower, automatisches Kleinteile- und Mittelgroßteile-Lager, „Ware zum Mann“-Kommissionierung und Konsolidierung bilden das Herzstück des Automatisierungskonzepts.

In einem über 5.000 m² großen Neubau wurde ein 16-gassiges und 18 m hohes automatisches Kleinteilelager für mittelgroße Artikel realisiert, das gleichzeitig auch eine Konsolidier-Funktion für bereits im Pick-Tower gepickte Artikel übernimmt. Hier ist Platz für 107.136 Tablare der Größe 600 x 800 mm mit Kleinteilen (Midi-Artikel) in einfachtiefer Lagerung und/oder Behälter der Größe 600 x 400 mm in doppelttiefer Lagerung. Die 18 m hohen Regalbediengeräte vom Typ Quickstore 3.2 sind jeweils mit zwei Teleskop-Lastaufnahmemitteln ausgestattet, um einen maximalen Durchsatz von 1.200 Tablaren bzw. Behältern sicherzustellen.

Das AKL versorgt 14 „Ware zum Mann“-Arbeitsplätze mit den mittelgroßen Artikeln des Digitec-Galaxus-Sortiments. Hohe Mitarbeiterproduktivität, fehlerfreies Arbeiten und Ergonomie lagen dem Design der Arbeitsplätze zugrunde. An den Arbeitsstationen lassen sich die großen Tablare und die Behälter mit den Mini-Artikeln handhaben. So können alle Artikel eines Kunden- oder Filialauftrags an einem Arbeitsplatz zusammengeführt werden. Jeder Arbeitsplatz ist mit einem Turmspeicher ausgestattet, der die Behälter und Tablare in der richtigen Auftragssequenz dem Mitarbeiter andient.

Eine bestehende Halle wurde durch eine Bühnenkonstruktion aus Holz zu einem dreistöckigen Pick-Tower ausgebaut. Durch entsprechende Baumaßnahmen werden alle Ebenen des Pick-Towers mit Tageslicht versorgt und die Holzkonstruktion sorgt für eine freundliche und geräuscharme Arbeitsatmosphäre.

Im Pick-Tower kommissionieren die Mitarbeiter überwiegend Kleinteile wie Armbanduhren, IT-Zubehör oder T-Shirts aus Fachbodenregalen. Die kommissionierten Behälter werden an Bahnhöfen auf die Fördertechnik aufgegeben. Von dort gelangen sie entweder gleich zu den Kollegen in der Verpackungsabteilung oder zunächst in den Konsolidierungspuffer. Von diesem fahren sie dann gemeinsam mit weiteren kommissionierten Behältern an einen der „Ware zum Mann“-Arbeitsplätze. Eine Technikebene ver- und entsorgt die Behälter in den einzelnen Bahnhöfen über Lifte, die alle drei Kommissionierebenen verbindet.

Quelle: Vanderlande

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Veröffentlicht von

Winfried Bauer

Die Innovationen der Intralogistikbranche aufzuspüren und ihnen eine Plattform zu geben, ist für mich auch nach mehr als 20 Jahren in der Redaktion die Triebfeder der täglichen Arbeit.

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