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„Deutschland sucht eine Million Infektionsschutzhelfer!“

„Deutschland sucht eine Million Infektionsschutzhelfer!“

Mit einer Gemeinschaftsaktion wollen mehr als 100 mittelständische Unternehmen eine zweite Corona-Infektionswelle verhindern. Dazu starteten sie die Kampagne „Deutschland sucht eine Million Infektionsschutzhelfer!“.

Mehr als 1.000 Unternehmen in Deutschland haben bereits Mitarbeiter kostenlos online zu Infektionsschutzhelfern ausbilden lassen – insgesamt mehr als 10.000 Personen. Über 250 Unternehmen haben zudem das kostenlose Tool zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsstätten genutzt.
„Eine zweite Infektionswelle mit einem erneuten Shutdown würde die Wirtschaft in den Abgrund reißen“, betont Tobias Metz, Vorstand der Aua24 AG, Norderstedt, und Mit-Initiator der Kampagne: „Nur gemeinsam können wir das verhindern.“
Hintergrund der Gemeinschaftsaktion ist folgende Überlegung: Wenn in jedem Unternehmen in Deutschland ausgebildete Schutzhelfer Infektionsrisiken identifizieren und beseitigen, lassen sich Infektionsherde vermeiden und eine zweite große Infektionswelle verhindern – zumindest eine Welle, die von den Betrieben ausgeht.
Für die Gemeinschaftsaktion hat die Mittelstandsinitiative die Webseite infektionsschutzhelfer.de ins Leben gerufen. Auf ihr kann jeder Interessierte online eine kostenlose Ausbildung zum Infektionsschutzhelfer starten. In ihr lernen die Teilnehmer die wichtigsten Grundsätze der Arbeitssicherheit und des Infektionsschutzes in weniger als 20 Minuten kennen. Nach einer bestandenen Prüfung erhalten sie ein Zertifikat als Infektionsschutzhelfer.

Gefährdungspotenzial für Mitarbeiter identifizieren

Auf der Webseite können Unternehmen zudem innerhalb von zehn Minuten analysieren, wie hoch die Infektionsgefahr an ihren betrieblichen Arbeitsstätten ist. Das ist wichtig, denn nach § 5 ArbSchG sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, potenzielle Gefährdungen für ihre Mitarbeiter zu identifizieren und Maßnahmen zur Senkung der Risiken einzuleiten. Auf Basis verschiedener Fragen werden den Unternehmen individuelle Schutzmaßnahmen vorgeschlagen. Ihnen und den ausgebildeten Infektionsschutzhelfern werden auf der Webseite zudem kostenlos „rechtssichere und geprüfte Muster-Betriebsanweisungen“ als Download zur Verfügung gestellt, die sich leicht dem Bedarf der Unternehmen anpassen lassen und mit denen die Infektionsschutzhelfer ihr Wissen aus der Ausbildung sofort umsetzen können.
Die von der Aktionsgemeinschaft entwickelte Schulung und die Gefährdungsbeurteilung orientieren sich am Sars-Cov-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Initiatoren gaben eine notarielle Erklärung ab, dass sie die Schulung mindestens zehn Jahre aktualisieren werden und kostenlos zur Verfügung stellen.
„Wir und die der Initiative angeschlossenen mittelständischen Unternehmen wollen aus unserer Gemeinschaftsaktion keinen Profit ziehen“, versichert Metz. „Wir wollen vielmehr alle Menschen und Unternehmen in Deutschland dafür sensibilisieren, dass wir das Virus nur gemeinsam überwinden können. Wenn uns das gelingt, wäre das ein großer Gewinn für alle.“

Zur Website

Text/Screenshot: Mittelstandsinitiative/f+h

 

 

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Veröffentlicht von

Manfred Weber

Die Intralogistik fasziniert mich, weil sie ein prozessorientiertes Denken und Handeln erfordert. Als leidenschaftlicher Redakteur und Ingenieur möchte ich gemeinsam mit Ihnen die innovativsten Lösungen und Konzepte erforschen und erörtern.

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