Hier klicken!

Seite auswählen

Bremsspuren im Handel mit Großbritannien

Bremsspuren im Handel mit Großbritannien

Das Einzige, was beim Brexit bisher sicher ist, ist das Datum: Am 29. März 2019 verlässt Großbritannien die EU. Doch bereits heute spüren die deutschen Exporteure die Auswirkungen im Handel mit dem Vereinigten Königreich.

Die Uhr tickt

Der Millennium-Bug ist die wohl berühmteste Beinahe-Katastrophe mit eingebautem Zeitzünder. Seinerzeit aktuelle Computersysteme arbeiteten vielfach nur mit zweistelligen Jahreszahlen und konnten somit das bevorstehende Jahr 2000 nicht von 1900 unterscheiden. Der Jahreswechsel, so die Befürchtung damals, könne die Rechner überfordern. Und tatsächlich gab es nach dem Neujahrstag Fehlbuchungen bei Banken, Neugeborene kamen als 100-Jährige auf die Welt und Bibliotheken berechneten Mahngebühren für seit einem Jahrhundert entliehene Bücher. Das war es dann aber auch schon. Der vielfach befürchtete Weltuntergang fiel aus, und die mühsam erstellten Notfallpläne verschwanden wieder in den Schubladen. Und die Apokalyptiker schämten sich ein bisschen.

Seit einigen Monaten gibt es wieder ein Datum für ein potenzielles ökonomisches Desaster mit Ansage: Am 29. März 2017 hat die britische Regierung die Austrittserklärung ihres Landes bei der Europäischen Union eingereicht. Seither tickt die Uhr. Klar ist bis dato: Am 30. März 2019, nach dem Ablauf der vertraglich festgelegten Zweijahresfrist, wird Großbritannien nicht mehr Mitglied der EU sein. Eine Möglichkeit, dieses Szenario abzuwenden, gibt es wohl kaum noch. Brexit bedeutet eben Brexit.

Und die Auswirkungen schlagen sich bereits heute in den Büchern der Unternehmen nieder, die Waren ins Vereinigte Königreich exportieren. So weist der deutsche Außenhandel mit Großbritannien in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres deutliche Bremsspuren auf. Der Wert der deutschen Exporte nach Großbritannien ging gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,6 Prozent auf 22,2 Mrd. Euro zurück. Zum Vergleich: Im Durchschnitt wuchsen die deutschen Ausfuhren in die EU-Staaten um 6,5 Prozent. Das geht aus dem Export-Import-Seismograf Deutschland hervor, den das Institut für Angewandte Logistik (IAL) der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und das auf Außenwirtschaft sowie Logistik spezialisierte Softwarehaus AEB gemeinsam herausgeben.

„Hauptgrund für diese Entwicklung dürfte das schwache Pfund sein“, so Geoff Taylor, Geschäftsführer der britischen AEB-Gesellschaft AEB (International) Ltd. Für britische Unternehmen und Verbraucher werde der Kauf von Gütern aus der Eurozone dadurch teurer. Als Ursache für die Währungsschwäche sieht Taylor die Unsicherheit in Großbritannien über die weitere Entwicklung. Unternehmen verschieben Investitionen und die Konsumenten halten sich mit Anschaffungen zurück. „Die Unsicherheit hat signifikante Auswirkungen für die wirtschaftliche Entwicklung.“   […hier weiterlesen]

 

Jetzt weiterlesen im f+h E-Paper!

   [Link öffnet neuen Tab]

 

Foto: Shutterstock

Teilen:

Veröffentlicht von

Holger Seybold

In meiner täglichen Arbeit werde ich mit unterschiedlichen Technologien und abwechslungsreichen Herausforderungen konfrontiert. Die multimedialen Möglichkeiten sowie die Kommunikation via Social Media inspirieren dabei nicht nur meine journalistische Arbeit, sondern bieten auch dem Leser einen echten Mehrwert.

ANZEIGE


Bevorstehende Veranstaltungen

Jan
22
Mi
ganztägig viastore: 4. Intralogistik-Softw... @ Wagenhalle, Stuttgart
viastore: 4. Intralogistik-Softw... @ Wagenhalle, Stuttgart
Jan 22 ganztägig
viastore: 4. Intralogistik-Software-Tag, Stuttgart @ Wagenhalle, Stuttgart
Leistungsfähige, intelligente und prozessübergreifende Software ist die Grundlage für schlanke Arbeitsabläufe in Produktion und Logistik und ermöglicht auch die wirtschaftliche Fertigung von kleinen Losgrößen. Sie hilft dabei, Lager- und Umlaufbestände sowie Logistikkosten zu reduzieren und[...]
Feb
12
Mi
ganztägig Logistikreise für den Online- un... @ München
Logistikreise für den Online- un... @ München
Feb 12 – Feb 14 ganztägig
Logistikreise für den Online- und Omnichannel-Handel @ München
Die Buchungsphase für die nächste Logistikreise vom 12. bis 14. Februar 2020 hat bereits begonnen. Auf der Reiseroute von München über die Oberpfalz nach Prag wird Führungskräften der B2C- und B2B-Versandhandelsbranche die Möglichkeit geboten, sich[...]
9:00 Logistics & Distribution 2020 @ Messe Dortmund, Halle 7
Logistics & Distribution 2020 @ Messe Dortmund, Halle 7
Feb 12 um 9:00 – Feb 13 um 16:00
Das komplette Spektrum der Intralogistik in einer Messehalle: Dieses Angebot macht die Logistics & Distribution, die am 12. und 13. Februar 2020 in Dortmund stattfinden wird. Der Standort in der Metropolregion ist aus Sicht des[...]

ANZEIGE


ANZEIGE


Aktuelle Ausgabe