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BMW Group räumt Deutschen Logistik-Preis ab

BMW Group räumt Deutschen Logistik-Preis ab

Mit dem Projekt „Logistics Next“ hat die BMW Group die Zukunft der Automobilproduktion im Blick. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Dies spiegelt sich in der Verleihung des Deutschen Logistik-Preises wider.

Aufgesetzt wurde das Transport- und Intralogistik-Projekt „Logistics Next“ im Jahr 2016. Bei dem Vorhaben geht es darum, mit neuen Technologien einfach und schnell auf Änderungen in der Automobilproduktion reagieren zu können. Dazu zählen Künstliche Intelligenz (KI), Industrie-4.0-Konzepte, fahrerlose Transportfahrzeuge, Elektromobilität und andere alternative Antriebe, aber auch Pick-, Transfer-, Sortier- und Platzierroboter als Dienstleister für menschliche Arbeit. Der Einsatz von Datenbrillen und papierlose Logistikprozesse sowie die Einbindung von Fach- und Führungskräften in die Erneuerung und Verbesserung betrieblicher Abläufe runden das Projekt ab.

Das Bekenntnis des Top-Managements zur Logistik als Herzstück der Produktion und eine klare Roadmap waren Voraussetzungen für das Gelingen des Großprojekts, dessen wichtigste Attribute u.a. lauten: autonom, transparent und vernetzt. Transparenz schaffen durch Digitalisierung, Entwicklung und Einsatz von fahrerlosen Transportfahrzeugen – werksübergreifend entwickelt, über offene Systeme gesteuert und standardisiert über alle Standorte hinweg, step-by-step umsetzbar und als Plattformlösungen konfiguriert.

„Wir haben eine klare Zukunftsvision und setzen uns frühzeitig mit den Technologien von morgen auseinander. Mit unseren innovativen Ansätzen können wir die immer komplexer werdenden Logistikprozesse effizient betreiben, transparent machen und damit unser Produktionssystem weiterentwickeln“, so Jürgen Maidl, Leiter Produktionsnetzwerk, Logistik BMW Group.

An vier Produktionsstandorten (Dingolfing, Leipzig, Regensburg und München) wird zeitgleich an unterschiedlichen Technologien gearbeitet und viele Systempartner lassen sich gegenseitig an ihren Erkenntnissen teilhaben. Nach und nach wurden Technologien erprobt und in den Wertstrom der Werke integriert.

 

Die Technik unterstützt den Menschen

Mit dem Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen auch im Außenbereich, wie im Pilotprojekt in Leipzig, nimmt der Automobilbauer eine Vorreiterrolle ein: Ein Outdoor-FTF – „Autotrailer“ genannt – bringt Lkw-Auflieger selbstständig vom Stellplatz zur Ent- und Beladestation. Im Werk Dingolfing übernimmt die „Autobox“ den Transport von Lasten bis 25 Tonnen innerhalb des Werks und nutzt dazu ein leitlinienfreies Navigationssystem. Während BMW die Automatisierung des Materialtransports bereits gelöst hat, muss das Materialhandling zwischen verschiedenen Prozessschritten noch manuell ausgeführt werden. Aus diesem Grund entwickelt ein Team zusammen mit externen Partnern und Universitäten autonome Roboter, die manuelle Handlungsschritte unterstützen sollen. Dahinter steht das Credo: „Bei der BMW Group unterstützt die Technik den Menschen.“

Bereits im Serienbetrieb ist im Werk Leipzig der „Sortbot“: Er erkennt Kleinladungsträger mithilfe einer 3D-Kamera und künstlicher Intelligenz, findet den optimalen Greifpunkt und stapelt die Behälter mithilfe eines Sauggreifers auf der Palette und entlastet so die Mitarbeiter. Und mit dem „Pickbot“, dem „Smart Transport Robot“, dem „Placebot“ oder dem „Splitbot“ hat die BMW-Group-Logistik bereits weitere Roboter in der Planung oder im Testbetrieb.

Ausschlaggebend für die Fachjury war es im Rahmen der Preisfindung für den Deutschen Logistik-Preis 2019, der alljährlich von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) verliehen wird, mit „Logistics Next“ ein Projekt vorzufinden, bei dem die digitale Transformation weit fortgeschritten ist. „Die Langfristigkeit der Zielsetzungen und Planungen, die Konsequenz in der Umsetzung und die Begeisterung der Projektbeteiligten und deren Teamgeist sind erfrischend, innovativ und vorbildlich – ebenso wie die standortübergreifende Zusammenarbeit zwischen Produktion, Logistik und IT. Das alles hat uns überzeugt“, so Matthias Wissmann, Vorsitzender der Jury.

 

 

Text/Foto: BVL/ www.kaibublitz.de

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Veröffentlicht von

Winfried Bauer

Die Innovationen der Intralogistikbranche aufzuspüren und ihnen eine Plattform zu geben, ist für mich auch nach 25 Jahren in der Redaktion die Triebfeder der täglichen Arbeit.

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