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Bis zu 800 Kilo schwere Glasscheiben sicher handhaben – so geht’s!

Bis zu 800 Kilo schwere Glasscheiben sicher handhaben – so geht’s!

Wer größere Handhabungsprojekte bewältigen muss, jedoch nicht jede Komponente bei unterschiedlichen Anbietern beziehen möchte, hat es meist schwer. Der Fassadenspezialist Josef Gartner, Gundelfingen, muss seine Glasscheiben in eine Glaswaschmaschine einlegen um diese nach dem Waschvorgang in Fassadenelemente einsetzen zu können. Für diesen Vorgang nutzt das Unternehmen jetzt Vakuumtechnik der Eurotech Vertriebs GmbH, Geislingen.

Fest im Griff

Die Josef Gartner GmbH, ein Unternehmen für Fassaden in Glas, Stahl und Aluminium, wurde im Jahre 1868 gegründet. Seit 2001 gehört Gartner zur Permasteelisa Group und damit zu einem der größten Fassadenbauunternehmen der Welt. Zu einem der aktuellen Projekte gehörte z.B. die Elbphilharmonie in Hamburg. Gartner entwickelt mit seinen Kunden individuelle Lösungen. Ein standardisierter Produktkatalog existiert nicht. Von Design, Engineering, Tests, Projektmanagement, Fertigung, Montage bis hin zur Wartung komplexer Fassaden sind alle „Komponenten“ aus einer Hand verfügbar. Bei der Realisierung seiner Projekte verlangt der Fassadenbauer von seinen Partnern, dass sie diese Eigenschaften ebenfalls erfüllen. „Einen geeigneten Partner in puncto Handhabungstechnik zu finden, war nicht ganz so einfach, denn wir wollten unser komplettes Glasmanipulator-Projekt mit nur einer Firma durchführen“, so Dominik Glaser, der im Hause Gartner für Instandhaltung, Reparatur, Überprüfung und Neubeschaffung von Maschinen und Anlagen zuständig ist. „Der erste Anbieter konnte kein Stahlportal anbieten. Der Zweite war nicht in der Lage, die benötigten Stützabstände am Stahlportal einzuhalten. Beim dritten potentiellen Lieferanten fehlte der schnelle Wechselsaugrahmen. Erst das Unternehmen Eurotech konnte mit uns alle Herausforderungen gemeinsam meistern.“

Vakuum-Hebegerät soll Prozesse vereinfachen

Das Ziel: Sowohl große, bis zu 800 kg schwere als auch kleine Glasscheiben mit ca. 80 kg sollten sich mit demselben Gerät handhaben lassen. Das Stahlkranportal sollte möglichst wenige Stützfüße haben, die sich nur an definierten Positionen befinden dürfen. Mithilfe des ersten Hebegeräts sollten die Glasscheiben von Transportgestellen aufgenommen und auf die Rollenbahn einer Glaswaschmaschine abgelegt werden. Das zweite Gerät sollte die Glasscheiben später von der Rollenbahn der Glaswaschmaschine aufnehmen und in Fassadenelemente einlegen. Eine Säulenführung der Hebegeräte sollte für ein leichtes und genaues Positionieren sowie die schnelle Bewegung der Scheiben sorgen.

In Zusammenarbeit mit dem Betreiber entstand eine Lösung, die seit kurzem in Betrieb ist. Das Projekt wurde in intensivem Kontakt von beiden Seiten geplant, konzipiert und ausgearbeitet. Mehrere Abteilungen waren an dessen Umsetzung beteiligt. „Nachdem die Grundvoraussetzungen fest standen, fuhr ich zusammen mit unserem Chefkonstrukteur Reiner Nufer zu Gartner, um uns ein Bild von den Örtlichkeiten zu machen und um alle weiteren Details zu besprechen“, erzählt Gerhard Bossert, Projektleiter bei Eurotech. „In Kooperation realisierten wir in den darauf folgenden Wochen eine individuelle Lösung, die genau auf die Aufgabenstellungen abgestimmt ist.“

Erhöhung der Taktzeiten

Bei der Realisierung konnte Eurotech sein Know-how aus dem Glasbereich einbringen. Den Mitarbeitern von Gartner sollte die Arbeit im Zusammenbau erleichtert und ebenso die Arbeitssicherheit und die Handhabungsgeschwindigkeit erhöht werden. Glaser: „Die neue Anlage übertrifft unsere Vorgehensweise in Sachen Glashandling in fast allen Punkten. Bisher hatten wir mit Standardglassaugern und einem Hallenkran gearbeitet. Durch das einfachere, sichere und schnellere Handling der Glasscheiben ließ sich die Taktzeit erhöhen. Seit der Inbetriebnahme läuft alles nahezu problemlos. Von unserem Personal kommt generell ein positives Feedback.“

Veröffentlicht von

Holger Seybold

In meiner täglichen Arbeit werde ich mit unterschiedlichen Technologien und abwechslungsreichen Herausforderungen konfrontiert. Die multimedialen Möglichkeiten sowie die Kommunikation via Social Media inspirieren dabei nicht nur meine journalistische Arbeit, sondern bieten auch dem Leser einen echten Mehrwert.

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