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Avancon bringt Ästhetik in den Fördertechnikmarkt

Avancon bringt Ästhetik in den Fördertechnikmarkt

Das junge Start-up Avancon SA aus der Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, die Stückgutförderung in Verteil- und Logistikzentren zu revolutionieren. Erreichen möchte man dies mit einem innovativen Fördersystem, das von Dieter Specht, dem Gründer der Interroll-Gruppe, entwickelt wurde.

Um neue Märkte und neue Kunden anzusprechen, bringen die Automobilindustrie, die Computerindustrie und selbst die Maschinenbauer alle paar Jahre neue Modelle heraus. In der Fördertechnik sieht man jedoch selten etwas wirklich Neues. Viele Stückgutförderer wurden vor 15, 20 oder sogar 50 Jahren entwickelt und erinnern an das Patent des britischen Spielzeugherstellers Frank Hornby, der für gelochte Profile mit durchsteckbarer Achse und Rädern in einem „Meccano“-Baukasten bereits 1901 sein Patent Nr. GB190100587(A) anmeldete. Oftmals werden Rollenbahnen noch heute so angeboten.

Das wollen die beiden jungen Gründer des Start-ups Avancon ändern und die Förderanlagenindustrie umkrempeln. Sie bieten jetzt ein neues, stromlinienförmig gestaltetes Konzept, das sich durch innovative und funktionelle Ideen auszeichnet.

Auf einen Blick

  • Neu entwickeltes Fördersystem für Stückgüter bis 50 kg
  • Verbindung von Innovationen und Emotionen in der Intralogistik
  • Vertrieb des Systems über Anlagenbauer und Systemintegratoren

 

Eigentlich wurde das staudrucklose System von Dieter Specht für Interroll entwickelt. Jedoch habe das System nicht in die Philosophie dieses Unternehmens gepasste. So fand Specht zwei begeisterte Jungunternehmer, Denis Ratz, Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik, und Dr.-Ing. Daniele Gambetta, PhD in elektrischen Maschinen, und gründete mit ihnen im Tessin ein Start-up unter dem Namen Avancon SA. Das Kunstwort setzt sich übrigens aus den Anfangssilben der Wörter Avantgarde und Conveyor zusammen.

Partnerschaft mit Anlagenbauern und Systemintegratoren angestrebt

Ratz ging gleich an die Arbeit. Er zeigte das neue Fördersystem, das auf Stückgüter bis 50 kg ausgelegt ist, einigen potenziellen Kunden. „Wir wollten zuerst einmal hören, wie das Design dieses Fördersystems ankommt“, so Ratz. „Fast alle Personen, mit denen wir über das System sprachen, waren von der Ästhetik des Designs beeindruckt. Die Fragen nach den Funktionen und Anforderungen des Markts konnte ich alle beantworten. Nach diesen Gesprächen war ich sehr motiviert.“

Avancon hat in die Entwicklung, Patente, Maschinen und Formen sowie in die Fertigung investiert. Mittlerweile sei man lieferbereit, sodass ausgewählte Förderanlagenhersteller und Systemintegratoren weltweit das System unter ihrem eigenen Label ihrem Markt und Betreibern von Logistik und Verteilanlagen anbieten können.

Wollen neue Ideen in die Fördertechnikszene bringen – Denis Ratz (l.) und Dr.-Ing. Daniele Gambetta

„Wir wollen den Herstellern von Intralogistiksystemen und Förderanlagen, etwas Avantgardistisches bieten. Aber wir werden unseren eigenen Kunden nicht ins Handwerk pfuschen und keine Betreiber von Logistik- und Verteilzentren ansprechen“, verdeutlicht Ratz die Vertriebsstrategie.

Der Partner von Ratz und Leiter der Technik bei Avancon, Dr. Ing. Daniele Gambetta ist ein erfahrener Spezialist für elektronische Steuerungen und besitzt Patente von bürstenlosen DC-Motoren. In Zukunft sollen diese Motoren auch in dem Fördersystem von Avancon Verwendung finden. „Im Zeitalter von Industrie 4.0 kommt der elektronischen Vernetzung eine besondere Bedeutung zu. Das außergewöhnliche Design von Dieter Specht hat mich fasziniert, sodass ich als Gesellschafter eingestiegen bin.“

Inzwischen wurde das Design des Fördersystems mit dem „Red-Dot“- Preis in Deutschland und auch von dem in ganz Asien begehrten „Good-Design“- Preis in Japan ausgezeichnet.

Vor kurzem ist das Start-up in ein neu gebautes Fabrikgebäude eingezogen. Potenzielle Kunden können dort auch eine Testanlage besichtigen. Insgesamt ist man also gerüstet, mögliche Aufträge auch fristgerecht zu erfüllen.

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Veröffentlicht von

Holger Seybold

In meiner täglichen Arbeit werde ich mit unterschiedlichen Technologien und abwechslungsreichen Herausforderungen konfrontiert. Die multimedialen Möglichkeiten sowie die Kommunikation via Social Media inspirieren dabei nicht nur meine journalistische Arbeit, sondern bieten auch dem Leser einen echten Mehrwert.

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