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Arvato treibt Automatisierung voran

Arvato treibt Automatisierung voran

Sechs fahrerlose Transportfahrzeuge von Jungheinrich übernehmen am Arvato-Standort Harsewinkel den Palettenumschlag. Damit verbessert sich die Prozessqualität, da das System millimetergenau arbeitet.

Aus Harsewinkel heraus erbringt Arvato u. a. Logistikdienstleistungen für Unternehmen aus der Pharma- und Medizintechnikindustrie, 31.000 m² stehen hierfür zur Verfügung. Um den internen Palettentransport zu entlasten und dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, wurde in sechs fahrerlose Transportfahrzeuge von Jungheinrich investiert. Zur Navigation der Flurförderzeuge wurden ca. 300 Reflektoren an den Wänden und Regalen entlang der Transportwege angebracht. Ein Laserscanner auf dem Fahrzeug erkennt die Reflektoren und kann so per Triangulation bis auf zwei Millimeter genau navigieren.
Während der Implementierungsphase wurde die Steuerung der Fördertechnik erneuert, Bodenmarkierungen nach 5S-Standards angebracht und Drehplätze sowie Pufferregale auf der zentralen Bewegungsschiene aufgestellt, um Paletten automatisiert puffern zu können und Längs- sowie Quertransporte abzubilden. Abgerundet wird die neue Technik durch Systemschnittstellen zur Lagerverwaltungssoftware, zur Steuerung der Fördertechnik sowie durch die Einführung von FTS-spezifischen Scann-Dialogen. Anfang des Jahres wurden die Mitarbeiter des Wareneingangs, Warenausgangs und internen Transports über das Konzept sowie die entsprechenden Verhaltensregeln unterrichtet. Die sechs Fahrzeuge, die nach bekannten Superhelden wie Hulk, Batman oder Superman benannt worden sind, fahren alle Lager, den Warenein- und -ausgang sowie den Entsorgungsbereich zur Entleerung der Müllcontainer an.

Auf Basis eines Standardflurförderzeugs
Aufgrund der Lithium-Ionen-Akkus können die Flurförderzeuge bis zu acht Stunden unter Vollauslastung im Einsatz, bevor sie aufgeladen werden müssen. Die Flurförderzeuge fahren bei Betriebsschluss oder sobald alle Aufträge erledigt wurden, selbstständig an die Ladestationen zurück. Durch diese Zwischenladungen kann das System rund um die Uhr arbeiten, ohne spezifische Ladepausen einhalten zu müssen.
Beim EKS 215a, der bei Arvato im Einsatz ist, handelt es sich um ein Fahrerloses Transportfahrzeug auf Basis des Vertikalkommissionierers EKS. Der 1,5-Tonner erreicht bei Arvato Geschwindigkeiten von 1,7 m/s, die Hubhöhe beträgt 2,5 m. Die freitragenden Gabeln ermöglichen den Transport von Sonderladungsträgern und geschlossenen Paletten sowie die Bedienung nichtunterfahrbarer Stationen.

Das Bild zeigt v.l.n.r.: Klaus Ochs, Haustechnik, Matthias Anderson und Martin Döltgen, beide Logistics Engineering, Fabian Generotzky, Director Operations, sowie Erich Berg, Projektleiter, und Kai Lienemann, IT (alle Arvato).

Text/Foto: Jungheinrich

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Veröffentlicht von

Winfried Bauer

Die Innovationen der Intralogistikbranche aufzuspüren und ihnen eine Plattform zu geben, ist für mich auch nach 25 Jahren in der Redaktion die Triebfeder der täglichen Arbeit.

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